Vorteile gegenüber Teide oder Sierra Nevada

Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile"
Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5) fliegt ins Trainingslager nach Súdamerika. | Foto: Cor Vos

07.01.2026  |  (rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhnlich. Tom Pidcock “überwintert“ sowohl mit seinen beiden Landsmännern Thomas Gloag und Fred Wright sowie den drei Belgiern Brent Van Moer, Xandro Meurisse und Quinten Hermans als auch dem Schweizer Fabio Christen in Chile.

Kurt Bogaerts, Sportlicher Leiter beim Schweizer Zweitligisten, erklärte gegenüber Sporza, dass die Fahrer selbst entscheiden durften, ob sie die ungewöhnliche Reise antreten wollen. “Tom (Pidcock) war der erste, der sich gemeldet hat. Später hat er uns sogar noch angespornt, damit das Trainingslager auch wirklich stattfindet.

Doch warum werden die sieben Fahrer, zwei Sportlichen Leiter, ein Trainer, drei Versorger, zwei Mechaniker, ein Ernährungswissenschaftler und ein Koch überhaupt um den halben Globus geflogen? “Die meisten Teams fahren zum Höhentrainingslager in die Sierra Nevada oder nach Teneriffa. Aber in der Sierra Nevada ist in diesem Winter enorm viel Schnee gefallen. Dann muss man jeden Tag erst mal ins Tal fahren – und das macht auch nicht glücklich“, berichtete der Belgier.

Auch für den Teide-Nationalpark auf Teneriffa sieht Bogaerts einen Nachteil. “Die Fahrer kennen den Teide auswendig. Man muss immer den gleichen Anstieg nach oben klettern. Das macht es mental schwer“, erklärte er. Eintönigkeit und Schnee sind in Chile kein Problem. “Das Wetter ist da schön und die Umgebung ist es auch“, urteilte er.

Doch die Abwechslung ist teuer. “Aber es ist eine verantwortungsbewusste und wohlüberlegte Entscheidung. Wir werden in vier Appartementen schlafen, eines davon wird als Küche eingerichtet“, erzählte Bogaerts, der in den vier Stunden Zeitverschiebung kein Problem sah: “Das wird schon nicht so schlimm. Am 5. Februar sind wir wieder in Europa. Danach haben wir noch zehn Tage, bevor die Fahrer zur Murcia-Rundfahrt, der Figueira Champions Classic, der Ruta del Sol oder zur Algarve-Rundfahrt ausschwärmen", blickte er voraus.

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