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05.03.2009 | (rsn) - Nach nur zwei Monaten der Saison 2009 hat Greg Henderson (Columbia-Highroad) schon so viele Siege wie in den vergangenen drei Jahren eingefahren, nämlich zwei. Am Sonntag gewann der 32-jährige Neuseeländer die südspanische Clasica Almeria. Nur fünf Tage später ließ er auf der 2. Etappe der Murcia-Rundfahrt den zweiten Streich folgen.
In einem denkwürdigen Rennen – wegen heftiger Windböen von bis zu 90 km/h wurde ein Kategorie 1-Anstieg aus dem Programm genommen und ein Großteil der Etappe neutralisiert – feierte Henderson nicht nur einen beeindruckenden Sprintsieg, sondern streifte sich auch das Gelbe Trikot des in der Gesamtwertung Führenden über. Zudem führt er die Punktewertung an.
„Das ist die jetzt schon die beste Saison meiner Karriere“, freute sich der Columbia-Sprinter nach dem Rennen. „Noch vor einigen Jahren habe ich bei der Kalifornien-Rundfahrt eien Reihe von zweiten Plätzen eingefahren, aber jetzt gewinne ich. Ich habe seit der Katar-Rundfahrt einige harte Trainingsblöcke absolviert und bin in wirklich guter Form.“
Dabei zählte Henderson zweifellos zu den Profiteuren der widrigen Wetterbedingungen. Mit der Streichung des Anstiegs zum 1.227 Meter hohen Alto de San Juan wurde den Sprintern ein unangenehmes Hindernis aus dem Weg geräumt. Etwa von Rennkilometer 50 an lief die Etappe sogar neutrailisiert ab, erst die letzten drei Kilometer wurden wieder scharf gefahren.
„Wir wussten alle, dass von da an das Rennen neu beginnen und dass es zu harten Positionskämpfen kommen würde“, sagte Henderson. „Dazu hatte es begonnen zu regnen, die Straßen waren nicht gerade in einem brillanten Zustand, so dass alles sehr angespannt war.“
Durch die letzte Kurve rund 350 Meter vor dem Ziel ging Henderson - wie mit seinem Sportlichen Leiter Tristan Hoffman abgesprochen - mit vollem Tempo, zog an seinen Konkurrenten vorbei und feierte einen ungefährdeten Erfolg. Das Gelbe Trikot wird der neue Gesamtführende aber möglicherweise nur einen Tag lang tragen, denn im am Freitag anstehenden Zeitfahren zählt der Routinier nicht zu den Favoriten. Vielleicht wird Henderson das Trikot am Ende des Tages an seinen Teamkollögen Bert Grabsch weiterreichen. Der Zeitfahrweltmeister zählt in seiner Spezialdisziplin zu den großen Favoriten auf den Tagessieg und liegt im Gesamtklassement zeitgleich mit dem Gesamtführenden auf Rang acht.
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