Einigung zwischen UCI und Interessensvertretern

Neue Klassikerserie für die WorldTour

Foto zu dem Text "Neue Klassikerserie für die WorldTour"
UCI-Präsident David Lappartient hat die Einigung über die WorldTour-Reform bekannt gegeben. | Foto: Cor Vos

26.09.2018  |  (rsn) - Der Radsportweltverband UCI hat offenbar seine Pläne zurückgenommen, die Anzahl der WorldTour-Teams von derzeit 18 auf nur noch 15 zu reduzieren. Diese Entscheidung ist Teil einer Einigung, die von allen Interessensvertretern - UCI, Teams, Fahrer, Rennorganisatoren - am Rande der Straßen-WM in Innsbruck erzielt wurde.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir alle gemeinsam einen guten Konsens für alle Beteiligten des professionellen Straßenradsports für Männer erreicht haben: für Teams, Fahrer, Organisatoren, Sponsoren und Fans", teilte UCI-Chef Lappartient auf den sozialen Medien mit. "Wir haben jetzt eine solide Basis, um unseren Sport weiterzuentwickeln, damit er zu einem der größten Profisportarten der Welt wird, DEM Sport des 21. Jahrhunderts.“

Dazu gehört neben der Beibehaltung der Anzahl der WorldTour-Rennställe deren personelle Aufstockung auf bis zu 30 Fahrern, denn wie bereits cyclingnews zu Wochenbeginn meldete, werden die Teams ab 2020 an allen WorldTour-Rennen teilnehmen müssen. Bisher gibt es eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" der Rennen der höchsten Division, die zur Saison 2017 von damals 27 auf 37 auf Wettbewerbe aufgestockt worden war.

Zur rund 185 Renntage umfassenden WorldTour gehören vom übernächsten Jahr an die drei großen Rundfahrten, weitere Mehretappenrennen sowie eine Reihe von Eintagesrennen, die wiederum unter dem Namen UCI Classics Series zusammengefasst werden. Dazu gehören die fünf Monumente sowie 15 weitere hochwertige Klassiker.

Die WorldTour-Lizenzen werden demnach für jeweils drei Jahre ausgestellt, wobei das System grundsätzlich für Bewerbungen von Zweitdivisionären offen bleibt.

Keine mengenmäßige Begrenzung gibt es künftig bei den unterklassigen Mannschaften. Die bisherigen Professional Continental Teams heißen dann UCI ProTeams und bestreiten mit den UCI Continental Teams ebenfalls ab 2020 eine neue UCI Pro Serie, die aus Tagesrennen und Rundfahrten der HC und der ersten Kategorie besteht.

Eine der wichtigsten Neuerungen besteht laut cyclingnews darin, dass in Zukunft die beiden im Ranking bestplatzierten Zweitdivisionäre automatisch Wildcards zu den großen Rundfahrten erhalten. Zu den Rennen der neuen Classics Series sichern sich die drei besten UCI Pro Teams automatisches Startrecht.

Weitere Details zu den beschlossenen Reformen müssen laut UCI noch geklärt werden. Wie der Weltverband in einer Pressemitteilung erklärte, solle die modifizierte WorldTour "neue Partner ermutigen, an Bord zu kommen, die globale Sichtbarkeit des Radsports zu verbessern und seine Entwicklung auf allen Ebenen zu unterstützen."

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