109. Paris-Roubaix

Greipel mit starker Vorstellung in der "Hölle des Nordens"

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André Greipel (Omega Pharma-Lotto) bei Paris-Roubaix Foto: ROTH

11.04.2011  |  (rsn) – Platz 21 bei der ersten Paris-Roubaix-Teilnahme – auch André Greipel (Omega Pharma-Lotto) zeigte sich am Sonntag auf den nordfranzösischen Kopfsteinpflasterstraßen in guter Verfassung. Wie seine Landsleute Timon Seubert (NetApp) und John Degenkolb (HTC-Highroad) auch gelang dem 28 Jahre alten Hürther beim Ritt durch die "Hölle des Nordens" der Sprung in die Gruppe des Tages, in der er sich als Helfer für seinen Kapitän Jürgen Roelandts positionierte, der am Ende im Velodrome von Roubaix Rang 14 belegte.

„Wir haben unser Bestes gegeben. Unser Ziel war es, in der Gruppe des Tages zu sein und Jürgen Roelandts bestens zu unterstützen“, schrieb Greipel auf seiner Website. Als der Belgier rund 70 Kilometer vor dem Ziel zu Greipel und dem Franzosen David Boucher aufschloss, war der Plan aufgegangen. „Ab dem Zeitpunkt haben wir das Tempo gemacht. Leider musste ich die Jungs dann irgendwann ziehen lassen.“

Kurz darauf erhielt der beste deutsche Sprinter noch eine Chance, als nämlich Topfavorit Fabian Cancellara (Leopard-Trek ) und einige weitere Favoriten bei ihrer Jagd auf die Spitzengruppe abgehängte Fahrer in den Schlepptau nahmen – darunter auch Greipel, der dem höllischen Tempo des Schweizers zunächst „gut folgen“ konnte. „Doch kurz vor dem Carrefour de l'Arbre hatte ich einen Platten und somit war der Kampf um eine gute Platzierung gelaufen“, bedauerte der gebürtige Rostocker, der auf Position 21 schließlich zweitbester Deutscher war. „Vielleicht wäre auch mehr drin gewesen, aber Paris-Roubaix mit nur einem Defekt und ohne Sturz zu überstehen, muss man auch erst einmal schaffen, so unberechenbar wie dieses Rennen ist“, lautete die schlussendlich die dann doch positive Bilanz.

Nach einer kleinen Rennpause wird sich Greipel in der zweiten Aprilhälfte wieder auf vertrauterem Terrain bewegen. Bei der Türkei-Rundfahrt (24. April – 1. Mai/2.HC) konnte er im vergangenen Jahr gleich fünf Etappensiege einfahren.

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