Drei Mal Viviani, Greipel letzter deutscher Sieger

Hamburger Cyclassics im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Im Jahr 2019 feierte Elia Viviani im Trikot des Europameisters seinen dritten Sieg bei den Cyclassics. Damit ist er Rekordsieger in Hamburg. | Foto: Cor Vos

12.08.2025  |  (ran) - Die Cyclassics in Hamburg sind seit Jahren fester Bestandteil des WorldTour-Rennkalenders. Das meistens Ende August ausgetragene Rennen kommt den Sprintern entgegen, auch wenn im Finale mehrmals der bis zu 16 Prozent steile Waseberg gemeistert werden muss. radsport-news.com blickt auf die letzten Jahre zurück.

20. Vattenfall Cyclassics 2015: André Greipel


Die 20. Austragung wurde in Kiel gestartet und führte über 221,3 Kilometer nach Hamburg. Im Sprint eines knapp 40 Fahrer starken Feldes war André Greipel (Lotto - Soudal) der Stärkste. Er ließ Vorjahressieger Alexander Kristoff (Katusha) und Giacomo Nizzolo (Trek Factory Racing) hinter sich.

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21. Cyclassics Hamburg: 2016 Caleb Ewan

Bei der 21. Austragung, die über 217,7 Kilometer rund um Hamburg führte, verpasste John Degenkolb (Giant – Alpecin) seinen zweiten Sieg nach 2013 nur knapp. Degenkolb musste sich im Sprint dem Australier Caleb Ewan (Orica – BikeExchange) geschlagen geben. Das Podium komplettierte Giacomo Nizzolo (Trek – Segafredo), der wie im Vorjahr Dritter wurde. Titelverteidiger André Greipel (Lotto - Soudal) wurde dieses Mal Zehnter im Sprint der knapp 30 Fahrer starken Kopfgruppe.

Ursprünglich war Nacer Bouhanni (Cofidis) als Erster über den Zielstrich gefahren. Wegen eines Schlenkers im Finale wurde der Franzose aber relegiert. Zuvor hatte sich eine Ausreißergruppe um Lukas Pöstlberger bis zum Schlusskilometer vorne gehalten, dazu kam es auf den letzten 1.000 Metern noch zu einem Sturz im Feld.

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22. Cyclassics Hamburg 2017: Elia Viviani

Nach 220,9 Kilometern rund um Hamburg war Elia Viviani (Sky) nicht zu schlagen. Im Sprint eines großen Feldes setzte sich der Italiener vor dem Franzosen Arnaud Démare (FDJ) und dem Niederländer Dylan Groenewegen (LottoNL – Jumbo) durch. Als bester Deutscher fuhr André Greipel (Lotto - Soudal) auf Platz fünf

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23. EuroEyes Cyclassics 2018: Elia Viviani

Bei der 22. Austragung, die erstmals von EuroEyes gesponsort wurde, konnte Elia Viviani (Quick-Step Floors) seinen Vorjahressieg wiederholen. Wie 2017 verwies er Arnaud Démare (Groupama – FDJ) auf Platz zwei, das Podium komplettierte Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), der das Rennen 2014 gewonnen hatte. Bester Deutscher war John Degenkolb (Trek – Segafredo), der Vierter wurde. Mit Nikias Arndt (Sunweb) auf Platz acht konnte sich ein zweiter Deutscher nach 216 Kilometern in den Top Ten platzieren. Den Sieg machten am Ende 20 Fahrer unter sich aus.

Pascal Ackermann (Bora - hanserohe) war 1.500 Meter vor dem Ziel gestürzt und bremste dadurch auch John Degenkolb und André Greipel aus.

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24. EuroEyes Cyclassics 2019: Elia Viviani

2019 gelang Elia Viviani (Deceuninck – Quick-Step) der Hattrick. Nach 216,7 Kilometern rund um Hamburg besiegte er dieses Mal Caleb Ewan (Lotto - Soudal) und Giacomo Nizzolo (Dimension Data) im Sprint eines knapp 40 Fahrer starken Feldes. Die deutschen Starter verpassten dieses Mal die Top Ten. André Greipel (Arkéa Samsic) auf Platz elf war bester der heimischen Fahrer.

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EuroEyes Cyclassics 2020: ausgefallen wegen Corona-Pandemie

EuroEyes Cyclassics 2021: ausgefallen wegen Corona-Pandemie

25. Bemer Cyclassics 2022: Marco Haller

Im Gegensatz zu den Vorjahren schaffte es bei der 25. Austragung, die erstmals von Bemer gesponsert wurde, eine kleine Ausreißergruppe ins Ziel. Nach 204,7 Kilometern rund um Hamburg konnte sich Marco Haller (Bora – hansgrohe) im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe überraschend gegen Wout van Aert (Jumbo – Visma) durchsetzen. Dessen Landsmann Quinten Hermans (Intermarché) wurde Dritter.

Das Feld kam mit neun Sekunden Rückstand ins Ziel. Mit Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) und Max Kanter (Movistar) auf den Plätzen sieben und neun konnten sich auch zwei Deutsche in den Top Ten platzieren.

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26. Bemer Cyclassics 2023: Mads Pedersen

Nach dem Ausreißercoup des Vorjahres siegten dieses Mal wieder die Sprinter. Nach 205,6 Kilometern rund um Hamburg setzte sich der Däne Mads Pedersen (Lidl – Trek) aus einer gut 50 Fahrer starken Kopfgruppe heraus vor dem Niederländer Danny van Poppel (Bora – hansgrohe) und dem Italiener Elia Viviani (Ineos Grenadiers) durch. Als beste Deutsche fuhren Nils Politt (Bora – hansgrohe) und Max Kanter (Movistar) auf den Plätzen acht und neun ins Ziel.

Politt hatte dabei im Finale mit einer kleinen Spitzengruppe attackiert, die erst spät auf dem letzten Kilometer von Pedersen und weiteren schnellen Männern gestellt und übersprintet werden konnte.

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27. Bemer Cyclassics 2024: Olav Kooij

Aufgrund der Olympischen Spiele wurden die Cyclassics in diesem Jahr erst im September ausgetragen. Nach 178 Kilometern - das Rennen musste wegen schwerer Stürze bei den Jedermann-Rennen verkürzt werden - behielten dieses Mal wieder die Sprinter die Oberhand. So setzte sich der Niederländer Olav Kooij (Team Visma - Lease a Bike) bei der Massenankunft vor dem Italiener Jonathan Milan (Lidl - Trek) und dem Eritreer Biniam Girmay (Intermarché - Wanty) durch. Die einheimischen Fahrer verpassten den Sprung in die Top Ten.

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