--> -->
23.07.2016 | (rsn) - Auf einer erneut sehr kurzen Etappe wird den Fahrern eine letzte Chance präsentiert, um im Gesamtklassement noch eine Korrektur anzubringen. Der 20. Tagesabschnitt ist wie ein Steigerungslauf aufgebaut: vier Berge, die immer schwerer werden. Vor allem der Col de Joux Plane ist bei vielen Fahrern gefürchtet und hat schon Tour-Geschichte geschrieben.
TagesTour: Wir starten in Megève im Departement Haute-Savoie, dem Zielort der 18. Etappe. Das erste Hindernis des Tages stellt der Col des Aravis (2. Kategorie) mit einer mittleren Steigung von sieben Prozent auf 6,7 Kilometern dar. Die Bergwertung wird im Departement Savoie abgenommen, ehe die Fahrer danach bis zum Ende der Etappe wieder im Departement Haute-Savoie unterwegs sind. Direkt nach der Abfahrt nimmt das Peloton den Col de la Colombière (1. Kategorie) unter die Reifen. Auf 11,7 Kilometern müssen 5,8 Prozent Durchschnittssteigung bewältigt werden. Bei Kilometer 93,5 wird mit dem Col de la Ramaz (1. Kategorie) das Finale eingeläutet. Das Peloton muss hier auf 13,9 Kilometern eine mittlere Steigung von 7,1 Prozent bezwingen. Den Abschluss bildet dann der Col de Joux Plane (Hors Catégorie) mit 11,6 Kilometern Länge und 8,5 Prozent durchschnittlicher Steigung. Die letzten gut neun Kilometer führen über eine rasende Abfahrt ins Ziel nach Morzine, wo wir wissen werden, wer die Tour de France 2016 gewinnen wird.
KulTour: Der Zielort Morzine befindet sich auf halbem Weg zwischen dem Mont Blanc und dem Genfer See. Der beschauliche Alpenort lebt im Winter vor allem vom Skitourismus. Im Sommer sind Aktivitäten wie Wandern oder Mountainbiken dort angesagt. Vor der Tour de France beherbergte Morzine in diesem Juli ein weiteres Outdoor-Sportereignis: das Spartan Race à Morzine. Dabei handelt es sich um einen Extrem-Hindernislauf, an dem Jedermann teilnehmen kann. In Deutschland wird dieses neuartige Obstacle-Course-Race unter anderem in München ausgetragen.
HisTourie: Elfmal musste bislang bei der Tour de France der Col de Joux Plane bezwungen werden. Mit seiner unnachgiebigen Steigung wird er von vielen Fahrern gefürchtet – auch von Lance Armstrong, der zwar offiziell aus der Tour-Geschichte gestrichen wurde, an diesem Alpen-Koloss aber im Jahr 2000 einen seiner wenigen Einbrüche erlebte. Zunächst trieb er mit Marco Pantani, der früh ausgerissen war, auf dem Weg nach Morzine sein Spielchen. Am Joux Plane bezahlte er dafür. Zunächst zog er noch mit Richard Virenque und Roberto Heras – der in der Abfahrt in ein Absperrgitter stürzte – davon und distanzierte seinen Rivalen Jan Ullrich. Der Deutsche kam aber zurück und staunte nicht schlecht, als Armstrong plötzlich die Puste ausging. Sechs Jahre später schrieb wieder ein später disqualifizierter US-Amerikaner am Joux Plane Tour-Geschichte.
Floyd Landis war am Vortag in La Toussuire eingebrochen, riss auf dem Weg nach Morzine früh aus, fuhr einen großen Vorsprung raus und flog den Joux Plane wie entfesselt hoch. Im Ziel war er wieder in Schlagdistanz zum Gelben Trikot, das er kurz darauf zurückeroberte. Doch die Freude währte nicht lange. Kurz nach der Tour wurde Landis des Dopings überführt und musste den Titel an Óscar Pereiro abgeben – als Etappensieger in Morzine wird seither Carlos Sastre geführt. Hoffen wir, dass der diesjährige Sieger in Morzine ohne illegale Hilfsmittel unterwegs ist.
RSN-Prognose: Der letzte Schlagabtausch der Tour-Favoriten. Auf dieser Etappe wird es keine Geschenke geben. Die Bergfahrer werden spätestens am Joux Plane ein Feuerwerk abbrennen. Sollte der letzte Berg keine Abstände herbeirufen, dann wird es die steile Abfahrt nach Morzine tun. Die Etappe wird so schnell gefahren, dass die Ausreißer kaum Chancen auf den Tagessieg haben. Deshalb müsste es eigentlich heißen: "The winner takes it all“: Etappensieg und das Gelbe Trikot. Doch nachdem er gestern gestürzt war, wird Chris Froome (Sky) heute wohl eher darauf bedacht sein, sein Gelbes Trikot unbeschadet ins Ziel zu bringen.
