Zwiehoff verlassen die Kräfte auf den letzten Metern

Double siegt bei Bergankunft und steht vor Gewinn der Tour of Guangxi

Von Sebastian Lindner

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Paul Double gewinnt die Bergankunft der Tour of Guangxi. | Foto: Cor Vos

18.10.2025  |  (rsn) – Paul Double (Jayco – AlUla) steht nach einem Solosieg auf der 5. Etappe der Tour of Guangxi (2.UWT) vor dem Gewinn der Rundfahrt. Der Brite setzte sich eingangs des vier Kilometer langen Schlussanstieges hinauf zum Aussichtspunkt Nongla zunächst mit Ben Zwiehoff (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Mikkel Honoré (EF Education – EasyPost) aus dem Feld ab. Den letzten Kilometer nahm er dann allein in Angriff und fuhr so zu seinem vierten Sieg als Profi – alle eingesammelt in dieser Saison. Double übernahm damit auch das Trikot des Gesamtführenden.

Neun Sekunden Vorsprung arbeitete sich der 29-Jährige auf Victor Lafay (Decathlon – AG2R) heraus, der auf den letzten Metern noch an Honoré vorbeizog. Der Däne führte als Dritter elf Sekunden hinter dem Sieger die nächste Gruppe mit Jurgen Nordhagen, Cian Uijtdebroeks (beide Visma – Lease a Bike) und Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG) ins Ziel. Mit 19 Sekunden Rückstand wurde Zwiehoff Tagesachter.

Die Reihenfolge in der Gesamtwertung entspricht nicht ganz der des Ergebnisses der Königsetappe. Double führt dort mit 15 Sekunden vor Lafay. Dritter, eine weitere dahinter, ist aber Narvaez, der an den Vortagen einige Bonussekunden eingefahren hatte und nun davon profitiert. Zwiehoff als bester Deutscher rutscht dort noch einen Platz nach hinten und ist Neunter.

Auch ohne weitere Zähler für sein Konto verteidigte der bisherige Seriensieger Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) problemlos seine Führung in der Punktewertung. Simon Guglielmi (Arkéa - B&B Hotels) bleibt nach einem erneuten Ausreißversuch Führender der Bergwertung. Die war ihm auch ohne den erneuten Tag in der Fluchtgruppe nur noch theoretisch zu nehmen, doch der Franzose betreibt weiter Eigenwerbung, muss er sich nach dem Aus für Arkéa doch noch um einen neuen Job kümmern. Bester Nachwuchsprofi ist Nordhagen - zeitgleich vor seinem Teamkollegen Uijtdebroeks.

So lief die 5. Etappe de Tour of Guangxi:

Ohne Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), der mit Magenproblemen nicht mehr starten konnte, gingen noch 125 Fahrer an den Start. Fünf davon suchten unmittelbar nach Kilometer 0 das Weite. Zu Dauer-Ausreißer Guglielmi gesellten sich noch Ryan Gibbons (Lidl – Trek), der im Laufe der Rundfahrt auch schon mal vor dem Feld unterwegs war, Tom Paquot (Intermarché – Wanty), Mathias Norsgaard (Movistar), Enzo Leijnse (Picnic – PostNL) und Haoyu Su (XDS – Astana).

Knapp drei Minuten wurden dem Quintett maximal zugesprochen. Paquot sicherte sich nach 60 Kilometern sechs Sprintpunkte und drei Bonussekunden, Guglielmi nach 117 drei Punkte für sein Bergtrikot. Der Franzose machte es danach wie schon zuletzt und wartete 42 Kilometer vor dem Ziel auf das Feld, während die vier anderen weitermachten.

23 Kilometer vor dem Ziel erreichten sie den zweiten Zwischensprint, den Su für sich entschied. In der Anfahrt zum Schlussanstieg schwanden die Sekunden unter der Tempoarbeit von UAE und Ineos dann aber. Eine knappe Minute blieb letztlich für den vier Kilometer langen Schlussanstieg.

Das Profil der 5. Etappe der Tour of Guangxi | Grafik: Veranstalter

Gibbons und Su schüttelten ihre einstigen Begleiter relativ zügig ab, kurz darauf ließ der Chinese für ein finales Hurra auch den Südafrikaner stehen. In dem Moment war aber auch das Feld ran. Zwiehoff, Double und Honoré, in die sich Gibbons nochmal kurz einklinkte, bildeten die neue Spitzengruppe und nahmen ein paar Sekunden mit auf den letzten Kilometer.

Dort versuchte sich Double von den anderen beiden zu lösen und schaffte das auch. Von hinten kam noch Jan Christen (UAE – Emirates – XRG) zu den beiden Verfolgern nach vorne gefahren, doch Double war nicht mehr einzuholen. Zwiehoff hingegen gingen auf den letzten Metern die Beine auf und auch Christen konnte sich nicht behaupten. Honoré hingegen musste nur noch Lafay an sich vorbeiziehen lassen und kam als Dritter in einer Gruppe mit Nordhagen und Uijtdebroeks sowie Narvaez elf Sekunden hinter dem Sieger an. Zwiehoff rettete sich noch auf Rang acht.

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