Sportdirektor Piva mit Sonderlob für Rick Zabel

Eneco-Tour: BMC will keine Geschenke mehr machen

Von Christoph Adamietz aus Houffalize

Foto zu dem Text "Eneco-Tour: BMC will keine Geschenke mehr machen"
Philippe Gilbert und Greg Van Avermaet (beide BMC) auf der 5. Etappe der Eneco-Tour | Foto: Cor Vos

15.08.2015  |  (rsn) - Tolle Arbeit von Rick Zabel, wodurch das Feld deutlich verkleinert wurde, dazu gewannen die Kapitäne Philippe Gilbert und Greg Van Avermaet am Goldenen Kilometer zwei beziehungsweise eine Bonussekunde - bis 20 Kilometer vor dem Ziel lief für das BMC-Team auf der 5. Etappe der Eneco-Tour alles nach Plan.

Doch als André Greipel (Lotto Soudal) am vorletzten Anstieg seine Attacke lancierte und die Klassementfahrer Tim Wellens (Lotto Soudal) und Wilco Kelderman (LottoNL-Jumbo) aufschlossen, war von Gilbert und Van Avermaet nichts mehr zu sehen. „Unser Fehler war, dass wir bei dieser entscheidenden Attacke keinen Fahrer dabei hatten. Damit sind wir sicherlich nicht glücklich", sagte der Sportliche Leiter Valerio Piva am Start der 6. Etappe zu radsport-news.com.

Da die BMC-Kapitäne den Schaden noch in Grenzen halten konnten, nur einige Sekunden hinter der Wellens/Kelderman-Gruppe das Ziel erreichten und in der Gesamtwertung Van Avermaet (+0:26), Manuel Quinziato und Gilbert (je +0:29) die Plätze sieben bis neun belegen, ist Pivas Team noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. „Unser Ziel war bei dem regnerischen Wetter unsere Leute heil durchzubringen und keine Zeit zu verlieren. Jetzt waren es 18 Sekunden. So ist der Radsport und der Rückstand ist kein großes Problem", nahm es der Italiener locker.

Denn Piva weiß, dass am Samstag bei der Mini-Version von Lüttich-Bastogne-Lüttich Gilbert alle Chancen hat und am Sonntag zum großen Finale an der Mauer von Geraardsbeergen die Stunde von Van Avermaet schlagen könnte. „Wir wollen es besser als am Freitag machen. Wir werden keine Geschenke machen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, Zeit zurück zu gewinnen, werden wir sie nutzen. Unser Hauptziel ist zunächst mal ein Etappensieg, und damit verbunden sind ja auch Zeitbonifikationen", meinte der Sportliche Leiter, der auf die personelle Übermacht setzt. „Ich denke unser großer Vorteil ist, dass wir noch zwei starke Fahrer für die Gesamtwertung im Rennen haben. Wir werden sicher etwas probieren."

Ein Sonderlob hielt Piva übrigens für Rick Zabel parat. „Er war großartig. Er hat die große Selektion herbeigeführt. Als er Tempo machte, ist das Feld in viele Teile auseinander gerissen. Ich bin mit seiner Arbeit sehr glücklich", kommentierte er Zabels Auftritt im Finale der 5. Etappe.

 

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