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13.03.2021 | (rsn) - Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hat die 4. Etappe der Fernfahrt
Tirreno-Adriatico gewonnen. Auf dem 148 Kilometer langen Abschnitt zwischen Terni
und Prati di Tivo hielt der Slowene den noch stark aufkommenden Titelverteidiger Simon Yates in einem spannenden Finale
auf Distanz. Den dritten Platz sicherte sich an der Bergankunft auf 1.500 Metern Höhe der Kolumbianer Sergio Higuita (Education First - Nippo).
Pogacar hatte auf den letzten Kilometern viel Mühe, Yates auf Distanz zu halten, setzte sich am Ende dann aber doch recht souverän durch. "Heute war sehr hart. Mein Team hat gut gearbeitet, um die Gruppe zurückzubringen und dann war es mein Job, am letzten Anstieg anzutreten", sagte der 22-jährige Slowene, der mit seinem dritten Saisonsieg auch das Blaue Trikot des Gesamtführenden übernahm. "Nun bin ich Leader, aber morgen wird es auch noch hart. Ein sehr schwerer Tag und dann kommt noch das Zeitfahren. Es gibt also noch viel zu tun“, fügte Pogacar an.
Während es für den Tour-de-France-Sieger um den bereits zweiten Gesamtsieg in dieser Saison geht - im Februar gewann Pogacar die UAE Tour -, lag Simon Yates vor der Königsetappe in der Gesamtwertung bereits zu weit zurück, um sich realistische Hoffnungen auf die Wiederholung seines Erfolgs aus dem Vorjahr machen zu können.
"Ich bin im Klassement schon zu weit weg und bin deshalb heute auf Etappensieg gefahren. Viel hat nicht gefehlt. Es war ein guter Tag, meine Form stimmt. Mal schauen, was die nächsten Tage bringen", sagte der Brite, dessen Verfolgungsjagd fast noch von Erfolg gekrönt worden wäre. Letztlich fehlten Yates sechs Sekunden zum Tagessieg. Huguita sicherte sich im Sprint der nächsten Verfolger mit 29 Sekunden Rückstand den dritten Platz vor Mikel Landa (Bahrain Victorious).
Van Aert hat Hoffnung auf den Gesamtsieg nicht aufgegeben
Für eine weitere positive Überraschung sorgte Wout Van Aert
(Jumbo - Visma). Der Belgier konnte zwar seine Gesamtführung nicht verteidigen, stellte dennoch eindrucksvoll wieder einmal seine Qualitäten auch als Bergfahrer
unter Beweis. Der dreimalige Cross-Weltmeister kam nach großem Kampf mit nur 45
Sekunden Rückstand über die Ziellinie und darf sich somit weiter Hoffnungen auf
den Gesamtsieg machen. "Ja, ich habe heute das Bestmögliche draus gemacht. Es war
sehr hart, denn sie haben früh attackiert. Ich habe dann versucht, regelmäßig
zu fahren. Das war die beste Taktik, denke ich. Und es bleiben auch noch drei
Renntage. Ich bin hier, um für den Sieg zu kämpfen“, kündigte Van Aert selbstbewusst an.
In der Gesamtwertung liegen Van Aert und Higuita nun jeweils 35 Sekunden hinter Pogacar. Während die Trikots in der Nachwuchs- und Punktewertung weiter bei Pogacar und Van Aert bleiben, wechselte das Bergtrikot seinen Besitzer. Auch dort führt Pogacar nun das Klassement an, und zwar mit einem Punkt vor Mads Würtz Schmidt (Israel Start-Up Nation). Der Däne wurde als letzter der fünf Ausreißer erst im oberen Teil des Schlussanstiegs wieder eingefangen.
"Richtig enttäuscht bin ich
nicht, wir hatten unten am Berg ja weniger als fünf Minuten. Da war mir
klar, dass es eng wird. Und dann wurde es ja auch nicht so eng, fünf Kilometer vor
dem Ziel wurde ich eingefangen. Man muss eben immer seine Chance suchen,
das habe ich heute getan. Natürlich habe ich gehört, dass hinter mir
die Toursieger attackieren. Bernal, Pogacar, Thomas, das macht stolz,
vor solchen Fahrern den Berg hinauf zu fahren", kommenttierte Würtz Schmidt gegenüber radsport-news.com seinen beeindruckenden Auftritt.
So lief das Rennen:
Früh im Rennen formierte sich an der Spitze die Gruppe des Tages, zu der neben Würtz Schmidt noch Mattia Bais (Androni Giocattoli - Sidermec), Benjamin Thomas
(Groupama - FDJ), Emil Vinjebo (Qhubeka Assos) und Marco Canola (Gazprom - RusVelo) gehörten. Die Ausreißer konnten ihren Vorsprung auf ein Maximum von über acht Minuten ausbauen.
Den Kraftakt mussten Vinjebo und Canola allerdings später am
ersten klassifizierten Berg des Tages, dem Passo Capannelle (HC), teuer bezahlen. Am
13,8 Kilometer langen und im Schnitt 4,5 Prozent steilen Anstieg verloren die
beiden den Anschluss an ihre Begleiter. Den Bergpreis gewann
Würtz Schmidt, der durch die 15 Bergpunkte zwischenzeitlich die Führung in der
Bergwertung übernehmen konnte.
Das übrig gebliebene Führungstrio machte sich mit fünfeinhalb Minuten Vorsprung in
das Tal vor dem finalen Aufstieg in das Skigebiet Prati di Tivo. Schon in den
ersten der 22 Haarnadeln schüttelten Würtz Schmidt und Thomas
Mattia Bais ab. Wenig später war es auch um den Franzosen geschehen, woraufhin
Würtz Schmidt als Solist den 14,7 Kilometer langen und im Schnitt sieben
Prozent steilen Anstieg in Angriff nahm.
Als das Peloton die bis zu zwölf Prozent steilen Rampen erreichte, dauerte es nicht lange, bis die ersten Bergspezialisten zum Angriff bliesen. Nach einem erfolglos gebliebenen Angriff von Giulio Cicone (Trek - Segafredo) eröffnete Egan Bernal (Ineos Grenadiers) knapp neun Kilometer vor dem Ziel den Kampf der Klassementfahrer. Doch die Verfolger, allen voran Pogacar, parierten den ersten Angriff von Ineos Grenadiers.
Pogacar rettet sich ins Ziel
Wenige Augenblicke später versuchte es Bernals Teamkollege Geraint Thomas, der sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte. Knapp fünf Kilometer vor dem Ziel nutzte Pogacar eine besonders steile Stelle zum Konter und fuhr die Lücke zum Briten rasch zu. Zeitgleich wurde mit Würtz Schmidt auch der letzte Ausreißer gestellt. Aber auch Thomas konnte dem Tempo von Pogacar nicht folgen und wurde durchgereicht.
Aus der immer kleiner werdenden Verfolgergruppe heraus machte sich einzig Simon Yates auf die Jagd nach Pogacar. Es folgte ein spannendes Duell um den Tagessieg, der für Yates zwischenzeitlich in Reichweite zu kommen schien. Doch Pogacar gab auf den letzten Metern alles und rettete sich mit wenigen Sekunden Vorsprung ins Ziel.
Als bester Verfolger setzte sich Higuita knapp vor Landa durch. Eine starke Leistung zeigte auch der Italiener Matteo Fabbro, der als bester Fahrer von Bora - hansgrohe Siebter wurde. Bernal und Thomas dagegen kamen nur auf den Plätzen elf und zwölf über die Ziellinie und haben nun kaum noch Chancen auf das Podium.
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