22.07.2016Kurz und explosiv(rsn) - Kurz und explosiv, heißt es heute. In den fünf Anstiegen der 19. Etappe wird den Angreifern auf 146 Kilometern unweit des Mont Blanc ein optimales Terrain geboten, um sich auszutoben. Den kr
21.07.2016Puncheure im Vorteil(rsn) - Auf der 18. Etappe hält die Tour eine Überraschung parat: ein Bergzeitfahren. Doch es ist kein klassisches Bergzeitfahren, wie wir es in der Vergangenheit bei der Tour – oder auch in diese
20.07.2016Finale Furioso an der französischen Grenze(rsn) - Nach dem Ruhetag bleibt die Tour noch einen weiteren Tag in der Schweiz. Doch diesmal kommt es knüppeldick. Die Bergankunft in Finhaut-Emosson wird den Fahrern alles abverlangen. Am Ende des
18.07.2016Wunsch-Finale für Cancellara in der Heimatstadt(rsn) - Ein letztes Mal durchschnaufen vor dem großen Finale in den Alpen. Die Tour betritt Schweizer Boden, wo die eidgenössischen Fahrer auf den rund 100 Kilometern durch ihre Heimat besonders mot
17.07.2016Achterbahnfahrt mit Höhepunkt am Grand Colombier(rsn) - Auf der 15. Etappe erwartet die Fahrer ein Profil wie ein Haifischgebiss – es geht den ganzen Tag nur rauf und runter. Ein landschaftliches Spektakel entlang des Jura-Gebirges, das in den La
16.07.2016Aus der Nougatstadt zum Vogelpark(rsn) - Die Bergfahrer werden die Alpen herbeisehnen, doch die 14. Etappe bietet nochmals den Sprintern bzw. den Baroudeuren am Parc des Oiseaux – einem der größten Vogelparks Europas – die Chan
15.07.2016Ein Zeitfahren nicht nur für Zeitfahrer(rsn) - Am Tag nach dem Mont Ventoux wartet auf die Fahrer ein fast 40 Kilometer langes Einzelzeitfahren. Der Parcours ist alles andere als flach und teilweise sehr verwinkelt. In der Gesamtwertung kÃ
14.07.2016Wer erstürmt am 14. Juli den Mont Ventoux?(rsn) - Die Streckenplaner der Tour de France haben sich in diesem Jahr zum französischen Nationalfeiertag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Es wartet ein einzigartiges Spektakel: die Bergankun
13.07.2016Steilvorlage für die Sprinter(rsn) - Die Tour schlängelt sich entlang des Mittelmeers in Richtung Osten. Nach der zweiten Überführungsetappe lauert morgen der legendäre Mont Ventoux. Somit sollten die Sprinter am heutigen Mit
12.07.2016Wer tritt in Revel in Altigs Fußstapfen?(rsn) - Die Strapazen der Pyrenäen und der erste Ruhetag liegen hinter den Fahrern. Der abwechslungsreiche Weg nach Revel lässt Spielraum für mehrere Szenarien im Kampf um den Tagessieg. Die erste
10.07.2016Pyrenäen-Showdown an der ersten Bergankunft(rsn) - Die Organisatoren der Tour de France wollen wohl die Spannung in den Pyrenäen bis zum großen Showdown Stück für Stück steigern. Das gestrige Teilstück hat bereits den einen oder anderen
09.07.2016Pyrenäen-Klassiker zwischen zwei historischen Tour-Städten(rsn) - Mehr als zehnmal schon war diese Etappe so oder in ähnlicher Form Teil einer Frankreich-Rundfahrt, meistens mit dabei: die legendären Anstiege zum Col du Tourmalet und zum Col de Peyresourde
09.01.2026SD Worx verabschiedet sich für 2026 von Grand-Tour-Ambitionen (rsn) – Understatement oder neue Realittät? Danny Stam, Sportdirektor von SD Worx – Protime, hat bei der Präsentation des Teams in Antwerpen angekündigt, dass ein Grand-Tour-Sieg in der kommend
09.01.2026Mit Ritzeln und Kette in Gold: Red Bull präsentiert neues Evenepoel-Rad (rsn) - Unauffällig ist anders. Red Bull - Bora - hansgrohe hat das neue Arbeitsgerät von Remco Evenepoel präsentiert. Und eigentlich können alle Beteiligten nur hoffen, dass der 25-Jährige nicht
09.01.2026Picnic – PostNL setzt voll auf Poole und Bittner (rsn) – Auch nach dem Abgang des Tour-de-France-Vierten Oscar Onley will sich das Team Picnic – PostNL im kommenden Jahr auf Gesamtwertungen konzentrieren. Der 22 Jahre alte Max Poole soll die Rol
09.01.2026Medien: Onley mindestens doppelt so teuer wie Evenepoel (rsn) - Offizielle Bestätigungen gibt es nicht, doch wie mehrere Medien nun berichten, hat Ineos Grenadiers mehr als doppelt so viel Geld auf den Tisch gelegt, um Oscar Onley aus seinem Vertrag bei P
09.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim (rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im
09.01.2026Mit Kool weniger Druck für Pieterse und Kastelijn (rsn) – Das Top-Frauenteam der Gebrüder Philip und Christoph Roodhooft bestach in seinem dritten WorldTour-Jahr vor allem wieder durch eines - die Konstanz der beiden Leistungsträgerinnen Puck Pie
09.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge
09.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan
09.01.2026Eine Reise ins Universum des japanischen Keirin (rsn) – Im Keirin geht es um Olympia-Medaillen. Der sogenannte ´Kampfsprint´ ist in Europa, Australien und Amerika längst angekommen und für spannende Rennen bekannt. Doch in seiner Heimat Japan
08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden (rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr
08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor (rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei