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56. Tirreno-Adriatico: RCS gibt Strecke bekannt

3 Sprints, 1 Bergankunft, neuer Zeitfahrkurs und Tag der Mauern

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "3 Sprints, 1 Bergankunft, neuer Zeitfahrkurs und Tag der Mauern"
Der Etappenplan von Tirreno-Adriatico 2021. | Foto: RCS Sport

02.02.2021  |  (rsn) - Nachdem die wegen der Corona-Pandemie in den September 2020 verlegte 55. Austragung von Tirreno-Adriatico ausnahmsweise acht Tage dauerte, kehrt das "Rennen zwischen den zwei Meeren" in diesem Jahr wieder zum bewährten Sieben-Tage-Format und an den angestammten Termin im März zurück.

Die 56. Auflage der Fernfahrt beginnt, wie seit 2015 immer, in Lido di Camaiore in der nordwestlichen Toskana und endet eine Woche später in San Benedetto del Tronto an der Adria mit dem traditionellen Einzelzeitfahren. Einzig bei der Premiere des Rennens war das 1966 nicht der Fall.

Die sieben Renntage umfassen zudem eine Bergankunft am Prati di Tivo in den Abruzzen und laut Veranstalter drei Sprintetappen sowie zwei für Finisseure - wobei dabei wohl Auslegungssache ist, ob es nicht eher zwei Sprintetappen und drei für Finisseure sind.

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Den Auftakt wird am 10. März eine 156 Kilometer lange Flachetappe um Lido di Camaiore machen, wo Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) im vergangenen September triumphierte. Zwar müssen dabei in der ersten Etappenhälfte dreimal die 217 Höhenmeter hinauf nach Pitoro bezwungen werden, doch die topfebene zweite Rennhälfte dürfte einen Massensprint an der Strandpromenade garantieren.

Vorsortierung in den Abruzzen

Tagsdrauf geht es über 226 Kilometer in südöstlicher Richtung nach Chiusdino, wo die letzten 7,5 Kilometer leicht ansteigen und rund 240 Höhenmeter überwinden - nichts für reine Flachland-Sprinter, aber auch nichts für echte Kletterer. Die 3. Etappe über 190 Kilometer von Monticiano nach Gualdo Tadino ist hügelig und endet ebenfalls leicht ansteigend - allerdings noch weniger steil  als am Vortag. Die letzten vier Kilometer überwinden rund 40 Höhenmeter. Das sollte auch für viele Sprinter noch machbar bleiben.

Teilstück Nummer vier wird dann für die erste Vorentscheidung in der Gesamtwertung sorgen. Nur 148 Kilometer lang, dafür aber mit gleich drei über zehn Kilometer langen Anstiegen gespickt, führt diese Etappe quer durch die Abruzzen zur Bergankunft am Prati di Tivo, wo beim letzten Besuch des Rennens im Jahr 2013 Chris Froome siegte. Der Schlussanstieg ist 15 Kilometer lang und überwindet 1.028 Höhenmeter. Als Chris Froome dort 2013 gewann, kam es zwar nur zu Sekundenabständen unter den Favoriten, ein Rollerberg, an dem am Ende zehn Mann um den Tagessieg sprinten, ist es es trotzdem nicht.

"Etappe der Mauern" könnte das Rennen entscheiden

Nach der Bergankunft geht es ans Meer. Mit der 5. Etappe erreicht das Peloton die Adria-Küste, doch die Zielankunft ist alles andere als flach. Nach 205 Kilometern wartet das Ziel in Castelfidardo 175 Meter über dem Meer. Die ersten 100 Kilometer des Tages sind topfeben, dann aber geht es in der zweiten Rennhälfte auf einem 23 Kilometer langen Rundkurs um den Zielort ständig auf und ab.

Viermal muss dabei die gefürchtete Muro di Castelfidardo mit ihren bis zu 18 Steigungsprozenten erklommen werden, und auch die zwei weiteren Anstiege der Runde sind nicht leicht. Die Veranstalter nennen dieses Teilstück daher "Tappa dei Muri" - Etappe der Mauern. Das Ziel liegt ebenfalls am Ende eines Anstiegs in Castelfidardo selbst, allerdings nicht oben auf der gleichnamigen Muro.

Neuer Zeitfahrkurs bei traditionellem San Benedetto-Finale

Am vorletzten Renntag wartet in Lido di Fermo nach einem 169 Kilometer langen Teilstück, das zu Beginn zwar hügelig, insgesamt aber sehr flach angelegt ist, wohl ein weiterer Massensprint, bevor dann die Entscheidung über den Gesamtsieg einmal mehr im 11,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren von San Benedetto del Tronto auf der 7. und letzten Etappe fällt.

Auffällig dabei: Nachdem der Zeitfahrkurs in den letzten Jahren stets identisch war, wurde er nun verändert und die Siegerzeiten sind somit nicht mehr vergleichbar. Zwar ist die Strandpromenade erneut Teil der Strecke, nun aber in anderer Richtung - und sowohl davor als auch danach warten deutlich mehr und engere Kurven.

Die Etappen:
1. Etappe, 10.3.: Lido di Camaiore - Lido di Camaiore (156 km)
2. Etappe, 11.3.: Camaiore - Chiusdino (226 km)
3. Etappe, 12.3.: Monticiano - Gualdo Tadino (189 km)
4. Etappe, 13.3.: Terni - Prati di Tivo (148 km)
5. Etappe, 14.3.: Castellalto - Castelfidardo (205 km)
6. Etappe, 15.3.: Castelraimondo - Lido di Fermo (169 km)
7. Etappe, 16.3.: San Benedetto del Tronto - San Benedetto del Tronto (11,1 km / EZF)

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