Hattrick bei Oberösterreich-Rundfahrt

Rabitsch: “Es lief genau so, wie wir es geplant hatten“

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Rabitsch: “Es lief genau so, wie wir es geplant hatten“"
Dritter Gesamtsieg für Stephan Rabitsch (Felbermayr-Simplon-Wels) | Foto: Reinhard Eisenbauer

17.06.2018  |  (rsn) - Ein perfektes Rennen erlebte das österreichische Continentalteam Felbermayr-Simplon-Wels bei der Oberösterreich-Rundfahrt (UCI 2.2). Mit drei Etappenerfolgen und den Plätzen eins und zwei in der Gesamtwertung beendet die Mannschaft die viertägige Tour quer durch die Heimat des Teams. Der 26-jährige Steirer Stephan Rabitsch brachte sein gelbes Führungstrikot sicher über die 137 Kilometer von Traun nach Ternberg und feierte damit seinen dritten Gesamtsieg in Folge bei diesem Rennen.

"Eine Rundfahrt zu gewinnen ist immer ein geiles Gefühl, vor allem in der Heimat von meinem Team. Danke an die Mannschaft, denn ohne sie wäre das nie gegangen. Es lastete ein unheimlicher Druck auf meinen Schultern, denn diese Tour ist immer wichtig für uns. Aber alles lief genau so, wie wir es geplant hatten", erklärte Rabitsch gegenüber radsport-news.at.

Die 137 Kilometer der letzten Etappe wurden von einem ausreißenden Quartett geprägt. Andreas Graf (Hrinkow Advarics Cycleang), Ivan Martinelli (D'Amico-Utensilnord), Christian Mager (Herrmann Radteam) und Quinten Hermans (Telenet-Fidea-Lions) bildeten die Gruppe des Tages und erreichten die erste Zieldurchfahrt in Ternberg mit einem Vorsprung von einer Minute auf das auf 24 Mann reduzierte Hauptfeld, in dem sich aber alle in der Gesamtwertung topplatzierten Fahrer wiederfanden.

Sechs Schlussrunden um Ternberg zu je zehn Kilometern galt es für das Fahrerfeld noch zu absolvieren. Nach den nächsten beiden Durchfahrten konnte das Quartett seinen Vorsprung sogar auf 1:30 Minuten ausbauen. Jedoch fehlte die Einigkeit bereits etwas, denn der Belgier Hermans nahm sich bei der Tempoarbeit zurück.

Unter der Leitung von Vorarlberg-Santic und Felbermayr-Simplon-Wels begann die Gruppe um den Leader Rabitsch den Abstand zu kontrollieren und in den Runden vier und fünf kam sie um jeweils 30 Sekunden näher heran. In der Schlussrunde erhöhte dann Hermans das Tempo an der Spitze, seine drei Begleiter mussten ihn ziehen lassen und wurden schnell von den nachjagenden Verfolgern gestellt. Vier Sekunden rettete das Cross-Ass der Telenet-Fidea-Lions ins Ziel. Dahinter sprintete sein Teamkollege Lars van der Haar auf Rang zwei vor dem Italiener Emanuele Onesti (D'Amico-Utensilnord).

Als Neunter überquerte der Gesamtsieger Rabitsch den Zielstrich in Ternberg. Mit einem Vorsprung von 22 Sekunden feierte er seinen dritten Rundfahrtssieg in Folge vor seinem Teamkollegen Riccardo Zoidl. Dritter wurde der Schweizer Patrick Schelling vom Team Vorarlberg-Santic. Knapp am Podium vorbei schrammte der Deutsche Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang). Der Niederländer Lars van der Haar, der auf der 3. Etappe das Gelbe Trikot trug, wurde Fünfter.

Resultat 4. Etappe:
1. Quinten Hermans (Telenet-Fidea-Lions) 3:18:46
2. Lars van der Haar (Telenet-Fidea-Lions) + 0:04
3. Emanuele Onesti (D'Amico-Utensilnord) s.t.
4. Matthias Krizek (Felbermayr-Simplon-Wels) s.t.
5. Daniel Savini (Bardiani-CSF) s.t.

