Fehleranalyse nach schlechtem Saisonstart

Dumoulin: “Ich war nicht entspannt und fuhr ohne Freude“

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Tom Dumoulin (Sunweb) | Foto: Cor Vos

07.04.2018  |  (rsn) - Elf Renntage, kein Sieg, als bestes individuelles Ergebnis ein zwölfter Etappenplatz bei der Abu Dhabi Tour - Tom Dumoulins Radsportjahr 2018 ist bisher eine einzige Enttäuschung. Die Verantwortung dafür nimmt der Niederländer auf seine Kappe.

"Mein Frühjahr war schlecht, teils aufgrund von Pech, teils, weil ich zu viel wollte. Ich habe etwas zu viel trainiert und zu wenig Ruhephasen gehabt. Ich war nicht entspannt und fuhr ohne Freude. Ich wollte zu gern zeigen, wieviel ich im Winter getan habe", betrieb Dumoulin gegenüber Limburger.nl. Fehleranalyse, eher er gemeinsam mit seinen Sunweb-Teamkollegen Sam Oomen und Louis Vervaeke zu einem Höhentrainingslager in die Sierra Nevada aufbrach, um dort die heiße Phase seiner  Vorbereitung auf den am 4. Mai in Jerusalem beginnenden Giro d’Italia einzuläuten.

Bei der Italien-Rundfahrt will Dumoulin seinen Titel verteidigen und trifft dabei unter anderem auf Chris Froome (Sky) und Fabio Aru (UAE Team Emirates). Im vergangenen Jahr gewann der 27-Jährige nicht nur seine erste GrandTour der Karriere, sondern als erster Niederländer überhaupt die erste große Rundfahrt des Jahres. Der dadurch entstandene Druck habe ihn zusätzlich gelähmt, erklärte Dumoulin nun: "Ein gutes Resultat verleiht dir für den Moment Flügel, aber dann kommen auch die Erwartungen, von mir selbst, von jedem, ich werde überall als der Giro-Gewinner angekündigt, und ich denke, dass ich dem gerecht werden muss.“

Gelöst scheinen immerhin seine Magen-Darmprobleme, die den Zeitfahrweltmeister beim Giro 2017 gleich zweimal zum unfreiwilligen "Austreten“ während der Etappe gezwungen und die ihn zwischenzeitlich sogar sein Rosa Trikot gekostet hatten. Im Winter vorgenommene Tests hätten ergeben, dass es sich dabei um eine Reaktion auf Fructane gehandelt habe, Fructosemoleküle, die in einer Vielzahl von Produkten enthalten seien. Das bedeute, dass er "weniger Produkte wie Brot und Nudeln und mehr Reis und Dinkel“ essen müsse, um ein Wiederauftreten der Problematik zu vermeiden.

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