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03.09.2015 | (rsn) - Die Organisatoren bei der Vuelta a Espana zeigten sich nachgiebig. Nach der schweren Bergetappe am Vortag folgte auf dem 12. Teilstück eine Etappe für die Sprinter. Am Ende feierte Danny van Poppel (Trek) nach 173 Kilometern zwischen Escaldes-Engordany und Lleida den Tageserfolg vor Daryl Impey (Orica GreenEdge) und Tosh van der Sande (Lotto Soudal). John Degenkolb (Giant-Alpecin) wurde Tagesfünfter.
Für Degenkolb will es einfach nicht klappen bei dieser Vuelta. Auch die vorletzte Chance für die Sprinter bei dieser Rundfahrt endete für den Wahl-Frankfurter nicht versöhnlich. Die Ankunft mit einer leicht ansteigenden Zielgeraden war wie gemacht für den 26-Jährigen, doch wieder wurde er in einem unorganisierten Sprint eingeklemmt und musste einem anderen beim Jubeln zusehen. Diesmal den jungen Niederländer Danny van Poppel. Den Frust verbarg Degenkolb nicht. Gleich hinter der Linie schlug er mehrmals heftig mit der Faust auf seinen Lenker.
"Wir haben heute den ganzen Tag gearbeitet und am Ende war es ein großartiger Sprint“, freute sich dagegen Tagessieger van Poppel. Für den 22-Jährigen der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.
Dabei hatte er im Finale gleich doppelt Glück. Seine Hoffnungen zerschlugen sich beinahe, als er zwölf Kilometer vor dem Ziel durch einen Defekt zurückfiel. „Der Plattfuß war nicht schlimm. Nachdem Wechsel konnte ich schnell wieder Anschluss finden“,beschrieb der Tagessieger den Vorfall. Sechs Kilometer später war er wieder vorne dabei, doch das Feld lief Gefahr, den Tagessieg zu verzocken: Eine fünfköpfige Spitzengruppe hielt sich zäh an der Spitze.
Die Gruppe um Maxime Bouet (Etixx-Quick Step), Miguel Ángel Rubiano (Colombia), Jaco Venter (MTN-Qhubeka), Bert Jan Lindeman (LottoNL), and Alexis Gougeard (Ag2r) fand sich nach wenigen Kilometern. Ihr Maximalvorsprung betrug jedoch nie mehr als 5:30 Minuten. Zur Rennmitte sah es mit knapp drei Minuten nur noch eine Frage der Zeit aus, bis der Ausreißversuch scheitern wurde. Allerdings ließ das Feld die Gruppe im Anschluss gewähren und verspielte so beinahe den Tagessieg. An der 5000-Meter-Marke verteidigte das Quintett noch 45 Sekunden, erst an der Flamme-Rouge verloren sie durch kurzzeitiges Taktieren die Chance auf mehr.
Ein letzter verzweifelter Versuch von Venter und Bouet scheiterte wenige Hundert Meter vor der Ziellinie. In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen.
Nach der heftigen Bergetappe am Vortag konnte Fabio Aru (Astana) seinen ersten Tag im Führungstrikot einigermaßen entspannt verleben. Er führt weiterhin mit 27 Sekunden vor Joaquim Rodriguez (Katusha) und 30 Sekunden vor Tom Dumoulin (Giant-Alpecin).
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