--> -->
14.01.2021 | (rsn) - 65 Kilometer vor dem Ziel im Velodrom von Roubaix griff Nils Politt an. Der Hürther initiierte so bei der 117. Austragung der 'Königin der Klassiker' die entscheidende Gruppe und wurde am Ende mit Rang zwei belohnt. Beinahe hätte er Paris-Roubaix damals, vor zwei Jahren, sogar gewonnen.
Erinnerungen an diesen Tag dürften dem 26-Jährigen seine neue Rolle bei seinem neuen Team Bora - hansgrohe besonders schmackhaft machen. Dort nämlich ist Politt nicht mehr der alleinige Leader für die großen Kopfsteinpflaster-Klassiker, wie zuletzt bei Israel Start-Up Nation, nein vielmehr ist er der Kapitän 1b neben dem großen Superstar Peter Sagan.
"Wenn man sich anschaut, was Peter schon für Ergebnisse hat, ist er sicherlich unser erster Leader", erklärte Politt am Rande des Bora - hansgrohe-Trainingslagers am Gardasee im virtuellen Mediengespräch via Zoom und Enrico Poitschke bestätigte: "Peter ist der erste Mann in den Klassikern und Nils soll ihm im Finale helfen", so der Sportdirektor der Raublinger, um dann den entscheidenden Nebensatz anzufügen: "Oder vorher schon attackieren."
Die Taktik, die Politt vor zwei Jahren den bislang größten Erfolg seiner Karriere bescherte, darf und soll er auch in diesem Jahr wieder fahren - nur mit dem psychologischen Vorteil zu wissen, dass er - wenn es schief geht - noch Teamkollege Sagan in der Verfolgergruppe sitzen hat, der dann fürs Team die Kohlen aus dem Feuer holen kann.
Simples Taktik-Einmaleins: Den endschnelleren für den Schluss aufsparen
"Im Endeffekt muss man sehen, dass Peter sprintstark ist und Deceuninck - Quick-Step ja gerne mal jemand früh losschickt. Gegen deren Überzahl ist es im Finale alleine schwer. Man kann nicht jeden Angriff mitgehen. Und da ist es dann meine Aufgabe, früh mitzufahren", so Politt über das simple Taktik-Einmaleins, das deutsche Radsport-Fans für dieses Frühjahr lernen müssen: Der größte deutsche Hoffnungsträger ist zwar nicht der Kapitän in seinem Team, hat aber trotzdem gute Karten, wenn sich die Konkurrenz beispielsweise im richtigen Moment etwas zu lange anschaut.
Und im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als er bei Israel Start-Up Nation etwas verloren war, weiß Politt auch abgesehen von Sagan nun viele starke Teamkollegen an seiner Seite - Daniel Oss, Lukas Pöstlberger und Marcus Burghardt, mit dem er am Gardasee das Zimmer teilt, beispielsweise. "Die können da alle auch selbst vorne mit reinfahren", so Politt, der sich auf die Zusammenarbeit mit Sagan und Co. freue.
"Neues Team, neue Ziele, Full Force voraus"
Allgemein geht der 26-Jährige mit neuer Motivation in die Saison 2021. Das kurze Kapitel Israel Start-Up Nation - dort fahren wollte er ursprünglich ohnehin nicht wirklich, er musste von Teameigner Sylvan Adams nach der Katusha-Übernahme regelrecht bekniet werden - und eine verkorkste in den Herbst verschobene Klassikerkampagne, hat er hinter sich gelassen. Politt fühlt sich wieder viel frischer im Kopf, bringt gefühlte 8.000 Watt auf die Pedale. "Das kam ganz automatisch. Als ich nach der Pause mein Rad wieder angefasst habe, habe ich mir gesagt: Okay, neues Team, neue Ziele, Full Force voraus", sagte er.
"Ich freue mich darauf, mit Peter und den anderen Jungs zusammenzuarbeiten", sagte er und fügte hinzu: "Es ist das erste Jahr für mich in einer richtig starken Klassikermannschaft. Hier wird professionell gearbeitet. Das bringt mich ein gutes Stück weiter. Und auch das Material: Jeder weiß, dass Specialized momentan die besten Räder baut." Wenn man an Politts Defektpech im vergangenen Herbst denkt, dürfte auch das für seine Psyche ein wichtiger Punkt sein.
Die heiligen zwei Klassikerwochen sehen für Politt in diesem Jahr wie folgt aus: E3 Saxo Bank Classic, Dwars door Vlaanderen, Flandern-Rundfahrt, Scheldeprijs und Paris-Roubaix wird er bestreiten. Wie sein Programm vorher angelegt wird, ist noch nicht ganz klar - so suboptimal wie 2020, als Politt im Sommer zur Tour de l'Ain, dem Critérium du Dauphiné und der Tour de France geschickt wurde und somit mehr in den Bergen als auf belgischen Ackern unterwegs war, dürfte es aber nicht werden.
