Pole kam in dieser Saison erst spät auf Touren

Huzarski: ,,Husarenritte" bei der Tour de France 2014?

Foto zu dem Text "Huzarski: ,,Husarenritte
Bartosz Huzarski (NetApp-Endura) bei der Vuelta a Espana | Foto: ROTH

10.11.2013  |  (rsn) – Zufrieden ist Ralph Denk, Manager des einzigen deutschen Pro-Continental-Teams NetApp-Endura, mit Bartosz Huzarskis Saisonleistung. Dagegen äußert sich der erfahrene Pole, angesprochen auf seinen Saisonverlauf 2013, eher zwiespältig. ,,Mein Radsportjahr war durchschnittlich. Vor allem auf die erste Saisonhälfte kann und darf ich nicht stolz sein", sagte Huzarski zu Radsport-News.

Erst nach dem Critérium du Dauphiné kam der 33-Jährige, der vor anderthalb Wochen seinen Geburtstag feierte, so richtig in die Gänge. Bei der Polen-Rundfahrt fuhr Huzarski sogar ins Bergtrikot, am Ende sicherte er sich den Sieg in der Wertung des aktivsten Fahrers. ,,Bis zum Critérium du Dauphiné wusste ich nicht, was mit mir los war. Das war nicht ich. Danach aber habe ich mich erholt und absolvierte eine gute Tour de Pologne. Meine gute Form konnte ich dann bis zum Saisonende halten", erklärte Huzarski, der seit 2011 für NetApp fährt.

Im September dann trumpfte Huzarski auf. Bei der Spanien-Rundfahrt belegte er auf der 16. Etappe nach Aramon Formigal Platz drei hinter dem Niederländer Warren Barguil (Argos-Shimano) und dem Kolumbianer Rigoberto Uran (Sky), im Gesamtklassement landete er auf Rang 35. In aller Munde war er später bei den Straßenweltmeisterschaften in Florenz, wo der polnische Routinier lange Zeit mit seinem Teamkollegen, dem Tschechen Jan Barta, ein Ausreißerduo bildete.

Nach 240 Kilometer auf der Flucht wurde Huzarski schließlich gestellt, in Polen wurde er danach fast zum Nationalhelden gekürt. ,,Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht dieses große mediale Durcheinander nach der WM. Es war ein ganz normaler Fluchtversuch. Ich war in einer guten Verfassung, habe mich gut gefühlt, der Regen hat uns geholfen. Es war einfach Huzarski in seiner typischen Rolle. Die meisten können sich aber an diese wohl nicht mehr erinnern", ergänzte der populäre ,,Huzar".

Der Spitzname ist nicht nur eine Abkürzung des Nachnamens, sondern ist auch auf die Bezeichnung für die polnische und ungarische Kavallerie aus dem 17. Jahrhundert zurückzuführen, die für ihre ,,Husarenritte" bekannt war. ,Der Husarenritt wurde auch zu Huzarskis Markenzeichen. Schon 2003 holte er sich nach einer 200 Kilometer langen Soloattacke einen Etappensieg bei der Friedensfahrt, in den darauffolgenden Jahren machte er auf sich mehrmals durch Ausreißerversuche oder gute Bergfahrqualitäten aufmerksam.

In der Saison 2014 hätte Huzarski nichts dagegen, bei der Tour de France zu starten, zumal seine Equipe NetApp-Endura ziemlich gute Chancen auf eine WildCard hat. Der Pole, sesshaft im niederschlesischen Städtchen Sobótka/Zöbten, nahm schon am Giro d`Italia und der Vuelta teil, nur die ,,Große Schleife" fehlt ihm noch in seinem Palmares. ,,Es wäre wirklich toll, bei der Frankreich-Rundfahrt dabei zu sein, aber ich weiß ganz genau, wo meine Stärken liegen und was ich kann. Es würde mich sehr freuen, wenn ich zum dritten Mal in Folge bei einer GrandTour eine Etappen-Top 3-Platzierung ergattern könnte" hofft Huzarski.

