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13.06.2022 | (rsn) – Bereits auf der 3. Etappe des Babygiro (2.2u) stand die Königsetappe an, und die hatte es in sich. Zwischen Pinzolo und der Bergankunft in Santa Caterina Valfurva mussten 182 Kilometer zurückgelegt werden, auf denen es über den Passe del Tonale (1. Kat) und auf den Mortirolo (HC) hinaufging, ehe die zur 2. Kategorie zählende Bergankunft wartete. Knapp 5.000 Höhenmeter waren zu überwinden.
“Das war eine knüppelharte Männeretappe“, berichtete Florian Monreal, der Teamchef von Lotto – Kern Haus gegenüber radsport-news.com. Bereits die 15 Kilometer lange Neutralisation führte bergauf, 800 Höhenmeter wurden alleine hier schon zurückgelegt.
Auf der anschließenden Abfahrt in Richtung Tonale setzte ein Regenschauer ein, wodurch das Feld nach der Abfahrt komplett auseinandergerissen war. Am Tonale wurde dann bereits richtig Vollgas gefahren und teilweise waren nur noch 25 Mann an der Spitze. Am Ende schaffte es eine etwas größere Gruppe gemeinsam über den Anstieg, darunter Jakob Geßner und Pierre-Pascal Keup von Lotto – Kern Haus.
60 Fahrer machten sich schließlich gemeinsam auf den Weg in Richtung Mortirolo. Dort übernahm die Devo-Abteilung von Groupama-FDJ das Kommando und bereitete eine Attacke von Lenny Martinez vor. Der 18-Jährige fuhr als Solist los und hatte oben am Mortirolo drei Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz.
Doch im Schlussanstieg brach der Franzose komplett ein und wurde noch von Leo Hayter (Hagen Bermans Axeon) eingeholt und distanziert. Der Brite wiederum flog förmlich den Schlussanstieg hinauf und siegte mit beinahe fünf Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz. Mit seinem zweiten Sieg in Serie baute Hayter auch die Führung in der Gesamtwertung weiter aus.
Mit Hannes Wilksch (DSM Devo) und Felix Engelhardt (Tirol KTM) auf den Plätzen acht und zehn konnten sich auch zwei Deutsche im Vorderfeld platzieren. Im Gesamtklassement ist Wilksch Siebter, Engelhardt Zehnter.
Bei Lotto – Kern Haus war am Ende Jakob Geßner auf Rang 29 bester Fahrer. "Jakob kommt in der Gruppe, die um Rang 25 fuhr, an. Schade, dass er zu Beginn des Mortirolo-Anstiegs nicht seinen besten Moment hatte“, so Monreal, der sich freute, dass all seine Fahrer, auch Sprinter Leslie Lührs und der am Vortag schwer gestürzte Alex Tarlton, das Ziel innerhalb der Karenzzeit erreichten.
Am Dienstag auf der 4. Etappe hofft Monreal, einen Fahrer in einer aussichtsreichen Fluchtgruppe platzieren zu können. "Da wollen wir dabei sein, um dann unser nächstes Top-Resultat einzufahren“, meinte der Teamchef, dessen Schützlinge an den ersten beiden Tagen drei Top-Ten-Ergebnisse erzielten.
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