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04.02.2014 | (rsn) - Die Plätze 11, 22, 32 und 35 konnten die deutschen Crosser bei der WM in Hoogerheide nicht jubeln lassen - vor allem, wenn man bedenkt, dass das Podium für Philipp Walsleben (BKCP-Powerplus) sowie eine Top Ten-Platzierung für Marcel Meisen (Kwadro-Stannah) als optimistische Ziele ausgegeben wurden. Doch die beiden deutschen Kapitäne blieben hinter den Erwartungen zurück, die Sascha Weber (Veranclassic-Doltcini) und Youngster Michael Schweizer (Stevens Racing Team) mit ihren Rängen 22 und 35 besser erfüllten.
„Ich war einfach nicht gut und kam nie richtig in den Rennrhythmus“, erklärte ein enttäuschter Meisen radsport-news.com nach seinem 32. Platz. „Wir hatten alle drei keinen guten Start, waren allerdings noch in der Position, um ein gutes Rennen zu fahren. Aber ich konnte keine Plätze mehr gutmachen und habe schnell gemerkt, dass ich nicht auf meinem gewünschten Niveau war.“
Tatsächlich fanden sich Walsleben, Meisen und Weber schon nach der ersten Kurve irgendwo im Nirgendwo des Mittelfeldes wieder - alle drei ganz eng beisammen. Doch im Gegensatz zu Meisen fanden Walsleben und Weber anschließend ihren Tritt. „Ich habe mich irgendwo um den 18. Platz herum eingereiht, bin gut mitgerollt und habe das Rennen ohne Einbruch durchziehen können“, fasste der am Ende auf Rang 22 gewertete Weber zusammen. Erst durch einen Strauchler in der vorletzten Runde war er aus den anvisierten Top 20 herausgefallen.
„Das Rennen war auf einem ganz neuen Level - so unglaublich schnell und kraftvoll von allen Fahrern. Jeder war schneller als sonst“, erzählte er radsport-news.com. „Es gab keine Sekunde zum Durchatmen, und auch wenn die anderen nur wenige Sekunden vor mir waren, kam ich nicht mehr heran, weil sie genauso schnell fuhren.“ Trotzdem war der Dritte der Deutschen Meisterschaften mit seiner Leistung „super zufrieden“.
Allerdings wollte der 25-Jährige dabei nicht missverstanden werden. Ihm gefiel zwar sein eigenes Ergebnis, dass er dadurch aber zweitbester Deutscher wurde und seinen langjährigen Kollegen Meisen geschlagen hatte, war für Weber kein Erfolg.
„Sie fragen wie jeder Deutsche: ‚Zweitbester Deutscher und so weiter.‘ Aber darum geht es nicht“, ärgerte sich Weber über unsere Frage. „So denken vielleicht die U19-Frauen oder die U23-Fahrer, aber bei uns im Elitebereich ist das anders. An so einem Tag tragen wir alle ein Trikot, und so fahren und denken wir dann auch im Rennen. Jeder, der bei einer WM anders denkt, macht etwas falsch. Ich hätte lieber ‚Walse‘ in den Top Drei und Meisen in den Top 15 gesehen. Das hätte uns als deutsches Team gestärkt und gezeigt, dass wir in der Männer-Elite momentan die Nummer drei im Nationen-Ranking sind.“
Das noch einmal zu unterstreichen, dazu haben die deutschen Crosser in den kommenden drei Wochen noch ein paar Mal die Möglichkeit. Denn schon am kommenden Wochenende stehen die jeweils vorletzten Läufe in den wichtigen Rennserien Superprestige und bpost-bank-Trofee an.
„Einige davon liegen mir, und ich werde versuchen, noch einen schönen Saisonabschluss zu fahren“, kündigte Meisen an. Da es in seiner Saison bislang ständig auf und ab geht, darf man schon am Samstag beim Krawatencross im belgischen Lille möglicherweise schon wieder mit einem Top-Resultat rechnen, das den 32. Rang von der WM vergessen macht.
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