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24.03.2024 | (rsn) - Gent - Wevelgem hat sicherlich nicht den Stellenwert einer Flandern-Rundfahrt. Doch in den letzten Jahren trug sich bei dem flämischen WorldTour-Rennen das Who ist Who der Klassikerspezialisten in die Siegesliste ein. Dazu bot das Rennen aufgrund der Witterungsverhältnisse auch das ein oder andere Kuriosum.
76. Gent – Wevelgem 2014: John DegenkolbEine Sprintentscheidung stand lange Zeit in den Sternen. Denn ein Spitzentrio um den Schweizer Silvan Dillier (BMC) wurde erst auf dem Schlusskilometer gestellt. Pech hatte André Greipel (Lotto Soudal), der sich acht Kilometer vor dem Ziel bei einem Sturz mehrere Bänderrisse in der Schulter zuzog.
76. Gent – Wevelgem 2015: Luca Paolini
Die 76. Austragung stand ganz im Zeichen von extremen Witterungsbedingungen mit Regen, Kälte und Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h, was den Ausreißern in die Karten spielte. Die Sprinter erreichten an diesem Tag erst knapp sieben Minuten hinter der acht Fahrer umfassenden Spitzengruppe das Ziel. Aus dieser heraus war der Italiener Luca Paolini (Katusha) der Stärkste. Der Routinier setzte sich mit elf Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Niki Terpstra (Etixx - Quick-Step) und dem späteren Tour de France-Sieger Geraint Thomas (Sky) durch.
Insgesamt erreichten bei diesem denkwürdigen Gent-Wevelgem nur 39 Profis das Ziel. Auch Paolini ging im Rennverlauf zwei Mal zu Boden. Doch er war noch fit genug, um fünf Kilometer vor dem Ziel seine entscheidende Attacke aus der Spitze heraus setzen zu können.
77. Gent – Wevelgem 2016: Peter Sagan
Nach seinem Soloerfolg vor drei Jahren feierte Peter Sagan (Tinkoff) seinen zweiten Sieg aus einer vierköpfigen Spitzengruppe heraus. Der Weltmeister ließ dabei nach 243 Kilometern den Belgier Sep Vanmarcke (LottoNL-Jumbo), den überraschend starken Russen Viacheslav Kuznetsov (Katusha) und den Schweizer Fabian Cancellare (Trek - Segafredo) hinter sich.
Cancellara hatte mit seiner Attacke 35 Kilometer vor dem Ziel bei der letzten Überquerung des Kemmelbergs das Finale eingeläutet. Das sich dabei formierende Quartett konnte sich auf den letzten beiden Kilometern aufgrund des komfortablen Vorsprungs sogar noch taktische Spielchen erlauben.
78. Gent – Wevelgem 2017: Greg Van Avermaet
Nachdem die Belgier in den letzten vier Jahren leer ausgegangen waren, feierten sie diesmal bei Heimspiel einen Doppelerfolg. Greg Van Avermaet (BMC) setzte sich nach 249 Kilometern in Wevelgem im Sprintduell vor seinem Landsmann Jens Keukeleire (Orica - Scott) durch und trug sich erstmals in die Siegerliste des WorldTour-Klassikers ein. Titelverteidiger Peter Sagan (Bora - Hansgrohe) wurde mit sechs Sekunden Rückstand Dritter, John Degenkolb (Trek - Segafredo) belegte als bester deutscher Starter Rang fünf.
Bei der 78. Austragung ging es erstmals über sogenannte Plugstreets, (Naturstraßen) was dem Rennen zusätzlichen Reiz und einen höheren Schwierigkeitsgrad verlieh. Entscheidend war aber letztlich der Kemmelberg 35 Kilometer vor dem Ziel, an dem Van Avermaet attackierte und eine 14 Fahrer starke Gruppe initiierte. Aus dieser heraus löste er sich später gemeinsam mit Keukeleire.
79. Gent – Wevelgem 2018: Peter Sagan
Mit seinem dritten Sieg zog Peter Sagan (Bora - hansgrohe) mit den bisherigen Rekordhaltern um Tom Boonen und Eddy Merckx gleich. Diesmal verwies der Weltmeister im Sprint einer knapp 20 Fahrer starken Spitzengruppe den Italiener Elia Viviani (Quick-Step Floors) und den Franzosen Arnaud Demare (Groupama - FDJ) mit deutlichem Vorsprung auf die Plätze.
Wie im Jahr zuvor trennte sich am Kemmelberg 35 Kilometer vor dem Ziel die Spreu vom Weizen. Quick-Step Floors und Marcus Burghard als unermüdlicher Sagan-Helfer sorgten dafür, dass die Spitzengruppe vor den Verfolgern den Zielstrich erreichte, im Sprint war schließlich Sagan eine Klasse für sich.
80. Gent – Wevelgem 2019: Alexander Kristoff
Im Vorjahr noch hatte Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) genau wie John Degenkolb (Trek - Segafredo) den Sprung in die große Spitzengruppe verpasst. Dieses Mal aber überquerten die beiden den Zielstrich in Wevelgem auf den Plätzen eins und zwei. Kristoff setzte sich nach 250 Kilometern im Sprint einer knapp 30 Fahrer starken Gruppe vor Degenkolb und dem Belgier Oliver Naesen (AG2R) durch. Mit Rüdiger Selig (Bora - Hansgrohe) auf Rang acht konnte sich noch ein weiterer Deutscher in den Top Ten platzieren.
