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23.09.2024 | (rsn) – Der dritte Tag der Paracycling-WM stand im Fokus der männlichen Zeitfahrer in den verschiedenen Klassen. Alle drei ausgefahrenen Wettbewerbe waren dabei auf der 29,9 Kilometer langen Strecke zwischen Gossau und Zürich unterwegs, auf dem auch die Elite-Frauen und die U23-Männer der Straßen-Weltmeisterschaften ihre Medaillen ausfuhren.
In der Klasse der sehbehinderten Fahrer, die auf Tandems unterwegs sind, siegte der Niederländer Tristan Bagma mit seinem Piloten Patrick Bos. Der fünffache Goldmedaillengewinner bei Paralympics, der erstmals in Rio 2016 gewann und auch schon Bahn-Gold holte, gewann mit 40 Sekunden Vorsprung auf das französische Duo Alexandre Lloveras mit Yoann Paillot. Auf den Spanier Imanol Arriortua Zorrilla mit seinem Piloten Francisco Ru Garcia holte der 26-Jährige 51 Sekunden heraus. Zwölf Tandems waren an den Start gegangen.
Einzelzeitfahren Männer, B (29,9 km)
1. Tristan Bagma / Patrick Bos (Niederlande) 37:36,91
2. Alexandre Lloveras / Yoann Paillot (Frankreich) +0:40,34
3. Imanol Arriortua Zorrilla / Francisco Rus Garcia (Spanien) +0:51,11
4. Joan Sanso Riera / Eloy Teruel Rovira (Spanien) +1:32,00
5. Chris Mcdonald / Adam Duggleby (Großbritannien) +2:09,33
Dreifachsieg der Franzosen in der C4 Klasse
Im C4-Zeitfahren der Männer gingen alle Medaillen nach Frankreich. Die golden glänzende dabei an Mattis Lebeau. Der 25-Jährige war als Erster der 19 Starter ins Rennen gegangen, was darauf zurückzuführen war, dass Lebeau erst seit kaum einer Woche seine Klassifizierung für die C4-Kategorie innehatte. Vorher war er mit nichtbehinderten Fahrern UCI-Rennen der .2-Kategorie gefahren, obwohl er mit einer angeboren Muskelathropie, also Gewebeschwund, zu kämpfen hatte. Es war sein erstes Para-Rennen. Er gewann vor dem mehrfachen Para-Weltmeister auf Straße und Bahn, Kevin le Cunff
Einzelzeitfahren Männer, C4 (29,9 km)
1. Mattis Lebeau (Frankreich) 40:49,60
2. Kevin le Cunff (Frankreich) +0:16,25
3. Gatien le Rousseau (Frankreich) +1:0458
4. Loius Clincke (Belgien) +1:40,70
5. Damian Ramos Sanchez (Spanien) +2:00,10
Abraham Gebru holt nächste Goldmedaille im C5-Zeitfahren
Auch Daniel Abraham Gebru ist bereits Profirennen gefahren, obwohl er seit seiner Jugend eine Behinderung hat, nachdem ein Knöchelbruch falsch behandelt wurde. Der 39-Jährige Niederländer, der bis 2010 für sein Heimatland Eritrea an den Start ging, sogar bis auf HC-Kategorie in UCI vorgedrungen war und dazu einen Sieg im Mannschaftszeitfahren bei der Kreiz-Breizh-Rundfahrt vorweisen kann, sammelte im Parasport seinen fünften Weltmeistertitel ein. Nur gut vier Sekunden Vorsprung rettete er auf den Brasilianer Lauro Chaman ins Ziel, auch der Ukrainer Yehor Dementyev (beide 37 Jahre alt) hatte keine halbe Stunde Rückstand.
Einzelzeitfahren Männer, C5 (29,9 km):
1. Daniel Abraham Gebru (Niederlande) 40:35,90
2. Lauro Chaman (Brasilien) +0:04,43
3. Yehor Dementyev (Ukraine) +0:28,41
4. Martin van de Pol (Niederlande) +1:15,47
5. Elouan Gardon (USA) +1:27,79
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