Tirreno: Thomas und Bernal zur Offensive verdammt

Kann Ineos mit neuer Taktik noch Boden gutmachen?

Foto zu dem Text "Kann Ineos mit neuer Taktik noch Boden gutmachen?"
Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

13.03.2021  |  (rsn) - Team Ineos Grenadiers ist auf der wohl vorentscheidenden Etappe des 56. Tirreno-Adriatico zur Offensive gezwungen, wollen die beiden Kapitäne Egan Bernal und Geraint Thomas im Kampf um das Blaue Trikot noch ein Wörtchen mitreden. Beide wurden gestern durch einen Sturz aufgehalten und büßten Zeit ein.

Der Tour-de-France-Sieger von 2019 belegt im Gesamtklassement derzeit mit 38 Sekunden Rückstand den 28. Platz, eine Sekunde und eine Position vor Thomas, seinem Vorgänger im Gelben Trikot der Frankreich-Rundfahrt. “Wir müssen schauen, wie es heute läuft. Wir haben hier ein super Team am Start“, sagte Thomas vor der 4. Etappe in Terni gegenüber radsport-news.com und bestätigte den veränderten Ineos-Plan. “Die neue Taktik sieht mehr Aggressivität vor und ich denke, das passt gut zu uns.“

Ganz ähnlich äußerte sich Bernal gegenüber radsport-news.com: “Heute ist ein wichtiger Tag und ich denke, die neue Taktik liegt uns“, sagte der Kolumbianer mit Blick auf das Profil, das auf 148 Kilometern gleich zwei Anstiege der Ehrenkategorie bereithält: Zunächst geht es nach rund 92 Kilometern den 13,8 Kilometer langen und 4,5 Prozent steilen Passo Capannelle (1.298 Meter) hinauf, ehe nach einer 27 Kilometer langen Schussfahrt der 14,7 Kilometer lange und sieben Prozent steile Schlussanstieg nach Prati di Tivo (1.450 Meter) die Entscheidung bringen wird.

Spätestens hier wird Ineos Grenadiers seine Karten auf den Tisch legen und gegebenenfalls wechselweise durch seine Kletterspezialisten attackieren müssen.

Ausgesprochen defensiv zeigte sich Thomas dagegen bei der Frage nach dem Urteil gegen seinen ehemaligen Teamarzt Richard Freeman, der nach jahrelangen Ermittlungen für schuldig befunden wurde, 2011 für einen Fahrer ein Paket mit Testosteronpräparaten bestellt zu haben. “Dazu möchte ich jetzt nichts sagen, ich will mich nur aufs Rennen konzentrieren“, so die lapidare Antwort des Walisers.“

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