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05.08.2021 | (rsn) – Der 22-jährige Andreas Leknessund (DSM) ist unbestritten eines der größten Talente des Radsports. 2017 beendete er das Jahr als Weltranglistenerster der Junioren. Nur die Heim-Weltmeisterschaft endete damals mit einer Enttäuschung, denn nachdem er im Zeitfahren zur Hälfte auf Medaillenkurs lag, brach er zum Schluss ein und wurde Achter. Nach einem Eingewöhnungsjahr lieferte Leknessund 2019 auch in der U23, 2020 folgte der Wechsel zum norwegischen Zweitdivisionär Uno-X. Nach einer erfolgreichen Saison mit sieben Siegen und dem Europameistertitel im Zeitfahren sicherte sich das deutsche DSM die Dienste des Norwegers. Doch große Erfolge blieben in dieser Saison aus – und außerdem gab es Trennungsgerüchte.
“Da wurden Sachen aus dem Zusammenhang gerissen“, erklärte der U23 Zeitfahr-Europameister gegenüber radsport-news.com. “Ich hatte es schon auf Twitter gesagt. Ich werde beim Team bleiben, ich habe noch einen Vertrag für zwei Jahre“, stellte er klar. “Ich bin glücklich im Team, auch wenn die Resultate dieses Jahr nicht großartig waren“, so Leknessund. Die Erwartungen an einen so jungen Fahrer liegen in dessen ersten Jahr auf höchstem Niveau im Normalfall nicht sehr hoch, beim Rundfahrer aus Tromsö dagegen konnte man aufgrund der Vorschusslorbeeren sofort auf gute Ergebnisse hoffen.
“Ich hatte selbst auch nicht allzu viel erwartet. Ich wollte den Schritt in die WorldTour so gut wie möglich schaffen und mich als Profi entwickeln. Und das habe ich geschafft, ich habe Schritte in verschiedenen Aspekten des Profiradsports gesetzt“, urteilte Leknessund, der bis dato an fünf WorldTour-Rennen teilgenommen hat. “Letztes Jahr war ich noch U23 und ich fuhr in einem ProTeam. Da nahm ich an kleineren Rennen teil und dann ist es natürlich einfacher gute Resultate herauszufahren“, erklärte der Rundfahrer. Dass er inzwischen auf dem richtigen Niveau angekommen ist, bewies er heuer bei der Tour de Suisse, als er sehr offensiv fuhr und mehrfach zu gefallen wusste. “Körperlich bin ich jedenfalls besser geworden und ich habe noch immer viel zu lernen. Wenn die Erfahrung kommt, werden auch die Ergebnisse kommen“, blickte er voraus.
Die guten Resultate könnten nun kommen, denn am Donnerstag tritt er als Lokalmatador beim Arctic Race of Norway für die Norwegische Nationalmannschaft an. “Ich bin hier in Tromsö aufgewachsen, darum ist dieses Rennen etwas ganz Besonderes für mich. Es ist ein Traum für mich, hier fahren zu können. Ich hoffe wirklich zeigen zu können, was ich kann. Und wenn ich gute Beine habe, werde ich bestimmt auch ein paar schöne Resultate erzielen können“, hoffte er. Drei der vier Teilstücke sollten dem Skandinavier entgegenkommen. “Ich erwarte einen schweren und schönen Wettkampf“, freute Leknessund sich auf die Bergankunft und zwei Hügeletappen.
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