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Quinziato rettet in Geraardsbergen BMC-Bilanz

Wellens zweiter Eneco-Triumph gerät nicht mehr in Gefahr

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Wellens zweiter Eneco-Triumph gerät nicht mehr in Gefahr"
Tim Wellens (Lotto Soudal) gewinnt die 11. Eneco-Tour. | Foto: Cor Vos

16.08.2015  |  (rsn) - Nach einem für ihn enttäuschend verlaufenden Tour de France-Debüt hat sich Tim Wellens (Lotto Soudal) bei der Eneco-Tour rehabilitiert und seinen Gesamtsieg aus dem Vorjahr wiederholt. Auf der 194 Kilometer langen Schlussetappe von Sint Pieters Leeuw hinauf zur Mauer von Geraardsbergen reichte dem Belgier ein Platz in der Favoritengruppe, nachdem er sich am Samstag durch seinen Solosieg ein ordentliches Zeitpolster auf die Konkurrenz herausgefahren hatte.

„Vor Etappenbeginn war ich mir noch gar nicht sicher, ob ich wieder die Rundfahrt gewinnen könnte, denn ich hatte noch etwas Angst vor einem Angriff von Van Avermaet oder Gilbert. Zum Glück ist der ausgeblieben", sagte Wellens, für den der Schlüssel zum Erfolg sein gutes Zeitfahren am Donnerstag in Hoogerheide war.

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„Vor der Eneco-Tour war ich noch etwas unsicher, was meine Form betrifft. Aber ab dem Zeitfahren merkte ich, dass ich gute hatte und es hat mir große Freude gemacht, Rad zu fahren. Ich bin sehr glücklich, dieses WorldTour-Rennen erneut gewonnen zu haben", sagte der 24-Jährige, der nach sieben Etappen 59 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Greg Van Avermaet (BMC) und 1:17 Minuten auf den Niederländer Wilco Kelderman (LottoNL-Jumbo) hatte.

Den erfolgreichen Auftritt des belgischen Lotto Soudal-Teams rundete der Hürther André Greipel ab, der in Breda einen Etappensieg feierte und auch die Punktewertung gewann.

Für das BMC-Team, das auf den beiden Schlüsseletappen am Freitag und Samstag nicht wie erhofft zuschlagen, rettete der Italiener Manuel Quinziato die Bilanz. Der 35-jährige Routinier gewann am Sonntag die Mini-Version der Flandern-Rundfahrt aus einer Ausreißergruppe heraus mit drei Sekunden Vorsprung vor dem Belgier Björn Leukemans (Wanty-Groupe Gobert) und acht Sekunden vor dessen Landsmann Yves Lampaert (Etixx-Quick Step).

„Ich hatte einen kleinen Vorsprung auf meine beiden Begleiter, aber ich war auch am Limit. 500 Meter vor dem Ziel sah ich, dass sie näher kamen. Da dachte ich mir nur. `Entweder du gewinnst, oder du stirbst.` Ich bin natürlich glücklich, dass ich gewonnen habe“, sagte Quinziato nach seinem ersten Einzelsieg seit über sieben Jahren. Zugleich war es sein zweiter Erfolg bei der Eneco-Tour, nachdem er 2006 eine Etappe in Sittard gewann.

Tour-Etappengewinner Van Avermaet belegte mit 38 Sekunden am Ende Rang vier und konnte noch vier bedeutungslose Sekunden auf Wellens gut machen. In derselben Gruppe wie der Titelverteidiger erreichte auch Nikias Arndt (Giant-Alpecin) als Dreizehnter das Ziel und wurde in der Gesamtwertung auf Platz 14 bester Deutscher. Hinter ihm folgten der Schweizer Reto Hollenstein (IAM) und sein österreichischer Teamkollege Georg Preidler auf den Rängen 15 und 16.

Zum Finale bestimmte über weite Strecken eine 14 Fahrer starke Spitzengruppe das Geschehen, in der auch die beiden Deutschen Nico Denz (Ag2r) und Rüdiger Selig (Katusha), Preidler sowie Quinziato, Leukemans und Lampaert dabei waren. Knapp 50 Kilometer vor dem Ziel zogen die drei Letztgenannten davon und machten den Sieg schließlich unter sich aus.

Den holte sich schließlich Quinziatio mit einer Attacke auf den letzten sechs Kilometern, in deren Folge er sich einen Vorsprung von bis zu 25 Sekunden herausfahren können. Der Abstand schrumpfte dann zwar nochmals deutlich,  doch Leukemans und Lampaert schafften es nicht mehr, zum Italiener aufzuschließen.


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