--> -->
18.07.2016 | (rsn) - Wenn ich den heutigen Tag so Revue passieren lasse, neige ich beinahe dazu, einen Superlativ aus dem Koffer zu holen. Wir hatten permanent einen wolkenlosen Himmel, nicht so viel Wind, atemberaubende Ausblicke, Landschaften wie aus dem Bilderbuch, Anstiege in aller Länge und Breite, Zuschauer ohne Ende und das alles bei Temperaturen, die zwar sommerlich waren, aber nicht zu heiß.
Obendrein zauberte unser Sternekoch wieder einmal ein Mittagessen zum Niederknien aus seinem Wohnmobil und die Helikopter konnten zum krönenden Abschluss auch noch fliegen. Was will man mehr?
Der Tag heute war, was die Etappe angeht, also wirklich nahezu perfekt! Okay - nur nahezu, denn es hat sich dann doch kein deutscher Fahrer nach vorne getraut - aber wir wollen mal nicht kleinlich sein in dieser großen Zeit!
Auf der Strecke unterwegs sein durfte ich heute, da wir endlich mal einen interessanten deutschsprachigen Gast an Bord meines Skoda Superb hatten. Und da wir inzwischen wissen, dass die Welt ein Dorf ist, wunderte es mich dann auch nicht, dass dieser Gast ein alter Bekannter war. Jörg Werner, der Manager unter anderem von Tony Martin, Marcel Kittel und John Degenkolb hatte über Tisssot eine Einladung bekommen und war dieser gefolgt. Ich kenne Jörg noch aus der Zeit in Thüringen, denn er war damals schon im TEAG Team Köstritzer tätig und leitete später dann auch das Thüringer Energie Team.
Natürlich ist er nun nicht extra wegen unserer Einladung hier nach Frankreich gekommen, sondern war sowieso bei seinen „Schützlingen“ zu Besuch - cool dass er da war, fand ich es trotzdem. Mit ihm im Auto verging die Zeit heute echt schnell und es gab natürlich auch einige spannende Gespräche. Unter anderem erzählte Jörg noch ein bisschen was von der Deutschen Straßenmeisterschaft, die kurz vor der Tour in Erfurt stattfand und bei der er der Organisator war.
Im Gegensatz zu der Strecke in Erfurt führte heute übrigens tatsächlich kein einziger Meter die Fahrer flach durch das Land und ich würde behaupten, dass diese Etappe eine der schwersten, wenn nicht sogar die schwerste dieser Tour de France war.
Nun werden sicher einige von Euch die Stirn runzeln und sich fragen, wie das sein kann, da es doch während der letzten 2 Wochen schon teilweise viel längere und vor allem höhere Pässe zu bezwingen gab. Da habt ihr natürlich Recht - aber heute war so ein Tag, bei dem man wirklich vom Start bis zum Ziel Gas geben musste, um nicht aus dem Zeitlimit zu fallen. Jeder wollte heute in die Gruppe, niemand wollte sich vorzeitig die Blöße geben und reißen lassen, vorne gab es jede Menge Punkte für das Bergtrikot und die Jungs der Gesamtwertung mussten natürlich auch aufpassen und trieben ihre Spielchen.
Wagi (Robert Wagner) hatte mich (oder wohl eher sich selber) vor dieser Etappe schon zu Beginn der Tour gewarnt und er berichtete, dass er mit dieser Portion Respekt wohl auch nicht der Einzige war. Auf die Plätze, fertig, los… Messer am Hals. Den ganzen Tag Schmerzen!
Entsprechend happy war Wagi dann heute im Ziel, dass alles klappte und ich muss gestehen, ich persönlich war sogar etwas erstaunt über ihn. Eigentlich hatte ich den Wagner nämlich ganz klar ins Gruppetto einsortiert - aber bei ihm lief es wohl und so landete er eine Gruppe weiter vorne - crazy! Paris ist damit also wieder ein gutes Stück näher gerückt und man kann sich noch gar nicht vorstellen, dass man nun tatsächlich schon über das Ende der Tour nachdenkt. Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, der Eiffelturm winkt!
Ich habe übrigens Glück und muss auf „meine Jungs“ nach der Tour nicht all zu lange verzichten. Am 30.07.2016 gibt es wieder die „Apres Tour Gera“, bei der unter anderem Andre Greipel, Marcel Sieberg und auch Wagi am Start stehen werden. Zusätzlich findet auch das Abschiedsrennen von Hanka Kupfernagel statt - und hier werden sich einige Jungs und Mädels ins Starterfeld gesellen, bei denen selbst ich schon ganz aufgeregt bin. Achso - ich bin in Gera natürlich nicht nur zum Gucken da, sondern werde das Rennen live kommentieren. Wenn ihr also Lust und Zeit habt, kommt vorbei - so weit ist es bis Gera nicht, vielleicht lernen wir uns ja mal kennen. Apres Tour Gera 2016
Morgen aber erst mal wieder Tour de France - wir machen einen Abstecher in die Schweiz. Leicht wird es sicher wieder nicht - aber dafür sicher wieder traumhaft schön.
