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05.12.2020 | (rsn) - "Ich glaube, dass unser Outfit das coolste war im gesamten Feld. Wir waren echt fesch beinand“, grinst der Kärntner, der sowohl das papayafarbene Trikot als auch das in schwarz-rot-orange leuchtende Rad seiner neuen Mannschaft sehr ins Herz schloss, wenn man ihn nach der Saison 2020 fragt. Nach acht Jahren bei Katusha wechselte Marco Haller erstmals in der WorldTour das Team. "Ich hatte riesige Vorfreude auf die Saison, freute mich auf einen frischen Wind", erinnert sich der 29-Jährige.
Doch die Eingewöhnungsphase war nur sehr kurz, da es zum Saisonauftakt für ihn nach Australien ging. Dort stand Haller bei der Tour Down Under zuerst im Helferdienst, ehe er beim Race Torquay und beim Cadel Evans Great Ocean Road Race auf eigene Karte fahren konnte. "Der Saisonstart war nicht ideal, da wir früh mit Rafael Valls unseren nominellen Kapitän verloren. Trotzdem schafften wir es noch mit Hermann Pernsteiner einen Fahrer in die Top Ten zu bringen", so der Kärntner.
Gemeinsam mit seinem österreichischen Landsmann gehörte er dann zu den bestimmenden Figuren des Great Ocean Road Race wurde dort Achter. "Ich hatte dort einen Top Ten Platz angepeilt und war extrem zufrieden, dass es dann auch so gelaufen ist für uns", erklärte der Kärntner, für den es dann zur UAE Tour ging. Dass diese Rundfahrt die letzte für eine längere Zeit sein würde, hätte er sich nicht gedacht.
"Als wir damals um 6:00 Uhr früh geweckt wurden um einen Coronatest zu machen, dachten wir zuerst an 'Versteckte Kamera'. Das war eine völlig neue Situation für uns, wir wussten ja nicht viel von Corona", schilderte der Österreicher, der aber wie die meisten Fahrer die Emirate früh verlassen durfte: "Wenn ich daran denke, dass einige Teams fast 14 Tage dort waren, war ich glücklich, dass wir geplant nach Hause fliegen konnten."
Auch nach der Rückkehr dachte der Bahrain-Profi noch nicht an eine längere Pause: "Es hätte ja jeden Moment wieder losgehen können. Eigentlich war ich für Paris-Nizza noch vorgesehen. Dann hat aber das Team entschieden, dass kein Athlet, der bei der UAE Tour dabei war, bei Paris-Nizza starten wird. Da war unsere Mannschaft extrem vorsichtig." Und nachdem auch die Fernfahrt in Frankreich vorzeitig abgebrochen wurde, ging es für das gesamte Fahrerfeld in den Lockdown.
Große Vorfreude auf die Rennen nach der Coronapause
Über vier Monate fanden keine Radrennen statt. "Ich habe mein Training trotzdem voll durchgezogen, wusste ja nicht, wann es wieder losgeht. Bis zur Tour de France hat es gut gereicht, hinten raus in der Saison ist mir aber die Luft ausgegangen", erzählte der 29-Jährige, dessen Saison bei der Burgos-Rundfahrt Ende Juli neu startete.
"Ich habe mich irrsinnig auf die Rennen gefreut. Wir waren in starker Besetzung vor Ort und sind mit großen Ambitionen reingegangen", so der Österreicher, auf den vor allem Helferdienste in der zweiten Saisonhälfte warteten. Denn mit dem Spanier Mikel Landa wollte sich das Team aus dem Golfstaat vor allem in Richtung der Gesamtwertung der Tour de France orientieren. Um in den Acht-Mann-Kader zu kommen, musste Haller bis zum Schluss um einen Platz kämpfen.
Bei der gut besetzten Wallonie-Rundfahrt zeigte er sich stark und lieferte mit einem siebten Etappenrang im Sprint eines kleineren Feldes mit Sam Bennett (Deceuninck – Quick Step) und Arnaud Demare (Groupama – FDJ) ein gutes Ergebnis mit ab. Das bedeutete, dass er zum fünften Mal in seiner Karriere bei der Tour de France am Start stand.
Zufriedenes Tourresümee
Dort lief es nach Wunsch für Bahrain McLaren. "Das Ergebnis bei der Tour war unglaublich gut", resümierte Haller und bezog sich dabei auf den vierten Rang in der Gesamtwertung von Kapitän Landa, fügte aber an: "Natürlich ist es dann so, dass man gerne auch am Podium gestanden wäre. Aber wir hatten zwei Fahrer in den Top Ten." Der Österreicher selbst landete auf Rang 143 mit einem Rückstand von 5 Stunden und 46 Minuten auf den Sieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates).
"Ich glaube es war die schwierigste Tour für mich. Zum einen von der Topographie her und zum anderen von der Aufgabe im Team. Bei Katusha war ich zumeist mit Sprintern unterwegs. Da sind die Berge Überführungsetappen und damals hatte ich nie Probleme, da ich unter den schnellen Fahrern die Berge noch recht gut verkrafte", erklärte der Österreicher.
Nun ging es aber für seine Mannschaft um das Gesamtklassement und somit änderte sich die Rolle des Kärntners im Vergleich zu den früheren Teilnahmen. Im Sprint gehörte er zu den letzten Fahrern im Wind, diesmal zählte er zu den ersten. "Es ist schon ein cooles Gefühl, wenn du auf den Bergetappen das Feld anführst und hörst, dass die ersten Fahrer abreißen lassen müssen. Aber am Ende leidest du für diese Einsätze. Ich weiß noch, dass ich mich am Col de la Loze in einen Hungerast gefahren habe", so Haller.
Hoffnung auf normale Rennen
Aufgrund der Sicherheits- und Gesundheitsvorsorgen war die Tour de France 2020 eine völlig andere im Vergleich zu den Vorjahren. Nicht nur der Termin im September war anders, auch das Fehlen der Fans am Start- und im Ziel: "Der Mythos ist einfach nicht so herumgesprungen wie früher. Die Stimmung im Startvillage war völlig anders und auch die Zuschauer haben extrem gefehlt. Ich hoffe, dass wir bald wieder eine normale Tour haben werden."
Auch bei den belgischen Klassikern, die Haller danach noch bestritt, vermisste er den Zuspruch von der Straßenseite: "Wenn du den Paterberg hochmusst und niemand danebensteht und dich anfeuert, dann schmerzt der Anstieg einfach doppelt." Für 2021, bei dem Haller erneut für das Team aus dem Golfstaat in die Pedale treten wird, hofft er auf einen einigermaßen normalen Kalender. Seine Mannschaft heißt dann Bahrain Victorious. "Mit dem Namen gehen wir mit einer guten Botschaft voran", grinste der Kärntner, der seine Saison nicht in Australien beginnen kann, was er in den letzten Jahren so gerne tat, da die Rennen 2021 nicht stattfinden werden.
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