Chef der Polen-Rundfahrt lobt den Erfurter

Czesław Lang: "Aus Kittel kann ein neuer Cavendish werden"

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Marcel Kittel (Skil-Shimano) nach seinem Sieg auf der 2. Etappe der Polen-Rundfahrt | Foto: ROTH

02.08.2011  |  (rsn) – In den 1980er Jahren war Czesław Lang einer der ersten Rennfahrer aus Osteuropa, der einen Profivertrag unterschrieb. Nach einer eindrucksvollen Laufbahn nahm sich Lang vor 16 Jahren der Polen-Rundfahrt an, die er aus der sportlichen Versenkung holte. Denn Mitte der 90er deuteten alle Zeichen darauf hin, dass die Tour de Pologne, eine der ältesten Landesrundfahrten der Welt, nicht überleben würde.

Lang setzte sein eigenes Geld ein und investierte in das Rennen. Nach zehn Jahren gehörte die Polen-Rundfahrt schon zur Radsportelite und wurde 2005 in den ProTour-Kalender (jetzt WorldTour) aufgenommen. Das Risiko wurde belohnt und wie es scheint, hat Lang alles richtig gemacht. Mittlerweile machen sich auch die Stars der Radsportszene auf den Weg nach Polen.

In diesem Jahr sind unter anderem Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali (Liquigas-Cannondale) oder sein italienischer Landsmann Michele Scarponi (Lampre-ISD) am Start. „Nibali muss man immer auf der Rechnung haben. Scarponi hat mir gesagt, dass es bestimmt kämpfen wird und wenn nicht, dann wird er Przemysław Niemiec helfen, der bei diesem Rennen Kapitän von Lampre ist“, sagte Lang. „Und Danilo Di Luca (Katjuscha) betonte, dass er ohne einen Etappensieg Polen nicht verlassen wird.

An den ersten Tagen machen allerdings die Sprinter den Sieg unter sich aus. Dabei ist Lang, dessen Unternehmen Lang-Team viele Radsportevents in Polen veranstaltet, besonders von Marcel Kittel (Skil-Shimano) angetan: „Aus dem Jungen kann ein neuer Mark Cavendish werden. Halt nur ein bisschen größer“, sagte der Chef der Polen-Rundfahrt über den zweifachen Etappengewinner.

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