Dabei sollte Kristoff plangemäß den Sprint für seinen neuen Teamkollegen Fernando Gaviria anziehen. Doch der Kolumbianer erteilte dem Norweger im Finale freie Fahrt. Titelverteidiger Peter Sagan (Bora - hansgrohe) war diesmal in der Ausreißergruppe des Tages dabei, die sich nach 60 Kilometern formiert hatte und zu der einige große Namen zählten - so auch Degenkolb. Die immer kleiner werdende Sagan-Gruppe war schließlich nach einer 170 Kilometer langen Verfolgungsjagd 18 Kilometer vor dem Ziel Geschichte. Danach folgten weitere Attacken, mit Jack Bauer (Mitchelton - Scott) wurde der letzte Ausreißer erst 300 Meter vor dem Ziel gestellt.
81. Gent - Wevelgem 2020: Mads Pedersen
Die 81. Austragung wurde wie die gesamte Frühjahrsklassikersaison aufgrund der Corona-Pandemie in den Herbst verlegt. Im Oktober 2020 sicherte sich Mads Pedersen (Trek - Segafredo) aus einer kleinen Spitzengruppe heraus den Sieg vor dem Franzosen Florian Senechal (Deceuninck - Quick-Step) und dem Italiener Matteo Trentin (CCC Team). Als bester Deutscher überquerte John Degenkolb (Lotto Soudal) auf Rang sechs mit vier Sekunden den Zielstrich, direkt vor ihm landete der Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ).
Pedersen war auf dem letzten Kilometer zum Spitzentrio Senechal, Trentin und Alberto Bettiol (EF Pro Cycling), vorgefahren und setzte sich schließlich nach 232,5 Kilometern im Sprint durch.
Die favorisierten Wout Van Aert (Jumbo - Visma) und Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) waren damals leer ausgegangen. Sie hatten sich im Finale gegenseitig neutralisiert.
82. Gent - Wevelgem 2021: Wout Van Aert
Nach 250 Kilometern setzte sich Wout Van Aert (Jumbo - Visma) im Frühjahr 2021 aus einer sieben Fahrer starken Spitzengruppe im Sprint vor den Italienern Giacomo Nizzolo (Qubeka Assos), Matteo Trentin (UAE Team Emirates) und Sonny Colbrelli (Bahrain - Victorious) durch. Der Schweizer Stefan Küng (Gorupama - FDJ) wurde Sechster, die Deutschen konnten sich nicht im Vorderfeld platzieren.
Die Spitzengruppe um Van Aert konnte sich auf der Windkante bereits 180 Kilometer vor dem Ziel formieren und machte den Sieg unter sich aus. Früh im Rennen hatten sich 23 Fahrer vom Feld bei starkem Seitenwind absetzen können. Dabei war auch Sprinter Sam Bennett (Deceuninck - Quick-Step), der lange als aussrichstreichster Sieggarant galt, dann aber auf den letzten 15 Kilometern einbrach und sich sogar während des Rennens übergeben musste.
83. Gent - Wevelgem 2022: Biniam Girmay
Mit Biniam Girmay (Intermarché - Wanty - Gobert) siegte bei der 83. Austragung erstmals ein Afrikaner. Der Eritreer setzte sich nach 249 Kilomtern zwischen Ypres und Wevelgem im Sprint eines Spitzenquartetts gegen den Franzosen Christophe Laporte (Jumbo - Visma) und den Belgier Dries Van Gestel (TotalEnergies) durch. Das erste Feld um Titelverteidiger Wout Van Aert (Jumbo - Visma) kam mit acht Sekunden Rückstand ins Ziel.
Nachdem im schweren Mittelteil viele Attacken ohne Erfolg geblieben waren, initiierte Laporte mit seiner Attacke 24 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Gruppe, die es knapp ins Ziel schaffte - mit dem besten Ende für Girmay.
84. Gent - Wevelgem 2023: Christophe Laporte
Nachdem Jumbo - Visma im Vorjahr noch den Sieg verpasst hatte, ließ die belgische Formation bei der 84. Austragung keinen Zweifel aufkommen, dass sie dieses Mal den Gewinner stellen würde. Nach der Mammutdistanz von 261 Kilometern zwischen Ypres und Wevelgem siegte am Ende der Vorjahreszweite Christophe Laporte vor seinem belgischen Teamkollegen Wout Van Aert, der ihm den Sieg kampflos überließ. Hinter dem Spitzenduo führte der Belgier Sep Vanmarcke (Israel - Premier Tech) die erste Verfolgergruppe mit deutlichen 1:56 Minuten Rückstand ins Ziel.
Das Duo von Jumbo - Visma war bereits 52 Kilometer vor dem Ziel, an der zweiten Passage des Kemmelbergs, in die Offensive gegangen und sich schnell einen Vorsprung herausgefahren. Bei der dritten und letzten Kemmelberg-Passage geriat Laporte in Schwierigkeiten, doch Van Aert wartete auf ihn, so dass die beiden Jumbo-Fahrer gemeinsam in Richtung Ziel fuhren.
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