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21.05.2018 | (rsn) - Nach jedem seiner herausragenden Auftritt beim diesjährigen Giro d’Italia sprach Simon Yates (Mitchelton-Scott) davon, dass Tom Dumoulin (Sunweb) und Chris Froome (Sky im Zeitfahren der 16. Etappe mindestens zwei Minuten schneller sein würden als er und er deshalb seinen Vorsprung gegenüber dem Niederländer und seinem Landsmann vergrößern müsse. Nach seinem gestrigen Sieg in Sappada hat sich der Brite nun aber tatsächlich vor dem am Dienstag anstehenden Kampf gegen die Uhr das von ihm gewünschte Polster auf die beiden Konkurrenten erarbeitet.
Yates' Vorsprung im Gesamtklassement auf den zweitplatzierten Dumoulin beträgt nunmehr 2:11 Minuten, der auf Rang sieben zurückgefallene Froome ist angesichts von 4:52 Minuten Rückstand praktisch aus dem Rennen um das Maglia Rosa. Dagegen hat der 25-jährige Yates beste Aussichten auf den Gesamtsieg. "Ich wusste, alle würden müde sein, ich natürlich auch. Aber ich hatte die Überzeugung, die Leidenschaft, heute noch einmal etwas zu machen. Ich wollte so viel wie möglich vor dem Zeitfahren herausholen und das hat mich angetrieben. Aber auch für mich war es dann hart, die schwersten 15 Kilometer meiner Karriere“, sagte er auf der Pressekonferenz im Anschluss an seinen dritten Etappensieg bei diesem Giro. "Das ist großartig. Aber das habe ich gar nicht erwartet. Ich bin hier, um das Rennen zu gewinnen, das ist mein Ziel. Etappensiege sind natürlich toll, aber ehrlich, vorstellen konnte ich mir das nicht.“
Nach seiner Attacke am Costalissoio gut 15 Kilometer vor dem Ziel erarbeitete sich der Träger des Rosa Trikots einen Vorsprung von letztlich 41 Sekunden gegenüber der ersten Verfolgergruppe um Dumoulin. Dazu kamen zehn Sekunden Zeitbonifiaktion, was sich zu dem recht komfortablen Vorsprung addierte, mit dem Yates das 34 Kilometer lange Zeitfahren von Trento nach Rovereto in Angriff nehmen kann.
"Natürlich werde ich da müde ankommen, aber es ist auch ein Ruhetag dazwischen“, sagte er mit Blick auf den Dienstag, an dem Zeitfahrweltmeister Dumoulin mächtig unter Druck stehen wird, nicht nur den Rückstand wettzumachen, sondern diesen in einen möglichst großen Vorsprung auf den Kletterspezialisten Yates umzuwandeln. Schließlich warten von Donnerstag an die alles entscheidenden drei Bergetappen - und im Gebirge fährt Yates derzeit in einer eigenen Liga, wie er bewiesen hat.
"Ich habe mich gut gefühlt, ich erhole mich gut, aber jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Ich leide auch, gerade nach solchen Tagen wie heute und gestern. Aber ich hoffe auf mehr solcher Tage“, sagte er schon hinsichtlich des Schlusswochenendes.
Zunächst aber geht es darum, das Rosa Trikot gegen Dumoulin zu verteidigen - und bei diesem Kampf will Yates auf dem Laufenden gehalten werden. "Ich will beim Zeitfahren die Abstände wissen, selbst wenn es ein schwarzer Tag wird, ich will wissen wie ich im Vergleich zu Tom und den anderen bin“, sagte er.
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