Belgier handelt Vertrag mit Lotto Belisol neu aus

Vanendert: Weniger Geld für mehr berufliche Sicherheit

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Jelle Vanendert (Lotto-Belisol) | Foto: ROTH

03.12.2013  |  (rsn) – Berufliche Sicherheit bei finanziellen Einbußen – diese Variante hat Jelle Vanendert bei Lotto Belisol gewählt. Der Belgier und sein Team einigten sich auf eine vorzeitige Auflösung des noch bis Ende 2014 gültigen Vertrags, um dafür einen neuen mit zweijähriger Laufzeit bis Ende 2015 abzuschließen. Im Gegenzug nimmt Vanendert nach einer schwachen Saison eine weniger gut gefüllte Lohntüte in Kauf, wie die Gazet van Antwerpen berichtete.

„Es stört mich nicht, dass ich weniger verdienen werde. Für mich ist es viel wichtiger zu wissen, dass ich auch für 2015 ein Team haben werde. Das wiegt schwerer, denn heutzutage ist das nicht selbstverständlich“, meinte der 28-Jährige, der nach einer großartigen Saison 2012 ein Jahr ohne ein einziges Spitzenergebnis absolvierte.

„2013 war aus gesundheitlichen Gründen kein gutes Jahr für Jelle. Die Leute haben viel von ihm erwartet, und er wurde auch entsprechend bezahlt. Jemand wie Greipel kann damit (dem Druck, d. Red.) umgehen, aber Jelle hat so seine Schwierigkeiten damit. Er ist halt kein Sieger-Typ“, erklärte Lotto-Teamchef Marc Sergeant, der allerdings gar nicht auf die Idee gekommen war, einen neuen Kontrakt mit dem Zweiten des Amstel Gold Race 2012 auszuhandeln.

„Die Initiative dazu kam von Jelle. Chapeau davor“, meinte der Belgier. Auch wenn die Einigung noch nicht offiziell bestätigt wurde – Sergeant: „Wir arbeiten daran“ -, so zeigte sich Vanendert doch erleichtert. „Noch so eine schreckliche Saison wie diese hätte das Ende meiner Karriere bedeuten können“, sagte er mit Blick auf 2014. „Aber die Teamleitung beweist mir mit diesem neuen Vertrag, dass sie immer noch an mich glaubt. Sie weiß, warum ich keine gute Saison hatte.“

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