Jens Zemkes Tour-Tagebuch

Zu heiß für unseren Wikinger

Von Jens Zemke

Foto zu dem Text "Zu heiß für unseren Wikinger"
Jens Zemke, Sportdirektor bei MTN-Qhubeka | Foto: Cor Vos

17.07.2015  |  (rsn) – „Alles für Edvald Boasson Hagen“ war die heutige Devise. Die Rechnung hätte aufgehen können, denn die Strecke kam unserem schnellen und starken Norweger entgegen. Auch das Team hat klasse gearbeitet und im Finale die Lücke zu den letzten drei von ehemals sechs Ausreißern gerade noch rechtzeitig schließen können. Bei teilweise 42 Grad Celsius verließen Edvald auf den letzten 800 Metern aber die Kräfte. Naja, so warm wird es aber auch nie in Norwegen.

Der 18.Juli ist übrigens ein großer Tag für Südafrika und auch für unser Team. Es ist „Mandela day“, Nelson Mandelas Geburtstag, und ihm zu Ehren wird in Südafrika für mindestens 67 Minuten gemeinnützige Arbeit verrichtet, um die Welt ein bisschen zu verbessern. 67 Jahre nämlich hat er es getan und sich engagiert.

Wir werden morgen mit orangefarbenen Helmen in Erinnerung an Nelson Mandela starten und viele Rennfahrer werden unsere Armbänder tragen, die den Lebensunterhalt von Familien in den Townships von Johannesburg sichern, weil sie dort per Handarbeit hergestellt werden.

Es ist ein Tag, an dem jeder, der zu unserem Team gehört, mit besonderer Motivation und mit Extra-Willen bei der Tour de France agieren wird. Ich hoffe, ich kann auch dazu beitragen, die Welt ein kleines bisschen zu verbessern. Alleine die Tatsache, dass wir während der Tour schon Spenden für 3.500 Fahrräder eingesammelt haben, wird dazu beitragen, Kindern in Afrika ihren Schulweg um einiges zu erleichtern.

Salut
Jens

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