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15.12.2013 | (rsn) – Obwohl es im Frühjahr bei seinen Lieblingsrennen so gar nicht nach Wunsch lief, kann Jempy Drucker (Accent Jobs) auf die erfolgreichste Saison seiner Karriere zurückblicken. Vor allem in der zweiten Hälfte startete der Luxemburger durch und schloss das Radsport-Jahr zwar ohne Sieg, dafür aber mit nicht weniger als 16 Top Ten-Platzierungen ab.
„Ich bin sehr konstant gefahren und konnte mich mehrmals im Vorderfeld platzieren“, bilanzierte Drucker gegenüber radsport-news.com. Doch nicht nur mit seinen Resultaten war der 27-Jährige einverstanden: „Ganz allgemein habe ich mich weiterentwickelt, komme besser über die Anstiege. Ich habe mich an meine Kapitänsrolle gewöhnt und keine 'Angst' mehr, meine Teamkollegen für mich fahren zu lassen.“
Doch ausgerechnet in den Eintagesrennen lief nichts zusammen - allerdings aus nachvollziehbaren Gründen. „Ich hatte die ganze Klassiker-Kampagne hindurch Sattelprobleme und setzte diese Phase deshalb komplett in den Sand“, erklärte der Accent Jobs-Kapitän, der keines seiner „geliebten Rennen“ wie den E3 Prijs, Gent-Wevelgem oder die Flandern-Rundfahrt beenden konnte.
In den ersten Monaten gelangen Drucker mit vierten Etappenplätzen bei der Norwegen- und der Luxemburg-Rundfahrt sowie Rang fünf bei der Ronde van Zeeland Seaports zwar auch gute Ergebnisse, doch die Initialzündung war letztlich der dritte Platz bei den Luxemburgischen Straßenmeisterschaften. Von da an ging es steil bergauf.
„Als Höhepunkt würde ich die gesamte Endphase der Saison bezeichnen, als ich bei mehreren Rennen um den Sieg mitsprinten konnte, auch wenn der letztlich ausblieb“, so Drucker, der beispielsweise Gesamtsechster der Tour de Wallonie und dabei Dritter auf der 3. Etappe wurde.
„Der dritte Platz war aber etwas enttäuschend, da ich den Sieg habe liegen lassen. Ich hatte mich einfach für das falsche Hinterrad entschieden“, sagte der Luxemburger, der zudem einen sechsten Platz bei der Eneco-Tour, einen dritten Rang beim GP d`Isbergues und dank eines zweiten Etappenplatzes auch einen fünften Gesamtrang bei der Tour de l`Eurometropole vorzuweisen hat.
Kurioses erlebte Drucker bei den Brussels Cycling Classics, als er durch ein Straßenloch fuhr und dabei sein Lenker in voller Fahrt nach unten rutsche. „Also blieb mir nichts anderes übrig, als ihn loszuschrauben, hochzuziehen und wieder festzuschrauben – und das bei Tempo 50. Ich glaube, da kam mir auch meine Vergangenheit als Crosser zu Gute“, schilderte Drucker die nicht ungefährliche Szene.
Auch künftig wird der Luxemburger für den - neu strukturierten und mit zahlreichen prominenten Neuzugängen verstärkten - belgischen Zweitdivisionär fahren, der ab 2014 unter dem Namen Wanty-Group Gobert antreten wird.
„Von der Seite des Teams war das Interesse schnell da, man wollte mich behalten. Also musste ich nicht lange zittern“, so Drucker, der gemeinsam mit seinem Manager Ken Sommer ausgiebig Alternativen auslotete, sich dann aber für eine Vertragsverlängerung entschied.
Für die kommende Saison hat sich der sprintstarke Allrounder wieder viel für die Frühjahrsklassiker vorgenommen. „Ich möchte so weiterfahren, wie ich letztes Jahr aufgehört habe, und bei den flämischen Rennen, die mir so sehr am Herzen liegen, endlich mal mein Können zeigen“, sagte Drucker, der auf seinen ersten Profisieg seit 2010 hofft.
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