Endstand:
1. Stephan Rabitsch (Felbermayr-Simplon-Wels) 10:24:52
2. Riccardo Zoidl (Felbermayr-Simplon-Wels) + 0:22
3. Patrick Schelling (Vorarlberg-Santic) + 0:26
4. Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) + 0:35
5. Lars van der Haar (Telenet-Fidea-Lions) + 0:47

Weitere Radsportnachrichten

13.01.2026Toursiegerin Ferrand-Prévot will 2026 noch mehr gewinnen

(rsn) - Pauline Ferrand-Prévot hat die Titelverteidigung bei der Tour de France Femmes als großes Saisonziel ausgegeben. Auf dem Weg dorthin absolviert die Französin ein im Vergleich zu 2025 abgesp

13.01.2026Van Aert will vom “Omloop bis Paris-Roubaix in Bestform sein“

(rsn) – Keine zwei Wochen nach seinem Knöchelbruch, den er sich beim Zilvermeecross zugezogen hatte, ist Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) wieder zurück auf dem Rad und trainiert derzeit mit

13.01.2026Jorgenson zielt voll auf die Ardennen und lässt das Pflaster aus

(rsn) – Matteo Jorgenson wird trotz seiner dort sehr starken Auftritte in den vergangenen drei Jahren in der neuen Saison einen Bogen um die flämischen Kopfsteinpflasterklassiker machen und seinen

13.01.2026Brennan startet bei Tour Down Under in ein Jahr mit illustrem Kalender

(rsn) – Wenn in der kommenden Woche mit der Tour Down Under die WorldTour-Saison 2026 beginnt, wird sofort ein junger Mann im Fokus stehen, der der große Shootingstar des Radsportjahres 2025 war: M

13.01.2026Vingegaard: “Glaube, dass ich nach Giro bei Tour noch besser sein kann“

(rsn) – Jonas Vingegaard hat im Rahmen der Teampräsentation von Visma – Lease a Bike am Dienstag in La Nucia in der Nähe von Calpe an der spanischen Costa Blanca offiziell bestätigt, worüber i

13.01.2026Valencia-Rundfahrt: Erstmals seit 2021 wieder mit Einzelzeitfahren

(rsn) – Erstmals seit fünf Jahren wird die Valencia-Rundfahrt (2.Pro) wieder ein Einzelzeitfahren im Programm haben. Wie die Organisatoren des fünftägigen Etappenrennens durch Südspanien ankünd

13.01.2026Bourlat nach Fusion: “Wir sind jetzt finanziell besser aufgestellt“

(rsn) – Mit 30 Fahrern wird das fusionierte Team Lotto – Intermarché in die Saison 2026 starten. Mit dabei sind auch die beiden Deutschen Jonas Rutsch und Georg Zimmermann, die am Montag am Medie

13.01.2026Mit “Underdog Spirit“ in eine sorgenfreie Saison?

(rsn) – Eine sportlich mittelprächtige Saison mit einigen Nebengeräuschen liegt hinter Jayco – AlUla. 19 Siege – darunter immerhin auch drei Grand-Tour-Etappen und vier weitere Erfolge auf der

13.01.2026Van Kerckhove wird 2027 Profi bei Visma – Lease a Bike

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

12.01.2026Almeida: “Ziel ist es, den Giro zu gewinnen“

(rsn) – Joao Almeida nimmt im Jahr 2026 den Giro d’Italia als alleiniger Kapitän der UAE – Emirates – XRG-Mannschaft in Angriff. Im Interview mit der italienischen Tageszeitung Gazzetta dell

12.01.2026Zehn Tage nach Fuß-Fraktur: Van Aert trainiert wieder

(rsn) - Zehn Tage nach seinem Sturz beim Zilvermeercross, bei dem er sich den Knöchel verstauchte und auch eine kleine Fraktur am Fuß zugezogen hat, trainierte Wout van Aert (Visma - Lease a Bike)

12.01.2026Mit Königstransfers zurück zu alter Stärke?

(rsn) – Die größte Veränderung bei den Ineos Grenadiers zwischen den Saisons 2025 und 2026 geschah auf der Ebene des Managements: Geraint Thomas war 16 Jahre Rennfahrer im Team, gewann die Tour d

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Vuelta al Táchira en (2.2, VEN)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)