RSNplus´Deutscher´ Belgier hofft in Roubaix auf mehr als Platz 9

Rex tankt Selbstvertrauen: “Haben hier den stärksten Sprinter“

Von Felix Mattis und Peter Maurer (aus Vila Real de Santo Antonío)

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Laurenz Rex (Intermarché - Wanty) | Foto: Cor Vos

16.02.2024  |  (rsn) – Mit einem überlegenen Sprintsieg von Gerben Thijssen (Intermarché – Wanty) ist die Volta ao Algarve (2.Pro) am Mittwoch losgegangen. Und genauso sollte sie am Freitag bei der zweiten flacheren Etappe von Vila Real de Santo Antonío nach Tavira auch weitergehen, wenn es nach dem deutschsprachigen Belgier Laurenz Rex geht. Der 24-Jährige war am Mittwoch der letzte Mann im Leadout von Thijssen und hat radsport-news.com vor dem Start der 3. Etappe nun erzählt, wie selbstbewusst man beim belgischen Team Intermarché – Wanty inzwischen an derartige Etappen herangeht.

"Es ist mega, dass wir jetzt immer ein klares Ziel haben und nicht mit dem Gedanken ins Rennen gehen, dass wir gewinnen wollen, sondern dass wir es können, weil wir den stärksten Sprinter hier haben und auch einen erfahrenen Sprintzug mit Mike (Teunissen) und Adrien (Petit). Das ist ein ganz anderes Gefühl, als in anderen Rennen", so Rex.

"Mike hat die Erfahrung, um richtig viel Ruhe in den Zug reinzukriegen. Wir haben noch zwei, drei unerfahrene Männer, die noch etwas nervös werden, aber er strahlt sehr viel Ruhe aus und positioniert sich mit großer Klasse", erzählte der Belgier. Auf ihn färbe das bereits sehr positiv ab. "Ich weiß, dass wir erfahrene Leute haben und vertraue den Jungs um mich herum." ___STEADY_PAYWALL___

"Sie mögen, wie flüssig ich fahre"

Am Mittwoch in Lagos hatte Petit, der eigentlich als letzter Anfahrer für Thijssen agieren sollte, einen Defekt am Rad und so rückte Rex im Leadout an die letzte Stelle – und der Sieger lobte ihn anschließend für seine hervorragende Vorarbeit. "Ein sehr schönes Kompliment – das gibt Sicherheit", freute sich Rex. "Ich wusste, dass Gerben und ich richtig gut zusammenarbeiten können, weil wir im Training auch öfter aus Spaß zusammen sprinten. Die Fahrer hier sagen alle, dass sie mögen wie flüssig ich fahre – schön konstant, sie können surfen und müssen nicht viel treten."

Gerben Thijssen bejubelt seinen Sieg auf der 1. Etappe der Volta ao Algarve. | Foto: Cor Vos

Als Rex Thijssen in Lagos dann ganz weit vorne platziert hatte, gab der Vollgas und spurtete zum überlegenen Sieg. "Er hat zum Glück die Öffnung gefunden – es war sehr chaotisch. Das Gefühl, ihn dann an mir vorbeifliegen zu sehen, war super schön", erinnert sich der Spontan-Anfahrer, der nun am Freitag auf den nächsten Sieg hofft. "Es ist natürlich immer schwierig und die Nervosität ist immer hoch vor einer Sprintetappe, weil man die Lücke finden und das Timing haben muss – es muss einfach alles passen und es geht alles so schnell. Ich würde sagen, dass das Timing heute noch schwieriger wird, als am Mittwoch. Aber auf jeden Fall ist das Ziel, heute wieder die Etappe zu gewinnen."

Doch auch abgesehen vom Sieg Thijssens auf der 1. Etappe läuft es für Rex in diesem Winter bislang gut. Der in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgiens Osten aufgewachsene 24-Jährige wohnt inzwischen in Flandern und kann sich in seiner Mannschaft dank seiner Dreisprachigkeit mit jedem perfekt verständigen, was den Wohlfühlfaktor im Team erhöht. Doch auch physisch ist Rex bereit für ein weiteres starkes Frühjahr, nachdem er 2023 bereits Neunter bei Paris-Roubaix gewesen ist.

Perfekt durch den Winter: Geht in Roubaix noch mehr als 2023?

"Ich war nicht krank, bin nicht gestürzt und konnte mich voll auf alles konzentrieren – zwei Mal Trainingslager mit dem Team, ich würde sagen das war auf jeden Fall ein sehr guter Winter für mich", meinte er. "Letztes Jahr war mein Winter relativ beschissen. Ich war zweimal verletzt, bin zweimal gestürzt und lief eigentlich einen Monat hinterher. Das ist dieses Jahr viel besser gelaufen und deshalb hoffe ich, dass ich mein Roubaix-Ergebnis verbessern kann."

Laurenz Rex (Bildmitte) mit seinen Intermarché-Wanty-Teamkollegen bei der Algarve-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

Überhaupt wird Rex in der Klassiker-Saison in seiner Heimat sicher häufiger zu sehen sein – nicht nur als Anfahrer für Thijssen, wie an der Algarve. Der 24-Jährige hat das Openingsweekend mit Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne-Brüssel-Kuurne sowie anschließend Le Samyn auf seinem Programm. Dann soll es zu Tirreno-Adriatico nach Italien gehen bevor die wahre 'Crunchtime' bei den Klassikern wartet – mit GP Denain, Brügge-De Panne, Gent-Wevelgem, Dwars door Vlaanderen, Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix.

"Ich bin im Team um Biniam (Girmay) und wir versuchen alles, um in die Top 5 zu fahren", so Rex über das allgemeine Ziel für all diese Rennen.

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