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Dimension Data: Auch 2017 alles für Etappensiege

Von Daniel Brickwedde

Foto zu dem Text "Dimension Data: Auch 2017 alles für Etappensiege "
| Foto: Cor Vos

16.01.2017  |  (rsn) – Radsport News stellt die 18 WorldTour-Teams vor, die bei der 19. Tour Down Under in die Saison einsteigen. Darunter ist auch Dimension Data aus Südafrika, das die bisher beste Saison seiner Team-Geschichte nur zu gerne übertreffen möchte. Für Siege soll in erster Linie Sprintstar Mark Cavendish sorgen.

Teil 3: Dimension Data

Rückblick 2016:
Wenige Punkte, aber viele Erfolge: So lässt sich das erste Jahr von Dimension Data in der WorldTour zusammenfassen. Nach Einzelsiegen waren im Vorjahr nur drei Teams auf der WorldTour erfolgreicher als die südafrikanische Equipe (neun Erfolge), im Ranking landete das Team dennoch abgeschlagen auf dem letzten Platz. Das Problem: Die großen "Punktetöpfe" gab es in der Gesamtwertung der großen Rundfahrten – und da spielte Dimension Date - abgesehen von Platz zehn von Konstantsin Siutsou beim Giro d‘Italia - keine Rolle. Und trotzdem war die Saison ein voller Erfolg. Mark Cavendish fuhr sich bei der Tour de France aus seinem Karrieretief und lebte mit vier Etappenerfolgen wieder zum Seriensieger auf. Ein weiterer Tagessieg durch Stephen Cummings rundete den glanzvollen Tour-Auftritt ab. Der Brite avancierte zudem mit Etappenerfolgen bei Tirreno-Adriatico, der Baskenland-Rundfahrt und dem Critérium du Dauphiné zum Etappenjäger schlechthin. Eindruck hinterließ auch Edvald Boason Hagen, der im Frühjahr reihenweise gute Platzierungen bei kleineren Rundfahrten erreichte und ebenfalls Etappensiege beim Critérium du Dauphiné und der Eneco Tour holte. Ein letzter Team-Platz kann sich bedeutend schlechter anfühlen.
 
Die wichtigsten Wechsel:
Lediglich zwei Neuzugänge kann Dimension Data zur neuen Saison vorzeigen: Scott Thwaites kam vom deutschen Team Bora-Argon 18, Ben King wurde von Cannondale verpflichtet. Allerdings bestand auch kaum Handlungsbedarf, da das Team weitgehend zusammen blieb. Nur Cameron Meyer beendete schon während der Saison seine Karriere, Siutsou zog es zum neugegründeten Team Bahrain-Merida.

Im Fokus:
Back to his best! Die vergangene Saison war eine sportliche Reanimation für Mark Cavendish. Nach zwei enttäuschenden Jahren und einer öffentlich angedichteten schweren Krise meldete sich der Brite so beeindruckend wie unerwartet mit vier Tagessiegen bei der Tour zurück. Damit steht Cavendish bei 30 Tageserfolgen in Frankreich und liegt nur noch vier hinter der Rekordzahl von Eddy Merckx – auch das wird ein Thema 2017 sein. Sein Comeback hätte Cavendish sogar beinahe noch mit seinem zweiten WM-Titel gekrönt – in Doha blieb am Ende gegen Peter Sagan allerdings "nur" die Silbermedaille. Wird 2016 für Cavendish als ein spätes Karrierehoch oder als Rückkehr zum Dauersieger in Erinnerung bleiben? 2017 wird darüber Aufschluss geben.

Aufgepasst auf...
...Scott Thwaites. Ein auf den ersten Blick unspektakulärer, aber doch sehr interessanter Neuzugang. Der 26-jährige Brite mit sportlichen Wurzeln im Mountainbike und Cyclocross lebt für die belgischen Klassiker und konnte 2016 gleich reihenweise beachtliche Resultate sammeln, darunter ein zehnter Platz bei Kuurne-Brüssel-Kuurne, Rang zwei beim GP Le Samyn und immerhin ein 20. Platz bei der Flandern-Rundfahrt. Ein Name, den man sich auch für das Frühjahr 2017 merken sollte.

Ausblick 2017:
Dimension Data bleibt sich treu: Etappensiege lautet das erste Ziel auch für die Saison 2017. Das Frühjahr gehört Edvald Boasson Hagen, der seine frühen Erfolge aus dem Vorjahr wiederholen und auch bei den Pavé-Klassikern die Teamfarben optimal vertreten soll. Ein Podiumsplatz bei der Flandern-Rundfahrt oder Paris-Roubaix ist dabei im Bereich des Möglichen.  Bei den großen Landesrundfahrten wird Dimension Data ganz auf Einzelsiege ausgerichtet sein. Die Hoffnungen liegen dabei vor allem auf den Schultern von Cavendish, der bestenfalls sein Vorjahr wiederholen soll – insbesondere bei der Frankreich-Rundfahrt. Allerdings ist Dimension Data mit Kristian Sbaragli, Serge Pauwels, Nathan Haas, Omar Fraile und natürlich dem nimmermüden Cummings in dieser Hinsicht wesentlich breiter aufgestellt, um Erfolge bei allen Rundfahrten zu erzielen. Nur eben nicht in der Gesamtwertung. Da fehlt dem Team das entsprechende Fahrermaterial, worauf allerdings bislang auch keinerlei Wert gelegt wurde.

Eckdaten:
Land: Südafrika
Hauptsponsor: Dimension Data
Branche: IT-Dienstleister
Teamchef: Douglas Ryder
Radausrüster: Cervélo
WorldTour-Platzierung 2015: 18
Fahrer im Aufgebot: 28


 

 

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