U23-Zeitfahrweltmeister gewinnt Prolog der Eneco-Tour

Phinney lässt die großen Namen hinter sich

Von Christoph Adamietz aus Amersfoort

Foto zu dem Text "Phinney lässt die großen Namen hinter sich"
Tyler Phinney (BMC Racing Team) im Prolog zur Eneco-Tour | Foto: ROTH

08.08.2011  |  (rsn) – Die Siegerehrung beim Prolog der Eneco-Tour wurde zur One-Man-Show. Der US-Amerikaner Tyler Phinney (BMC Racing Team) gewann nicht nur das 5,7 lange Zeitfahren durch Amersfoort, sondern übernahm durch seinen ersten Saisonerfolg auch die Führung in der Gesamt-, Sprint-, und der Nachwuchswertung.

„Es war ein langer Weg zu diesem Erfolg, nach meinen Knieproblemen und Stürzen zu Beginn der Saison. Ich könnte nicht glücklicher sein, hier auf der obersten Stufe des Podiums zu stehen“, sagte der 21 Jahre alte Phinney nach dem Rennen zu seinem ersten Profisieg. „Der flache Kurs mit der leicht verwinkelten Streckenführung war perfekt für mich, dazu konnte ich ein paar wirklich große Namen hinter mir lassen.“

Hinter dem US-Talent landete der Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky/+0:07) auf Platz zwei. Der Gesamtsieger von 2009 verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangslage für die diesjährige Austragung. Platz drei ging an den Schotten David Millar (Garmin-Cervélo/+0:09).

Bester Deutscher wurde bei wechselnden Wetterbedingungen Robert Wagner (Leopard-Trek) auf Platz zehn. Der Deutsche Meister war früh im Rennen gestartet und kam als vorerst letzter Fahrer im Trockenen ins Ziel. Sein Bestzeit hatte lange Bestand. „Vielleicht reicht es ja für einen Platz unter den ersten 20 oder 30“, sagte Wagner nach seinem Zeitfahren zu Radsport News. Am Ende waren nur neun Starter schneller.

Nicht dazu gehörte Bert Grabsch (HTC-Highroad). Der Deutsche Zeitfahrmeister ging zwar als Letzter ins Rennen. „Das hatte aber nicht unbedingt damit zu tun, dass ich der stärkste Prologfahrer im Team bin. Ich habe da viel mehr einen Alex Rasmussen auf der Rechnung“, sagte Grabsch vor dem Start zu Radsport News. Damit sollte er Recht behalten. Rasmussen hielt zwischenzeitlich die Bestzeit und beendete den Kampf gegen die Uhr auf Platz vier.Grabsch landete auf Rang 19.

Die Pätze fünf und sechs belegten die beiden Rabobank-Profis Lars Boom und Jos van Emden mit zehn beziehungsweise elf Sekunden Rückstand. Der Belgische Meister Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto) kam hinter dem Neuseeländer Jesse Sergent (RadioShack/+0:12) auf Platz acht. Neunter wurde der Waliser Geraint Thomas (Sky/+0:18).

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