Weitere Radsportnachrichten

03.04.2025Flandern-Rundfahrt im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

(rsn) - Die Flandern-Rundfahrt bildet für Radsport-Fans gemeinsam mit Paris-Roubaix das Highlight der Klassikerwochen eines jeden Frühjahrs. Das belgische Monument, am 25. Mai 1913 erstmals ausgetra

03.04.2025Niewiadoma hofft bei der Ronde auf die Power aus dem Vorjahr

(rsn) - Diese Szene gefiel Kasia Niewiadoma (Canyon – SRAM – zondacrypto) beim gestrigen Dwars door Vlaanderen (1.Pro) überhaupt nicht: Als Elisa Longo Borghini (UAE - ADQ) zu ihrem letztendlich

03.04.2025Fraile hängt am Jahresende das Rad an den Nagel

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

03.04.2025Die Aufgebote für die 109. Flandern-Rundfahrt

(rsn) – Mit der Flandern-Rundfahrt (1.UWT) steht am Sonntag der Höhepunkt der flämischen Klassikerwochen an. Die 109. Ausgabe der “Ronde“ führt über 269 Kilometer Wochenende von Brügge nach

03.04.2025Die Strecke der Flandern-Rundfahrt 2025

(rsn) – Ein paar Änderungen an der Strecke gibt es immer. Da macht auch die Flandern-Rundfahrt 2025 keine Ausnahme. Doch neben dem jährlichen Wechsel zwischen den Startorten Antwerpen und Brügge,

03.04.2025Evenepoel startet bei der Tour de Romandie

(rsn) - Remco Evenepoel (Soudal – Quick) wird am Start der diesjährigen Tour de Romandie stehen, wie die Organisatoren der am 29. April mit einem Prolog in Saint-Imier beginnenden Schweizer WorldTo

03.04.2025Erholt sich Visma-Kapitänin Vos rechtzeitig zur Flandern-Rundfahrt?

(rsn) – Wenn es am kommenden Sonntag bei der 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) auf der Zielgerade in Oudenaarde zum finalen Sprint einer kleineren Gruppe kommen sollte, könnte Marianne Vos

03.04.2025Niedermaier: “Wünsche mir, beim Giro ganz oben zu stehen“

(rsn) - Nach ihrem ersten Rennblock, der mit Rang 37 bei der Trofeo Alfredo Binda (1.WWT) endete, nahm sich Antonia Niedermaier die Zeit, um mit RSN über ihren Saisoneinstieg, ihre veränderte Rolle

03.04.2025Lungenentzündung: Bettiol sagt für Flandern-Rundfahrt ab

(rsn) - Alberto Bettiol (XDS – Astana) wird am Sonntag nicht zur Flandern-Rundfahrt antreten können. Wie der Italienische Meister auf der Website seines Teams erklärte, habe er sich eine Lungenent

03.04.2025Die Aufgebote für die 22. Flandern-Rundfahrt der Frauen

(rsn) – Zum mittlerweile 22. Mal steht die Flandern-Rundfahrt der Frauen (1.WWT) im Programm. Rund um Oudenaarde müssen die Fahrerinnen aus 24 Teams insgesamt 168,9 Kilometer absolvieren, wobei zwÃ

03.04.2025Flandern-Rundfahrt der Frauen: Die letzten zehn Jahre

(rsn) – Die Flandern-Rundfahrt der Frauen ist das älteste durchgängig ausgetragene unter den Monumenten im Frauen-Kalender – und nach der Trofeo Alfredo Binda sowie dem Flèche Wallonne und dem

02.04.2025Highlight-Video des 13. Dwars door Vlanderen der Frauen

(rsn) - Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) ist bereit für die Titelverteidigung bei der am Sonntag anstehenden Flandern-Rundfahrt. Das bewies die Italienische Meisterin eindrucksvoll bei der 13. Aus

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour of Hellas (2.1, GRE)