Bike Aids Bouvier verpasst die Top Ten

Normandie: Reinhardt wünscht sich Madison-Partner für die Berge

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Normandie: Reinhardt wünscht sich Madison-Partner für die Berge"
Theo Reinhardt (Rad net - Rose) fährt die Tour de Normandie für die Deutsche Nationalmannschaft | Foto: Cor Vos

24.03.2022  |  (rsn) - Auf der 4. Etappe der Tour de Normandie (2.2) gab es für die deutschen Fahrer und Teams wenig zu holen. Beim Sieg des Niederländer Casper van Uden (DSM Development), der sich nach 160 Kilometern in Argentan im Sprint eines 60 Fahrer starken Feldes durchsetzte, war Leo Bouvier auf Rang 14 der beste Fahrer von Bike Aid.

"Bis zur letzten Kurve vor dem Sprint lief für uns alles gut und Leo war sehr gut positioniert. In der Kurve verlor er jedoch seine Position und schaffte es nicht, mit den ersten Fahrern über die Linie zu sprinten", berichtete der Sportliche Leiter von Bike Aid, Anton Wiersma.

Mit Jesse Ewart und Julian Lino schafften es immerhin noch zwei weitere Bike-AidFahrer zeitgleich ins Ziel, im Gesamtklassement behauptete Bouvier bei 28 Sekunden Rückstand Rang 14, Teamkollege Ewart verbesserte sich bei 36 Sekunden Rückstand auf Position 40.

"Der Tag war härter als erwartet. Wir sind davon ausgegangen, dass sich einige Teams heute ausruhen werden, das ist nicht geschehen. Das Rennen war wieder sehr schnell und an den Anstiegen war das Tempo so hoch, dass sich am Ende eine größere Gruppe absetzen konnte", erklärte der Sportliche Leiter.

BDR-Auswahl: Reinhardt zwei Mal in "bescheidenen Situationen" mit Defekt - und das Teamfahrzeug fuhr an letzter Stelle

Das Team Bike Aid bei der Tour de Normandie. Foto: Bike Aid

Soweit vorne findet man die beiden verbliebenen Fahrer der Deutschen Nationalmannschaft im Gesamtklassement nicht. Sven Redmann wird auf Position 104 geführt, direkt dahinter folgt Teamkollege Theo Reinhardt. Beide kamen am Donnerstag mit dem Grupetto ins Ziel.

"Nachdem es gestern noch okay lief, war es heute ein richtiger Misttag", spielte Reinhardt gegenüber radsport-news.com auf seine zwei Platten an, die ihn in "absolut bescheidenen Situationen" brachten, wodurch er keine Chance mehr hatte, ins Feld zurückzukehren.

Ein entspannter Tag mit Ausrollen wurde es für den Bahn-Spezialisten aber nicht. "Ich musste dann trotzdem bis ins Ziel Anschlag fahren, damit macht man sich das Leben nicht einfacher", sagte er mit einem Augenzwinkern.

Sven Meyer, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaft, befand gegenüber radsport-news.com ebenso, dass sein Team "Pech gehabt" habe. "Der zweite Platten von Theo war genau unten am Berg", so Meyer. Und da die Auswahl nur noch zwei Fahrer im Rennen hat - zu wenig um noch in der Teamwertung geführt zu werden - fährt Meyer im Begleitkonvoi an letzter Position.

"Es hat dann also eine ganze Weile gedauert, bis ich bei ihm war", fügte der Sportliche Leiter an. Und da Redmann an diesem Anstieg, an dem die Attacken losgingen, schlecht positioniert war, fand auch er sich schließlich im hinteren Teil des Feldes wieder, in dem auch Reinhardt nach seinem Defekt gelandet war. "Es lief heute wirklich unglücklich", fasste Meyer zusammen.

Von radsport-news.com befragt, ob sich die Tour de Normandie für ihn so anfühle wie das Zweiermannschaftsfahren auf der Bahn, weil er in der Normandie auch nur noch einen Teamkollegen an seiner Seite habe, antwortete Reinhardt scherzend: "Leider stehen hier zu viele kernige Hügel im Weg, so dass ich hier meist nur an Madison denke, weil es schön wäre, wenn mein Partner die Berge machen könnte und ich das Flache."


 

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden

(rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr

08.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim

(rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im

08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen

08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours

(rsn) – Der Schweizer Rennstall Tudor Pro Cycling hat am Mittwoch im spanischen Moraira etwas östlich von Calpe an der Costa Blanca seinen Medientag vor der Saison 2026 abgehalten. Und Miteigentüm

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Vuelta al Táchira en (2.2, VEN)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)