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06.04.2014 | (rsn) - Ellen Van Dijk (Boels-Dolmans) hat in Oudenaarde die Nachfolge ihrer Landsfrau Marianne Vos (Rabobank Liv) angetreten. In Abwesenheit der Titelverteidigerin siegte die niederländische Zeitfahr-Weltmeisterin bei der 11. Flandern-Rundfahrt der Frauen nach 135,5 Kilometern als Solistin vor ihrer Teamkollegin Elizabeth Armitstead aus Großbritannien und der Schwedin Emma Johansson (Orica-AIS) sowie Elisa Longo Borghini (Hitec Products) aus Italien.
„Ich kann es kaum glauben, dass ich hier gewonnen habe“, kommentierte Van Dijk ihren Erfolg, und die Zweitplatzierte Armitstead sagte: „Es freut mich sehr, dass sie gewonnen hat. So schön ist Radsport - wir sind ein Team.“ Die Britin hatte bei ihrem Sieg zum Weltcup-Auftakt im niederländischen Drenthe stark von Van Dijks Arbeit profitiert und freute sich nun, dass ihre Teamkollegin dafür belohnt wurde.
Als beste Deutsche kam Landesmeisterin Trixi Worrack (Specialized-lululemon) 1:21 Minute nach Van Dijk auf den 15. Platz, Charlotte Becker (Wiggle-Honda) wurde zeitgleich 16. und Claudia Häusler (Giant-Shimano) belegte mit 2:33 Minuten Rückstand Platz 30. Lisa Brennauer (Specialized-lululemon) und Romy Kasper (Boels-Dolmans) erreichten das Ziel mit jeweils 5:01 Minuten Rückstand auf den Plätzen 35 und 39. Anna-Bianca Schnitzmeier (Wiggle-Honda) beendete das Rennen vorzeitig.
Auf dem Weg zum Sieg beim prestigeträchtigsten Eintagesrennen des Frauen-Kalenders spielte Van Dijk ihre Zeitfahr-Stärke ideal aus. 27 Kilometer vor dem Ziel setzte sie die entscheidende Attacke und baute ihren Vorsprung anschließend im besten Zeitfahrer-Stil kontinuierlich aus. Kurz nach Van Dijk hatten auch Tiffany Cromwell (Specialized-lululemon) und Lucinda Brand (Rabobank-Liv) es mit einer Attacke versucht, doch beide wurden knapp fünf Kilometer später wieder eingeholt.
Zwar nahmen Johansson und Longo Borghini mit Van Dijks Teamkollegin Armitstead im Schlepptau im Finale die Verfolgung auf, doch gegne die Zeitfahr-Weltmeisterin war auf den 13 flachen Kilometern vom Paterberg nach Oudenaarde kein Kraut gewachsen. Dort baute die 26-Jährige ihren Vorsprung sogar noch etwas aus.
Im Sprint der Verfolgerinnen setzte sich schließlich die frischere, weil an der Verfolgungsarbeit naturgemäß nicht beteiligte Armitstead durch und baute so ihren Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung weiter aus. Platz zwei nimmt dort nun Johansson ein.
Das 135,5 Kilometer lange Frauen-Rennen führte über vier Kopfsteinpflaster-Abschnitte und zehn der berüchtigten flämischen Hellinge. Die letzten 31 Kilometer des Rennens waren dieselben, die wenige Stunden später auch im Männer-Rennen zu absolvieren sind - inklusive Kruisberg, Oude Kwaremont und Paterberg.
Bevor Van Dijk auf diesen finalen 30 Kilometern die entscheidende Attacke setzte, war es kaum einer Frau gelungen, sich für längere Zeit aus dem Feld zu lösen. Kurzzeitig hatten sich allerdings Roxane Knetemann (Rabobank-Liv) und Shara Gillow (Orica-AIS) abgesetzt, um am Leberg die Punkte im Kampf um das Weltcup-Bergtrikot unter sich auszumachen.
Hinter ihnen sicherte sich Knetemanns Teamkollegin Anna Van der Breggen Rang drei am Leberg und erhöhte ihr Punktekonto so auf jene acht Zähler, die sie nach dem Rennen zur neuen Trägerin des Bergtrikots machten. Die bisherige Besitzerin des Leibchens mit dem grünen Mountain-M, Alena Amialiusik (Astana-BePink) aus Weißrussland, war wegen Fiebers nicht angetreten.
Die Führung in der Sprintwertung verteidigte die Niederländerin Iris Slappendel (Rabobank-Liv), die die neuen Weltcup-Trikots entworfen hat. Die Nachwuchswertung übernahm ihre Teamkollegin Pauline Ferrand-Prevot aus Frankreich.
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