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14.09.2016 | (rsn) – Beim heute anstehenden GP de Wallonie (1.1) wollen die Gastgeber ihre Serie aus den vergangenen Jahren fortsetzen. Bei dem 205,5 Kilometer langen Eintagesrennen durch den frankophonen Teil Belgiens hatten die heimischen Fahrer in den vergangenen fünf Jahren gleich viermal Grund zum Jubel.
Am Start in Beaufays südlich von Lüttich stehen Fahrer aus 18 Teams: fünf WorldTour-Mannschaften, sechs aus der zweiten Liga sowie sieben Continental-Teams. Zur 56. Auflage gemeldet hat auch der Zweitdivisionär Stölting aus Deutschland.
Die Strecke: Der Parcours des GP de Wallonnie führt über hügeliges Klassikerterrain und weist insgesamt sieben kategorisierte Anstiege auf: drei auf den ersten rund 60 Kilometern, die restlichen vier im anspruchsvollen Finale, das 45 Kilometer vor dem Ziel eingeläutet wird. Die Entscheidung wird wieder im rund zwei Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zur berühmten Zitadelle von Namur fallen, wo die sprintstarken Klassikerspezialisten den Sieg unter sich ausmachen werden.
Die Favoriten: In Abwesenheit von Titelverteidiger Jens Debusschere (Lotto Soudal) gilt der letztjährige Zweite Jan Bakelants (Ag2R) als Top-Favorit – auch wenn der Belgier diesmal nur vier statt sieben möglicher Helfer an seiner Seite weiß. Doch Bakelants ist nicht nur das Profil wie auf den Leib geschnitten, der 30-Jährige landete in den vergangenen vier Jahren immer unter den besten Fünf und gewann das Traditionsrennen durch seine Heimat im Jahr 2013 sogar. Nach einer gelungenen Vuelta-Vorstellung, wo er zwei siebte Etappenplätze einfuhr und im Schlussklassement auf Rang 17 landete, will Bakelants nun eine erfolgreiche Herbstkampagne starten.
Dem Ag2R-Routinier den Sieg streitig machen wollen die beiden Franzosen Tony Gallopin (Lotto Soudal) und Christophe Laporte (Cofidis). Gallopin musste sich vor zwei Jahren lediglich Greg Van Avermaet geschlagen geben, Laporte wurde 2015 Dritter in Namur. Zum Favoritenkreis zählen zudem die Belgier Tim Wellens (Lotto Soudal), Jerome Baugnies (Wanty-Groupe Gobert) und Julien Vermote (Etixx-Quick-Step) sowie der erfahrene Niederländer Pieter Weening (Roompot).
Für eine Spitzenplatzierung des Teams Stölting könnte am ehesten der Däne Rasmus Guldhammer sorgen, aber auch dem Münsteraner Fabian Wegmann müsste die Strecke mit ihren kurzen, aber knackigen Anstiegen entgegenkommen. Für einen dritten deutschen Sieg nach Udo Bölts (1998) und Paul Martens (2010) wird es aber sicher nicht reichen.
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