Ein nachdenklicher Weltmeister

Im Augenblick des Sieges sorgt sich Sagan um Europa

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Peter Sagan ist in Richmond Straßenweltmeister geworden. | Foto: Cor Vos

28.09.2015  |  (rsn) - Diese Seite kannten wir von Peter Sagan noch nicht! Eine Seite, die uns mit Hochachtung auf den frischgebackenen Weltmeister blicken lässt!

Der Peter Sagan, der sich als Selbstdarsteller wie ein Popstar feiern lässt , der einer Hostess in den Po kneift oder sich wie Matthew McConaughey im Kinoschlager „Wolf of Wall Street“ mit der Faust auf die Brust klopft, macht sich im Augenblick seines größten Truimphes ernsthafte Sorgen um den Zustand Europas!

Während andere sich im Augenblick des Sieges bei ihren Eltern und den Team-Kollegen für die Unterstützung bedanken, erklärte der 25-jährige Slowake, nur wenige Minuten nachdem er das Regenbogentrikot erobert hatte, in holprigem English: "Das ist mein größter Sieg bisher. Ich bin sehr glücklich. Ich möchte aber auch feststellen, dass ich sehr motiviert war, heute zu gewinnen, weil ich das sagen wollte: Es gibt große Probleme mit dem, was gerade in Europa passiert. Die Bevölkerung in der Welt muss eine Chance haben!"

In der Sieger-Konferenz präzisierte er seine Aussage noch und erklärte, warum er sich Sorgen um die Entwicklungen in Europa mache. Sagan: "Wir leben in der Gegenwart, aber in der Zukunft werden wir vielleicht nicht mehr hier sein. Ich kann nicht in die Politiker reingucken. Ich wollte aber sagen, dass wir darüber nachdenken sollten, wie wir die Welt verändern können. Ein Mensch ist da nichts, aber wir sind mehrere. Wir können Veränderung schaffen. Es geht um die Zukunft! Natürlich ist dieses Trikot sehr schön und ich bin darüber glücklich. Aber ich will auch, dass eine andere Generation noch Radfahren und so etwas erleben kann!"

Der neue Weltmeister vollbrachte nicht nur eine außergewöhnliche Leistung im Straßenrennen, die ihn über alle anderen heraushebt, sondern auch danach...

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