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03.08.2019 | (rsn) - Am vorletzten Tag der deutschen Bahnmeisterschaften in Berlin gewann die erst 19-Jährige Lea-Sophie Friedrich im Keirin ihren ersten Einzeltitel in der Eliteklasse; Franziska Brauße setzte sich mit persönlicher Bestzeit in der Einerverfolgung durch, Maximilian Beyer holte sich überlegen den Titel im Scratch und Maximilian Dörnbach ist wieder Sprinterkönig.
Maximilian Beyer wurde seiner Favoritenrolle in der ersten Entscheidung des Tages gerecht: "Ich bin wieder gut in Form, habe nach meiner Knie-OP abgenommen und mich vor der DM gut gefühlt. Aber eine Meisterschaft ist immer noch mal etwas anderes. Ich hatte auch eine Favoritenrolle, aber ich habe es gut gemeistert", freute sich der Berliner, der vor heimischem Publikum zum Titel im Scratch fuhrt. Zweiter wurde der Brandenburger Moritz Malcharek vor Achim Burkart (RSV Edelweiss Oberhausen).
Im Keirin der Frauen setzte sich die Jüngste im Finale durch: Lea-Sophie Friedrich (Team Erdgas 2012), im letzten Jahr vierfache Junioren-Weltmeisterin, gewann vor Emma Hinze (Track Team Brandenburg) und Pauline Grabosch (Team Erdgas 2012). Olympiasiegerin Miriam Welte wurde wegen eines Fahrfehlers auf den sechsten Platz distanziert. "Ich kann es kaum glauben. Ich freue mich riesig", strahlte Lea-Sophie Friedrich im Ziel. "Es war eine starke Konkurrenz, und sie lagen alle vor mir. Ich wollte nicht zu lange warten und als die Glocke die letzte Runde einläutete, habe ich Vollgas gegeben, alles rausgeholt, was ich hatte."
In der Frauen-Einerverfolgung setzte sich U23-Europameisterin Franziska Brauße aus Öschelbronn durch, die bereits in der Qualifikation ihre persönliche Bestzeit noch einmal um drei Sekunden verbessern konnte. Im Finale traf sie auf die WM-Dritte Lisa Klein aus Erfurt, die ohne besondere Bahn-Vorbereitung auf die Piste kam und bereits vor zwei Tagen Silber im Punktefahren gewann. "Zum Schluss war es nur noch alles oder nichts", berichtete Brauße im Ziel: "Die Beine haben nicht mehr so mitgespielt wie zu Beginn dieser Meisterschaft. Auf den ersten zwei Kilometern lagen wir noch gleich auf. Ich habe mich nicht so gut gefühlt wie noch in der Quali, aber letztlich hat es gereicht“.
Der neue und alte deutsche Sprinterkönig heißt Maximilian Dörnbach. Der Erfurter bezwang im Finale seinen Teamkollegen von Track Erdgas 2012 Marc Jurczyk und verteidigte seinen Titel aus 2018. "Ich musste mich sehr konzentrieren, die Beine waren nicht mehr so gut wie gestern im Viertelfinale. Der DM-Titel ist sicher ein Ausrufezeichen, aber auf dem Weg zu Olympia zählen die Zeiten, die man fahren kann", erzählte Dörnbach nach seinem Goldlauf. Die Bronzemedaille sicherte sich der Chemnitzer Stefan Bötticher.
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