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16. Tour Down Under: Ulissi schlägt Gerrans

Diesmal stiehlt ein Italiener den Australiern in Stirling die Schau

Foto zu dem Text "Diesmal stiehlt ein Italiener den Australiern in Stirling die Schau"
Diego Ulissi (Lampre-Merida) gewinnt die 2. Etappe der Tour Down Under. | Foto: Cor Vos

22.01.2014  |  (rsn) – Bei der letztjährigen Tour Down Under war es Tom Jelte Slagter, der den Australiern in Stirling die Schau stahl. Der Niederländer verwies bei der ersten Bergankunft der Rundfahrt den Australier Matthew Goss (Orica-GreenEdge) auf Rang zwei legte damit den Grundstein für seinen späteren Gesamtsieg.

Am Mittwoch nun spielte sich vor den Augen des UCI-Präsidenten Brian Cookson in Stirling ein ähnliches Szenario ab. Im Finale der 2. Etappe, die in Prospect gestartet wurde und über 150 Kilometer führte, war es der Italiener Diego Ulissi (Lampre-Merida), der bei seinem Debüt in Australien im Sprint den Tagessieg bejubeln konnte – und zwar ebenfalls vor einem Australier, nämlich Simon Gerrans (Orica-GreenEdge).

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Der Auftaktsieger verteidigte zwar sein orangefarbenes Führungstrikot, konnte im Ziel eine zumindest leichte Enttäuschung nicht verbergen, zumal Ulissi als Etappensieger zehn Bonussekunden einstrich und als neuer Gesamtzweiter nur noch sieben Sekunden Rückstand auf den 33-jährigen Gerrans aufweist.

„Ich hätte hier lebend gerne gewonnen”, erklärte der Australische Meister, der auf der 1. Etappe André Greipel (Lotto Belisol) bezwungen hatte. „Es war eng, aber ich kann hier nicht alles gewinnen. Es hat mich nicht überrascht, in einem solchen Finale wie hier in Stirling gegen Diego Ulissi zu sprinten. Er ist ein Klassefahrer. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass er schnell genug sein würde, um mich zu passieren“, gestand Gerrans ein.

Das sah auch Ulissi selbst so. „Ich hatte nicht gedacht, dass ich eine Chance haben würde, diese Etappe zu gewinnen, weil ich den Eindruck hatte, dass Gerrans der bei weitem Stärkste war“, kommentierte der 24-Jährige seinen ersten Saisonsieg. „Ich dachte, er sei unschlagbar, aber konnte ihn danke der Hilfe meines großartigen Teams bezwingen.“

Ohne Chance gegen Ulissi war auch Cadel Evans (BMC), ein weiterer Favorit auf den Gesamtsieg. Immerhin gelang es dem Australier im Gegensatz zum Dienstag diesmal, als Etappendritter noch ein paar Bonussekunden einzuheimsen. „Ich weiß nicht, von wo Diego gekommen ist, aber mit seinem gestrigen Ergebnis (Vierter, d. Red.)) war er in guter Form. Er hatte die Beine und heute das richtige Timing", erklärte Evans, der den Sprint früh anzog, dann aber Ulissi und Gerrans an sich vorbei ziehen lassen musste.

Im Gesamtklassement hat der 36-Jährige auf Platz vier nun 13 Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann und ist neben Ulissi Gerrans’ schärfster Konkurrent. André Greipel (Lotto-Belisol /19. ) und Simon Geschke (Giant-Shimano /21.) kamen zeitgleich mit dem Etappengewinner ins Ziel und belegen im Gesamtklassement die Ränge 3 (Greipel / +0:11) und sechs (Geschke / +0:16).

Die beiden Deutschen hielten sich im fast 100 Fahrer starken Hauptfeld, das im Schlussanstieg überraschenderweise beisammen blieb. Garmin-Sharp und Tinkoff-Saxo vereitelten alle Attacken , bevor der Südafrikaner Daryel Impey seinem Kapitän Gerrans den Sprint vorbereitete. Doch Ulissi stieß auf der anderen Straßenseite mit hohem Tempo nach vorne und konnte schon früh die Arme jubelnd in den Himmel strecken.

Zuvor hatten drei Ausreißer die Etappe bestimmt. Wie schon am Dienstag war der Australier William Clarke (Drapac) dabei, der in Begleitung seines Landsmanns Campbell Flakemore vom heimischen UniSA-Team und des Niederländers Boy van Poppel (Trek) zunächst das Rennen dominierte.

Das Trio wurde aber schon zu Beginn der 20-Kilometer langen Finalrunde um Stirling herum gestellt. Dem 28-jährigen Clarke, der sich im dritten Jahr in Folge auf der Stirling-Etappe als Ausreißer hervor getan hatte, blieb nur die erneute Auszeichnung als kämpferischster Fahrer des Tages. In der Bergtrikot zog er nach Punkten zwar mit seinem Landsmann Adam Hansen (Lotto Belisol) gleich. Der Teamkollege von André Greipel, der sich nach einem Defekts in der Schlussphase wieder in das Hauptfeld zurück kämpfte, verteidigte aber sein Führungstrikot in dieser Sonderwertung.Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern

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