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11.04.2014 | (rsn) - Die Rennen hier scheinen immer gleich abzulaufen. Es folgt einfach Attacke auf Attacke – jeden Tag. Am ersten Berg des Tages ging es mir richtig schlecht, so dass ich in der dritten Gruppe über den Gipfel kam und mir einige Sorgen machte.
Meine Teamkollegen von Bike Aid waren aber alle bei mir und haben mich erst in die zweite und dann in die erste Gruppe geführt. Dort angekommen, ging es gleich wieder mit den Attacken los. Zum Glück war ich dieses Mal aber aufgewärmt und schaffte den Sprung in eine 35 Fahrer starke Spitzengruppe.
Nicht dabei war das Gelbe Trikot – das kam einem doch irgendwie bekannt vor, oder? Der arme Kerl war komplett auseinander gefahren worden und völlig entkräftet. Für mich lief alles gut, bis wir 30 Kilometer vor dem Ziel eine Abfahrt runter knallten.
Meine Abfahrtsfähigkeiten sind nicht die allerbesten, aber da ich auf einem geliehenen Rad der Libyer, das eigentlich auch zu klein ist für mich, saß, ging es für mich bergab noch schlechter.
Am Ende der Abfahrt hatte sich die Spitzengruppe in zwei Teile geteilt und ich durfte dann die restlichen Kilometer bis ins Ziel in der zweiten Gruppe schön mitführen und versuchen, unseren Rückstand von 20 Sekunden wieder zuzufahren. Leider ist es uns nicht gelungen und wir kamen mit 34 Sekunden Rückstand ins Ziel, was aber auch nicht so schlecht ist. Das Gelbe Trikot erreichte zum Beispiel mit 20 Minuten Rückstand das Ziel.
Wir befinden uns hier noch immer in der Wüste, deutlich über dem Meeresspiegel. Das bedeutet, dass alle Fahrer beim Atmen Probleme haben, viele haben Husten wegen der trockenen Luft.
Auf der 8. Etappe geht es zum letzten Mal richtig berghoch, von 1400 Metern auf 2200 Meter Höhe, aber danach geht es in Richtung Ziel wieder runter auf 500 Meter. Ich hoffe, dass ich mit meinem Leihrad auf den Abfahrten besser zurecht komme, sonst wird es nichts damit, meinen fünften Gesamtrang zu verteidigen.
Ciao
Euer Dan
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