Auftaktsieg nach langer Verletzungspause

Hofland mit Traum-Comeback bei Tour of Utah

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Moreno Hofland (Belkin) freut sich über seinen Sieg bei der Tour of Utah. | Foto: Cor Vos

05.08.2014  |  (rsn) - Moreno Hofland (Belkin) ist zum Auftakt der Tour of Utah (Kat. 2.1) ein Traum-Comeback gelungen. Im ersten Rennen nach einer zehnwöchigen Verletzungspause glückte dem Niederländer gleich ein Sieg. Der 22-jährige Hofland setzte sich auf der 1. Etappe nach 183 Kilometern rund um Cedar City im Sprint vor dem Slowenen Jure Kocjan (Team Smartstop) und dem Italiener Andrea Palini (Lampre-Merida) durch.

„Ich war schon zuversichtlich, weil es im Training gut für mich lief, aber ein Rennen ist halt doch noch mal was anderes. Ich war so nervös wie bei meinem ersten Saisoneinsatz“, kommentierte Hofland seinen Sieg.

Auf den Plätzen vier und fünf folgten die beiden US-Amerikaner Eric Young (Optum) und Kiel Reijnen (UnitedHealthcare). Der Schweizer Danilo Wyss (BMC) wurde Sechster, dahinter landete sein deutscher Teamkollegen Rick Zabel auf Rang sieben.

Mit seinem vierten Saisonsieg übernahm Hofland, der seinen bisher letzten Einsatz im Mai bei der Kalifornien-Rundfahrt hatte, auch die Führung in der Gesamtwertung mit vier Sekunden Vorsprung auf Kocjan und sechs auf Palini. Wyss und Zabel belegen mit je zehn Sekunden Rückstand die Plätze sechs und sieben.

Die Ausreißergruppe des Tages bildete sich schon nach wenigen Kilometern und bekam vom Feld, in dem Belkin die Kontrolle übernahm, knapp vier Minuten an Vorsprung zugestanden. An der zweiten und letzten Bergwertung des Tages in knapp 3.000 Metern Höhe betrug der Abstand zwischen Jonny Clarke (UnitedHealthcare), Adam Phelan (Drapac), Robin Carpenter (Hincapie Sportswear), Tom Soladay (Optum) und Stephen Leece Jamis-Hagen zum Feld noch rund zwei Minuten, doch in der folgenden Abfahrt schloss das Feld schon fast zur Spitze auf und auf der zweiten von drei Zielrunden in Cedar City war es um die Ausreißer geschehen.

Im Finale spannte sich der frühere Deutsche Meister Robert Wagner vor seinen Teamkollegen Hofland und bereitete ihm mustergültig den Sprint vor. „Robert hat mich an zweiter Stelle in die letzte Ecke pilotiert, das war eine ideale Situation. Er hat bis 200 Meter vor dem Ziel den Sprint angezogen und dann musste ich den Rest selbst erledigen, was ziemlich gut funktioniert hat“, freute sich Hofland, der zwar ankündigte, das Gelbe Trikot „so lange wie möglich zu verteidigen“.

Aber schon auf der heutigen 2. Etappe, die über 3.000 Höhenmeter bereithält, dürfte es dem Sprinter schwer fallen, seine Führungsposition zu behaupten. Allerdings wird es nicht unmöglich sein, entschied im vergangenen Jahr Michael Matthews (Orica-GreenEdge) doch die gleiche Etappe im Massensprint für sich.

So oder so befindet sich Belkin in einer komfortablen Situation: Sollte Hofland abgehängt werden, wird das Team auf Wilco Kelderman setzen, einen der Favoriten auf den Gesamtsieg.

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