RSNplusAufsteiger Tarling imponiert im Zeitfahren

Tops und Flops der WorldTeam-Zugänge: Ineos Grenadiers

Foto zu dem Text "Tops und Flops der WorldTeam-Zugänge: Ineos Grenadiers"
Joshua Tarling hat sich 2023 bei Ineos ins Rampenlicht gefahren.| Foto: Cor Vos | Foto: Cor Vos

23.10.2023  |  (rsn) - Zum Saisonende nehmen wir nochmals die Neuzugänge der 18 WorldTeams aus dem vergangenen Winter in den Blick. Welcher Fahrer hat sich im laufenden Jahr als Top-Verpflichtung und wer als ein Transfer-Flop herausgestellt?

Ineos Grenadiers

Nur fünf neue Fahrer stießen in der Winterpause zu Ineos Grenadiers. Das einstige Team der großen Landesrundfahrten hat seine Vormachtstellung zwar schon seit einiger Zeit eingebüßt, die Qualität beim Aufbau junger Fahrer und gekonnter Transfers setzte die britische Equipe aber weiterhin fort. Denn eine wirkliche Enttäuschung unter den fünf Neuzugängen ist nicht auszumachen. So fungierte Connor Swift, der von Arkea – Samsic weg erstmals in die WorldTour wechselte, als starker Helfer und guter Road Captain in vielen Rennen und holte dann selbst auf Schotterterrain der Gravel-Rennen Top-Ergebnisse wie seinen dritten Rang bei den Weltmeisterschaften.

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Mit der Empfehlung eines Vuelta-Etappensieges stieß der Niederländer Thymen Arensman von DSM zu den Briten und zeigte seine Ambitionen als künftiger Grand-Tour-Kapitän mit einem sechsten Platz in der Gesamtwertung des Giro d’Italia, wobei er dort sogar noch als Edelhelfer für den erfahrenen Geraint Thomas, der sich Primoz Roglic um nur 14 Sekunden geschlagen geben musste, fungierte.

Thymen Arensman hat beim Giro d’Italia sein Rundfahrer-Potenzial unter Beweis gestellt. | Foto: Cor Vos

Nachdem er im Vorjahr zwei Etappen des Baby-Giro und dessen Gesamtwertung gewinnen konnte, wechselte Leo Hayter in die WorldTour. Nach einem starken Frühjahr mit einem fünften Platz bei Coppi e Bartali musste er aber aufgrund einer Erkrankung eine lange Pause einlegen, gab aber zuletzt in China sein Renncomeback.

Der erst 19-jährige Kanadier Michael Leonard sammelte seine ersten Erfahrungen und stieß direkt von den Junioren ins WorldTour-Team. Daher waren vom Nordamerikaner auch keine großen Ergebnisse zu erwarten, in der U23-Klasse wurde er in Glasgow Zehnter im Einzelzeitfahren, bei den nationalen Meisterschaften gewann er in dieser Disziplin den Titel. Wie schnell der Übergang von den Junioren in die Weltelite gehen kann, zeigte der letzte Neuzugang des vergangenen Winters.

Der Top-Transfer: Joshua Tarling

Fast zwei Meter ist der 19-Jährige aus Wales groß und mit fast gleich großen Schritten etablierte sich der Juniorenweltmeister des Einzelzeitfahrens von Wollongong 2022 in diesem Jahr auf der WorldTour.

Schon bei seinem Saisonauftakt bei Etoile de Bessèges war auf dem 10,66 Kilometer langen Parcours mit einem Anstieg am Ende nur Mads Pedersen (Trek – Segafredo) schneller als der junge Brite. Bei seinen ersten Klassikern wie Paris – Roubaix, Amstel Gold oder Flèche Wallonne sah er noch nicht die Ziellinie, dafür aber unterstrich er vor allem auf dem Zeitfahrrad sein großes Talent.

Seinen ersten WorldTour-Sieg feierte Joshua Tarling im Zeitfahren der Renewi-Tour. | Foto: Cor Vos

Er wurde Britischer Meister im Juni, beendete die Wallonie-Tour als Zweiter, vor allem dank eines starken Zeitfahrens in Mons, wo er nach 32,7 Kilometern seinem Teamkollegen Filippo Ganna gerade einmal um acht Sekunden unterlegen war.

Hinter ihm und Weltmeister Remco Evenepoel (Soudal – Quick Step) wurde Tarling Dritter bei den Weltmeisterschaften in der Elite, die er eigentlich noch in der Klasse U23 bestreiten hätte können. Bei der Renewi-Tour feierte er, natürlich im Kampf gegen die Uhr, seinen ersten WorldTour-Sieg. Er gewann das Zeitfahren rund um Sluis mit einem Schnitt von über 54 Kilometern pro Stunde.

Mit dem gleichen Tempo sauste er dann wenig später in Emmen zum Europameistertitel, bezwang dort Stefan Bissegger und Wout van Aert um mehr als 40 Sekunden. Speziell auf flachen Kursen ist er aktuell die klare Nummer eins im Zeitfahren, rast dort mit unglaublichen Geschwindigkeiten schneller als die weltbesten Spezialisten, was er bei seinem Saisonabschluss beim Chrono des Nations in Les Herbiers nochmal unterstrich, wo er Evenepoel bezwingen konnte.

Der Transfer-Flop: keiner

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