Regenschauer mischt Weltcupauftakt auf

Iserbyt stürmt nach Sturzchaos zum zweiten Sieg in Waterloo

Von Kevin Kempf

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Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen - Bingoal) | Foto: Cor Vos

10.10.2021  |  (rsn) – Als erster Fahrer überhaupt konnte Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen - Bingoal) am Sonntag zum zweiten Mal in Waterloo am Trek Factory Hill gewinnen. Der Titelverteidiger sicherte sich den ersten Weltcup des Jahres vor seinem Teamkollegen Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen - Bingoal) und Quinten Hermans (Tormans CX). Ein Regenschauer in der dritten Runde sorgte kurzzeitig für chaotische Zustände und viele Stürze.

Für Napoleon Games - dem früheren Co-Sponsor der Pauwels Sauzen-Mannschaft – wäre Iserbyts Sieg in Waterloo sicherlich eine besondere Genugtuung gewesen. Aber auch so konnte man bei der belgischen Equipe mit dem Doppelerfolg glücklich sein, zumal zu Beginn nicht alles nach Wunsch lief. “Ich hatte in der ersten Runde Kettenprobleme“, erzählte der Europameister im Zielinterview. “Die Kette hatte sich beim Rahmen eingeklemmt. Ich musste absteigen und das Problem lösen“, so der 23-Jährige, der trotz des Defekts nicht weiter als in die hinteren Top-10-Ränge zurückfiel.

Dann wendete sich das Blatt für Iserbyt. Regen setzte ein, vor und hinter ihm brach ein Sturzchaos aus. “Toon fiel. Quinten fiel. Michael fiel“, zählte der Flame auf. “Der Untergrund war wie Eis“, fügte er an. Iserbyt selbst kam ungeschoren davon und fuhr am gestürzten Vanthourenhout vorbei in die Führung. Mit seinem Teamkollegen zog er gut 20 Minuten gemeinsam seine Kreise, bevor er auch Vanthourenhout drei Runden vor Schluss hinter sich ließ und zum Sieg fuhr.

Da der Regenschauer nach der Bekanntgabe der Renndauer von neun Runden einsetzte, sorgte er nicht nur für viele Rutscher, sondern durch die plötzlich langsameren Rundenzeiten auch für ein sehr langes Rennen. Fast 70 Minuten benötigte der Sieger. Die zusätzliche Renndauer konnte Marcel Meisen (Alpecin – Fenix) für seine Aufholjagd gut gebrauchen. Der beste Deutsche im Rennen kämpfte sich nach einem schlechten Start von einer Position jenseits der besten 30 zurück nach vorn bis auf Rang 18.

Der zweite Lauf der Weltcupserie findet am Mittwoch in Fayetteville statt. Iserbyt wird dort sein Europameisterjersey gegen das Weiße Trikot des Weltcupführenden eintauschen. Bester U23-Fahrer des Rennens wurde Niels Vandeputte (Alpecin - Fenix) als Fünfter.

So lief das Rennen:

Mit einer sehr schnellen Eröffnungsrunde setzte Hermans das Feld direkt unter Druck. Nur Vanthourenhout konnte dem Tempo seines Landsmannes folgen. Dann verwandelte einsetzender Regen die Strecke in eine Rutschbahn. In einem wahren Sturzfestival war Hermans eines der ersten Opfer. Vanthourenhout erwischte es wenig später, dadurch konnte sein Teamkollege Iserbyt zu ihm aufschließen. Thibau Nys (Telenet Baloise Lions) hingegen musste das Rennen aufgeben. In der dritten von neun Runden, als die meisten Fahrer bereits auf Rhinos gewechselt hatten, stürzte Daan Soete (Deschacht – Hens Maes) in dritter Position liegen ebenfalls.

Hermans hatte sich zwischenzeitlich von der neunten auf die dritte Position nach vorn gekämpft. Seine Gruppe mit Ryan Kamp (Pauwels Sauzen - Bingoal) und Lars van der Haar (Telenet Baloise Lions) lag allerdings bereits zwanzig Sekunden hinter dem Führungsduo. In den nächsten Runden kristallisierte sich Hermans als stärkster der Verfolger heraus, er schüttelte seine Begleiter ab.

Vorn schenkten sich die beiden Teamkollegen derweil nichts. Iserbyt setzte Vanthourenhout konstant unter Druck. In der sechsten von neun Runden konnte dieser dem Europameister nicht mehr folgen. Hinter ihm kam Hermans schnell näher, die letzten fünf Sekunden konnte der Tormans-Profi allerdings nicht wettmachen.

Isberbyt fuhr dem Sieg ungefährdet entgegen und hatte letztendlich 30 Sekunden Vorsprung auf Vanthourenhout, der die zweite Position behaupten konnte.

Das Ergebnis:
1. Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen - Bingoal) 1:09:37
2. Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen - Bingoal) +0:30
3. Quinten Hermans (Tormans CX) +0:43
4. Lars van der Haar (Telenet Baloise Lions) +1:05
5. Niels Vandeputte (Alpecin - Fenix) +1:38
6. Toon Aerts (Telenet Baloise Lions) +1:39
7. Vincent Baestaens (Deschacht – Hens Maes) +1:46
8. Ryan Kamp (Pauwels Sauzen - Bingoal) +1:51
9. Jens Adams (Hollebeekhoeve) +1:54
10. Corné van Kessel (Tormans CX) +2:05

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