34. Bayern-Rundfahrt: Ciolek wird Vierter in Mühldorf

Rasmussen triumphiert nach einem „furchtbaren Tag"

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Alex Rasmussen (Garmin-Sharp) gewinnt den Auftakt der 34. Bayern-Rundfahrt. | Foto: ROTH

22.05.2013  |  (rsn) – Alex Rasmussen (Garmin-Sharp) hat den Auftakt der 34. Bayern-Rundfahrt gewonnen. Der 28 Jahre alte Däne entschied am Dienstag die 1. Etappe über 193,1 Kilometer von Pfaffenhofen nach Mühldorf im Sprint vor dem Briten Ben Swift (Sky) und dem Spanier Juan José Lobato (Euskaltel-Euskadi) für sich und feierte seinen ersten Saisonsieg.

Als bester Deutscher kam Mailand-San Remo-Gewinner Gerald Ciolek (MTN-Qhubeka) auf den vierten Platz vor dem Italiener Davide Cimolai (Lampre-Merida) und seinen Landsleuten Nikias Arndt (Argos-Shimano) und Andreas Schillinger (NetApp-Endura). Geraint Thomas (Sky), Gesamtsieger von 2011 wurde Achter.

Rasmussen, der erst im März aus einer Sperre wegen Verstoßes gegen die Meldepflichten zurückgekehrt war, ist erster Träger des Gelben Trikots des Gesamtführenden. Henning Bommel (Rad Net Rose) führt die Punktewertung an, Grischa Janorschke (Abus Nutrixxion) eroberte das Bergtrikot. Cimolai ist Spitzenreiter in der Nachwuchswertung.

„Das war ein furchtbarer Tag heute. Es gab Seitenwind und Regen den ganzen Tag lang. Es war einfach einer dieser Tage die niemals enden wollen“, bilanzierte Rasmussen im Ziel. „Aber als wir auf den Zielkurs gekommen sind, habe ich meine Motivation wiedergefunden, mich auf das Finale zu konzentrieren und ich hatte großartige Beine und dann habe ich gewonnen - das war perfekt“ Dabei half dem Garmin-Sprinter auch die Streckenkenntnis, wie er anfügte: „ Ich kannte das Finale, ich war ja schon 2009 dabei, deshalb habe ich nicht wirklich erwartet, dass ich heute vorne sein werde, aber als ich auf die letzte Runde kam, hatte ich wirklich richtig gute Beine.“

„Das war ein harter Tag für alle Fahrer. Unter diesen Umständen macht es nicht so viel Spaß, Radrennen zu fahren”, teilte der viertplatzierte Ciolek Rasmussens Einschätzung. „Auf den letzten 100 Metern hat mir ein bisschen die Kraft gefehlt. Bis zum letzten Wochenende war ich leicht erkältet, aber eigentlich lief es für mich ganz gut heute und ich bin zuversichtlich für die kommenden Etappen.“

Die verregnete 1. Etappe in Bayern bestimmten über 160 Kilometer hinweg vier Ausreißer: Die drei Deutschen Henning Bommel (Rad Net Rose), Grischa Janorschke (Abus Nutrixxion) und Alexander Grad (Heizomat) lösten sich schon früh gemeinsam mit dem Spanier Javier Megias (Novo Nordisk) aus dem Feld und fuhren unter starken Regenschauern bei hohem Tempo einen Maximalvorsprung von elf Minuten heraus.

Erst nach gut 100 Kilometern wurden im Feld die Zügel angezogen – dann aber kräftig. In erster Linie waren es die Teams Sky, Blanco, FDJ und MTN Qhubeka, die bei teils starkem Seitenwind für die Nachführarbeit verantwortlich zeigten. In der Folge schmolz der Vorsprung der Vier schnell zusammen.

Auf den beiden Zielrunden in Mühldorf hielt Janorschke am längsten durch, während seine drei Begleiter rund 15 Kilometer vor dem Ziel die Segel strichen. Auch dem Altenkunstädter nutzte aber alle Gegenwehr nichts - kurz nachdem er bei der vorletzten Zieldruchfahrt den letzten Zwischensprint des Tages für sich entschieden hatte, wurde Janorschke eingangs der letzten Runde gestellt.

Auch wenn sich in Mühldorf auf dem Rundkurs mit dem bis zu 14 Prozent steilen Stich hinauf zum Stadtberg noch ein veritables Hindernis den Fahrern in den Weg stellte, hielten die Sprintermannschaften das Haupfeld zusammen und im Sprint konnte sich Rasmussen schließlich durchsetzen.

Zwar landete kein Deutscher auf dem Tagespodium, doch die heimischen Fahrer gingen nicht ganz leer aus: Bommel trägt am morgigen Dienstag das Trikot des besten Sprinters, Janorschke das des besten Bergfahrers.

„Unsere Gruppe stand ja relativ früh und wir haben gut harmoniert. Da war für mich dann schnell klar, dass ich versuche über die Sprintwertungen das Trikot zu bekommen und das hat am Ende geklappt. Aber es war verdammt hart“, sagte der 29-jährige Bommel, der als erster Fahrer aus der Spitzengruppe zurückgefallen war, aber zwischenzeitlich nochmals den Anschluss geschafft hatte.

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