Und nach den Klassikern? Da steht Politt auf der Longlist für die Tour de France, doch ab Mai ist das Programm insgesamt noch offen.
(rsn) - Der Triumph im Velodrome von Roubaix hat Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) viel Selbstvertrauen gegeben. Wie der Europameister im Gespräch mit cyclingnews erklärte, habe er sich seine Sie
(rsn) - Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) ist zu Italiens Radsportler des Jahres gewählt worden und damit Nachfolger von Zeitfahrweltmeister Filippo Ganna (Ineos Grenadiers). Der 31-jährige Colbr
(rsn) - Das Team Qhubeka NextHash hat im Februar (damals noch unter dem Namen Qhubeka Assos) auf Youtube eine Web-Serie unter der Ãœberschrift "Race for a Change" gestartet - Videos, welche die Geschi
(rsn) - Die 118. Ausgabe von Paris-Roubaix war vielleicht nicht das härteste Rennen aller Zeiten, wohl aber eines der brutalsten, das je von Anfang bis Ende live auf dem Bildschirm zu verfolgen war.
(rsn) - Bis zum Sonntag gelangen Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) 33 Siege als Radprofi. Ein alles überragender war nicht dabei. Weder bei den drei großen Rundfahrten noch bei einem der fünf Mo
(rsn) – Die erste verregnete Ausgabe von Paris-Roubaix seit 2002 sollte vor allem den Crossspezialisten wie Wout Van Aert (Jumbo – Visma) oder Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) entgegenkomm
(rsn) - Wie nahe Triumph und bittere Niederlage bei Paris-Roubaix liegen können, musste Gianni Moscon (Ineos Grenadiers) bei der 118. Austragung des Klassikers erfahren. Lange Zeit führte der Italie
(rsn) - Paris-Roubaix ist ein verrücktes Rennen. Wo sonst schaffen es Fahrer aus der ersten Gruppe des Tages am Ende noch in die Top Ten oder landen sogar auf dem Podium? Davon konnte nach der 118. A
(rsn) - Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) hat die 118. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen. Der Europameister aus Italien ließ nach dramatischen 258 Kilometern von Compiegne nach Roubaix im Sprint
(rsn) - Europameister Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) hat die erfolgreichste Saison seiner Karriere mit seinem ersten Sieg bei einem der fünf Monumente gekrönt. Der 31-jährige Italiener entsch
(rsn) - Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) hat die 118. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen. Der Europameister aus Italien ließ nach dramatischen 258 Kilometern von Compiegne nach Roubaix im Sprint
(rsn) - Mit einem zweifach gebrochenen Becken und einer Schulterfraktur endete für Annemiek van Vleuten (Movistar) die Premiere des Paris - Roubaix der Frauen. Das bestätigte die Zeitfahr-Olympiasie
(rsn) - Die Flandern-Rundfahrt bildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Highlight der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetra
(rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich
(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
(rsn) – Mit der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) steht am Sonntag der Höhepunkt der flämischen Klassikerwochen an. Die 109. Ausgabe der “Ronde“ führt über 269 Kilometer Wochenende von Brügge nach
(rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge,
(rsn) - Remco Evenepoel (Soudal – Quick) wird am Start der diesjährigen Tour de Romandie stehen, wie die Organisatoren der am 29. April mit einem Prolog in Saint-Imier beginnenden Schweizer WorldTo
(rsn) – Wenn es am kommenden Sonntag bei der 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) auf der Zielgerade in Oudenaarde zum finalen Sprint einer kleineren Gruppe kommen sollte, könnte Marianne Vos
(rsn) - Nach ihrem ersten Rennblock, der mit Rang 37 bei der Trofeo Alfredo Binda (1.WWT) endete, nahm sich Antonia Niedermaier die Zeit, um mit RSN über ihren Saisoneinstieg, ihre veränderte Rolle
(rsn) - Alberto Bettiol (XDS – Astana) wird am Sonntag nicht zur Flandern-Rundfahrt antreten können. Wie der Italienische Meister auf der Website seines Teams erklärte, habe er sich eine Lungenent
(rsn) – Zum mittlerweile 22. Mal steht die Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) im Programm. Rund um Oudenaarde müssen die Fahrerinnen aus 24 Teams insgesamt 168,9 Kilometer absolvieren, wobei zwÃ
(rsn) – Die Flandern-Rundfahrt der Frauen ist das älteste durchgängig ausgetragene unter den Monumenten im Frauen-Kalender – und nach der Trofeo Alfredo Binda sowie dem Flèche Wallonne und dem
(rsn) - Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) ist bereit für die Titelverteidigung bei der am Sonntag anstehenden Flandern-Rundfahrt. Das bewies die Italienische Meisterin eindrucksvoll bei der 13. Aus