Weltmeister stürzte auf regennasser Abfahrt

Die Mauer von Sormano stoppte Gilbert

Foto zu dem Text "Die Mauer von Sormano stoppte Gilbert"
Philippe Gilbert (BMC) muss die Lombardei-Rundfahrt nach einem Sturz aufgeben. | Foto: ROTH

30.09.2012  |  (rsn) – Im Begleitfahrzeug endete der erste Auftritt des Weltmeisters am Samstag bei der Lombardei-Rundfahrt. Philippe Gilbert (BMC) stürzte wie sein Teamkollege Alessandro Ballan auch in der Abfahrt von der Muro di Sormano und musste das Rennen ebenso wie der Weltmeister von 2008 aufgeben.

Gilbert hatte im obersten, bis zu 25 Prozent steilen Teil des Anstiegs dem Tempo der Favoritengruppe nicht mehr folgen können und den Gipfel mit rund 15 Sekunden Rückstand erreicht. Auf der regennassen Abfahrt kam er bei Tempo 60 zu Fall. „Am Anfang war ich wie gelähmt, vielleicht wegen der Kälte. Ich hatte Angst, weil ich mich die ersten ein oder zwei Minuten nicht bewegen konnte und ich befürchtete schon, etwas gebrochen zu haben“, schilderte der Belgier die ersten Minuten nach dem Sturz. „Dann aber sah ich, dass alles ok war. Es ist schade, weil ich mit einem guten Gefühl in das Rennen gestartet bin und motiviert war, hier mitzumischen. Aber auf der anderen Seite muss ich froh sein, dass der Sturz hier passiert ist und nicht vor einer Woche", fügte der 30-Jährige mit Blick auf das WM-Straßenrennen in Valkenburg an.

Nach Angaben seines Teams zog sich Gilbert oberflächliche Abschürfungen am rechten Ellbogen, an der rechten Schulter und am rechten Knie zu. Ballan, dessen Rennmaschine völlig zerstört war, kam mit Abschürfungen und Prellungen davon.

Für die beiden Stars sprang Mauro Santambrogio in die Bresche. Der Italiener kam mit der Verfolgergruppe neun Sekunden hinter Joaquim Rodriguez (Katusha) ins Ziel und sprintete auf Platz vier, sein bisher bestes Ergebnis bei der Lombardei-Rundfahrt. „Wenige Momente nach den Stürzen an der Muro die Sormano sagte mir unser Sportlicher Leiter John Lelangue, dass ich für mich selber fahren könne", erklärte Santambrogio. „Ich habe mich ziemlich gut gefühlt und war in der Verfolgergruppe einer der Stärksten. Mit Rang vier bin ich zufrieden.“

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