A plus tard, Euer Paddi-avec-i
23.07.2016Auf den letzten Metern noch ein DNF (rsn) - Hallo Freunde, aufgrund einer Änderung im Logistikplan meines Jobs hier bin ich seit heute der Fahrer unseres Wohnmobils, mit welchem das tägliche Picknick für die VIPs arrangiert wird. So
22.07.2016Psychospielchen der besonderen Art(rsn) - „Kampf gegen die Uhr Zwei Punkt Null“ - so lautete sicherlich das Motto des heutigen Tages, denn es stand das Zeitfahren Nummer Zwei auf dem Plan. Im Vergleich zum ersten Zeitfahren herrsc
21.07.201672 Kilometer lang Gesichtsfasching(rsn) - Hot, hotter am hottesten… So oder so ähnlich hätte man wohl die heutige Etappe in Richtung der Berge zum Mont Blanc beschreiben könne - es war tatsächlich unfassbar warm! Ich schwitze be
20.07.2016Ein Hoch auf den Google-Übersetzer(rsn) - Du merkst, dass Ruhetag bei der Tour de France ist, wenn du zurück im Hotel, nach 100 Km im Auto denkst - „Das war ja easy heute.“ Wenn man so will, stehe ich somit eigentlich den Jungs
19.07.2016Unterwegs inmitten zweier fahrender Tüten Pommes(rsn) - Hallo liebe DJ Bobo-Hörer und Toblerone-Genießer! Ich bins wieder, Euer Patrick Swayze der Tour de France. Mein Bericht zum gestrigen Montag kommt heute zwar etwas verspätet, hat dafür abe
17.07.2016Sagan ist ein geiler Typ - in jeglicher Hinsicht(rsn) - Einen Wundervollen guten Morgen aus Bourg-En-Bresse. Gestern (Samstag) hieß es glücklicherweise „Back to Business“ und wir waren auch direkt wieder ordentlich unterwegs. Meine Tagesleist
16.07.2016Die Stimmung war spürbar gedämpft(rsn) - Normalerweise sitze ich zum Schreiben meines täglichen Blogs immer vor dem Laptop und fange einfach so an, drauf los zu schreiben. Meistens hatte ich für den Start schon im Laufe des Tages e
15.07.2016Angenehme Talkrunde mit Kittel und Greipel(rsn) - So liebe Leichtathletik-Fans, das Wichtigste vielleicht mal gleich zu Beginn: Auch wenn mich schon wieder mehrere Leute mit dem vermaledeiten Kameramotorrad von heute in Verbindung bringen wol
14.07.2016Nach 163 Kilometern am Anschlag ein Knutscher für das Geburtstagskind(rsn) - Was für ein Tag und was für ein Rennen war das denn schon wieder? Selten hat es mich beim Zuschauen so oft von meinem Stuhl gezogen wie heute - und das obwohl ich lediglich die letzten 45 Ki
13.07.2016Es ist noch lange nicht Feierabend(rsn) - Man kann ja über die Franzosen sagen oder zumindest denken, was man will. Sie können vielleicht nicht Autofahren, sie haben vielleicht keinen guten Kaffee und beim gewöhnlichen französisch
12.07.2016Man fängt an, sich das Ganze schön zu reden(rsn) - Hallo liebe Sportsfreunde und Euromünzensammler, hier meldet sich wieder Euer Peter Lustig der Tour de France. Diesmal schreibe ich Euch live aus Andorra. Heute haben wir den ersten und wohl
11.07.2016Epische Bilder auf über 2000 Meter Höhe(rsn) - Sonntag, 10:45 Uhr. Ein mittelgroßes Örtchen unweit der französischen Grenze im Süden platzt aus allen Nähten und ringsherum grüßen die grünen Gipfel der Pyrenäen aus der Ferne. Knapp
09.01.2026SD Worx verabschiedet sich für 2026 von Grand-Tour-Ambitionen (rsn) – Understatement oder neue Realittät? Danny Stam, Sportdirektor von SD Worx – Protime, hat bei der Präsentation des Teams in Antwerpen angekündigt, dass ein Grand-Tour-Sieg in der kommend
09.01.2026Mit Ritzeln und Kette in Gold: Red Bull präsentiert neues Evenepoel-Rad (rsn) - Unauffällig ist anders. Red Bull - Bora - hansgrohe hat das neue Arbeitsgerät von Remco Evenepoel präsentiert. Und eigentlich können alle Beteiligten nur hoffen, dass der 25-Jährige nicht
09.01.2026Picnic – PostNL setzt voll auf Poole und Bittner (rsn) – Auch nach dem Abgang des Tour-de-France-Vierten Oscar Onley will sich das Team Picnic – PostNL im kommenden Jahr auf Gesamtwertungen konzentrieren. Der 22 Jahre alte Max Poole soll die Rol
09.01.2026Medien: Onley mindestens doppelt so teuer wie Evenepoel (rsn) - Offizielle Bestätigungen gibt es nicht, doch wie mehrere Medien nun berichten, hat Ineos Grenadiers mehr als doppelt so viel Geld auf den Tisch gelegt, um Oscar Onley aus seinem Vertrag bei P
09.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim (rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im
09.01.2026Mit Kool weniger Druck für Pieterse und Kastelijn (rsn) – Das Top-Frauenteam der Gebrüder Philip und Christoph Roodhooft bestach in seinem dritten WorldTour-Jahr vor allem wieder durch eines - die Konstanz der beiden Leistungsträgerinnen Puck Pie
09.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge
09.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan
09.01.2026Eine Reise ins Universum des japanischen Keirin (rsn) – Im Keirin geht es um Olympia-Medaillen. Der sogenannte ´Kampfsprint´ ist in Europa, Australien und Amerika längst angekommen und für spannende Rennen bekannt. Doch in seiner Heimat Japan
08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden (rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr
08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor (rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei