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Patrick Gamper: Eine mittelmäßige, aber keine schlechte Saison

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Patrick Gamper: Eine mittelmäßige, aber keine schlechte Saison"
Patrick Gamper (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

09.12.2023  |  (rsn) – Es war alles andere als eine ideale Vorbereitung, die Patrick Gamper (Bora – hansgrohe) in die Saison 2023 hatte. Denn ausgerechnet beim letzten Rennen des vergangenen Jahres, dem Münsterland Giro, kam der Tiroler schwer zu Fall und zog sich eine Daumenluxation und Knochenabsplitterungen zu.

"Von der Verletzung wieder zurückzukommen war gar nicht so einfach wie gedacht", erinnerte sich Gamper im Gespräch mit radsport-news.com an 2023, in dem er vor allem als Ersatzmann zum Einsatz kam. Für kaum ein Rennen war der 26-Jährige gesetzt, dafür stand er zumeist auf der Warteliste. Und durch einige Ausfälle und Erkrankungen kam er auf ein sehr wechselhaftes Rennprogramm.

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"Ich bin oft eingesprungen und das hat das zurückkehren nach der Verletzung nicht wirklich einfacher gemacht", analysierte Gamper, der sein Rennsportjahr wie folgt beschrieb: "Ich würde sagen es war eine mittelmäßige Saison, aber keine schlechte." Auch ohne Grand Tour sammelten sich gut 10.000 Rennkilometer beim Österreicher an, die 65 Renntage reichten von Etappenrennen bis hin zu Klassikern.

Patrick Gamper (Bora - hansgrohe) beim Grand Prix in Montreal | Foto: Cor Vos

"Ich habe bei allen Rennen meine Arbeit sehr gut gemacht und mich mit guter Form gezeigt", schilderte Gamper, der im Trikot von Bora – hansgrohe immer in der Helferrolle zu sehen war. Seine wohl stärksten Auftritte hatte er bei den Nationalen Meisterschaften, wo er unweit seiner Heimat erstmals den Titel im Zeitfahren der Elite holte. Tags darauf in Niederösterreich wurde er nach einem starken Auftritt im Straßenrennen Zweiter hinter Gregor Mühlberger (Movistar).

Ein starker Tag in Glasgow als Saisonhighlight

Einen guten Tag erwischte Gamper auch bei der Straßen-WM von Glasgow. Wie bereits 2021 in Flandern schaffte er es in die Ausreißergruppe des Tages und landete schlussendlich als bester Österreicher auf Rang 22. "Das war sicher das Saisonhighlight. Mit etwas Glück wäre vielleicht noch etwas mehr drinnen gewesen", so Gamper.

Der starke Tag in Glasgow überwog auch die Enttäuschung, dass er trotz starker Form nicht für die Tour de France nominiert wurde. "Das war sicher die größte Enttäuschung in dieser Saison, aber das gehört leider zu unserem Sport auch dazu“, sagte Gamper.

Im Nationaltrikot an der Spitze des WM-Rennens in Glasgow | Foto: Cor Vos

Nachdem es diesmal wieder verletzungsfrei in die Off-Season ging, hat er sich seine Pläne für 2024 schon vorskizziert: "Ich möchte mit klar definierten Saisonhighlights wieder zeigen, was ich kann und meine Rolle wiederfinden. Natürlich möchte ich auch wieder eine Grand Tour bestreiten und dort zeigen, was ich abliefern kann."

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