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Vorschau 60. Eschborn - Frankfurt

Ex-Sieger Ackermann, Kristoff & Degenkolb hoffen auf neuen Coup

Foto zu dem Text "Ex-Sieger Ackermann, Kristoff & Degenkolb hoffen auf neuen Coup"
Pascal Ackermann gewann 2019 den letzten Sprint vor der Alten Oper in Frankfurt. | Foto: Cor Vos

18.09.2021  |  (rsn) - Für die deutschen Fahrer und Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), der das Rennen schon vier Mal gewinnen konnte, ist Eschborn - Frankfurt eines der Highlights im Rennkalender. Durch die Terminverlegung vom 1. Mai auf den 19. September ist das Rennen aber auch bei der internationalen Konkurrenz in diesem Jahr in den Fokus gerückt - ist es doch eine Woche vor dem WM-Straßenrennen in Flandern die perfekte Generalprobe.

"Es ist der letzte Vorbereitungsschritt vor der WM. Viele Fahrer, die dort starten, stehen auch hier am Start. Und nach so vielen Rundfahrten im Sommer ist es vor der WM auch wichtig, nochmal ein Eintagesrennen zu bestreiten", unterstrich Luka Mezgec, der bei BikeExchange nach 187 Kilometern den Sprint für Michael Matthews anziehen soll.

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Die Mission Titelverteidigung peilt am Sonntag Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) an. In einem seiner letzten Einsätze für den Raublinger Rennstall will der Pfälzer sich gebührend in Richtung UAE Team Emirates verabschieden. "Ich bin gut in Form und das Rennen liegt mir. Ich denke also in jedem Fall, dass ich einer der Favoriten bin. Die Tendenz zeigt ja eindeutig nach oben. Ich bin top motiviert und möchte schon noch was gewinnen", erklärte Ackermann im Vorfeld der Deutschen Presseagentur.

Ebenfalls auf Sieg fahren wird Kristoff, der im Winter bei UAE Platz für Ackermann macht und zu Intermarché - Wanty Gobert weiterziehen wird. "Für mich ist Eschborn - Frankfurt ein besonderes Rennen, das ich schon mehrmals gewonnen habe. Hier habe ich viele tolle Momente erlebt. Die deutschen Straßen waren zuletzt gut zu uns mit den Siegen bei der Deutschland Tour", spielte Kristoff auf seine beiden Etappenerfolge Ende August an. "Wir hoffen, die Siegesserie nun fortsetzen zu können", so der Norweger, der von 2014 bis 2018 vier Mal in Folge in Frankfurt vor der Alten Oper triumphiert hatte.

Eine ganze Reihe starker, hügelfester Sprinter

Wie Ackermann und Kristoff hofft man auch im Lager von BikeExchange, das zum ersten Mal in Frankfurt am Start steht, auf den Sprint eines reduzierten Hauptfeldes, in dem dann Michael Matthews zuschlagen soll. Der Australier war 2018, damals noch im Dress vom DSM-Vorgänger Sunweb, Zweiter geworden. "Es ist hier unser erster Start und wir wollen entsprechend Eindruck machen. Michael Matthews ist unser Kapitän und wir hoffen, mit ihm ein gutes Ergebnis zu erzielen", meinte Sportdirektor Matthew White.

Bisher kein gutes Pflaster war Frankfurt für Phil Bauhaus (Bahrain Victorious). Bei seinen Starts 2018 und 2019 musste er bei der Fahrt durch den Taunus jeweils vorzeitig vom Rad steigen. Diesmal soll es für den in diesem Jahr bereits sechs Mal siegreichen Kölner zum ersten Spitzenplatz beim hessischen WorldTour-Rennen reichen. 

"In der Heimat bin ich natürlich sehr motiviert, aber wie für alle Sprinter wird es auch für mich kein einfaches Rennen, schließlich müssen 3000 Höhenmeter zurückgelegt werden", so Bauhaus, der sich im Falle einer Massenankunft nicht nur mit Ackermann, Kristoff und Matthews, sondern auch mit Jasper Philipsen (Alpecin - Fenix), André Greipel (Israel Start-Up Nation) und Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) sowie Lokalmatador John Degenkolb (Lotto Soudal) messen müsste.

Europameister Colbrelli nun doch nicht am Start

Im Sprint ist Bauhaus die klare Nummer 1 seines Teams, da der ursprünglich noch eingeplante Italiener Sonny Colbrelli nun doch nicht starten wird. Sollte das Rennen für Bauhaus aber zu schwer werden, hat Bahrain Victorious mit Dylan Teuns aber noch ein zweites Ass im Ärmel, das dann stechen soll, wenn im Taunus die Post abgeht. "Ich freue mich sehr, dass ich dieses Rennen vor der WM noch in meinem Kalender habe. Es wird ein guter Test werden. Ich werde mich auf den hügeligen Teil konzentrieren und wenn sich da für mich eine Chance ergibt, dann werde ich sie nutzen", erklärte der Belgier, der zuletzt Vierter der Deutschland Tour geworden war. 

Wegbegleiter finden könnte Teuns nicht nur in Nils Politt, der bei Bora-hansgrohe der zweite aussichtsreiche Siegfahrer ist, Simon Geschke (Cofidis), Tim Wellens, Philippe Gilbert (beide Lotto Soudal), Eschborn-Debütant Greg Van Avermaet (AG2R Citroen) und Sören Kragh Andersen (DSM), sondern auch in Georg Zimmermann (Intermarché - Wanty Gobert), der das Rennen wegen seiner fehlenden Sprintstärke auch offensiv gestalten muss, will er etwas Zählbares mitnehmen. 

Besondere Herzensangelegenheit für Degenkolb

"Für mich wird es ein besonderer Tag, wie immer, wenn ich in der Heimat Rennen fahre"; so Zimmermann, der 2017 - damals im Dress der Nationalmannschaft - in Frankfurt sein erstes WorldTour-Rennen überhaupt fuhr. "Eschborn - Frankfurt ist das erste Rennen meines Herbstprogrammes, da möchte ich natürlich etwas zeigen", sagte der ebenfalls für die WM nominierte Zimmermann.

Ein besonderes Rennen ist der Taunus-Klassiker auch für John Degenkolb (Lotto Soudal), dessen Frau in der Organisation des Rennens arbeitet. Vor zehn Jahren gewann er in seiner ersten Profisaison in seiner Wahlheimat. "Das Rennen hat nicht nur deshalb einen Platz in meinem Herzen, weil es bei mir vor der Haustür stattfindet, sondern auch weil ich hier einen meiner ersten Profisiege überhaupt eingefahren habe", so der Sieger von 2011, der bei der letzten Austraung 2019 hinter Ackermann Rang zwei belegte.

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