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Erfurter stellt neuen Vuelta-Rekord auf

Degenkolb: Der fünfte Coup war Kopfsache

Foto zu dem Text "Degenkolb: Der fünfte Coup war Kopfsache"
John Degenkolb (Argos-Shimano) gewinnt die 21. Etappe der 67. Vuelta a Espana. | Foto: ROTH

10.09.2012  |  (rsn) – Mit seinem fünften Etappensieg hat John Degenkolb (Argos-Shimano) am Sonntag einen neuen Vuelta-Rekord aufgestellt. Kein Deutscher war bisher im Verlauf einer Spanien-Rundfahrt erfolgreicher gewesen. Der Kölner Marcel Wüst fuhr 1999 vier Tagessiege ein, André Greipel (Lotto Belisol) gewann vor zwei Jahren ebenfalls vier Etappen und dazu noch das Punktetrikot.

„Die Vuelta mit einem Sieg abzuschließen, eine Etappe zu gewinnen, die prestigeträchtig ist, ist der Wahnsinn. Damit habe ich nie gerechnet. Ich fühle mich gerade, als ob ich schwebe“, freute sich Degenkolb auf seiner Website.

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Rundherum glücklich war der ehrgeizige Erfurter dann aber doch nicht, denn im Kampf um das Grüne Trikot war er aufgrund des Reglements letztlich gegen die Spanier chancenlos. „Bei anderen Rundfahrten hätten fünf Etappensiege gereicht, auch das Sprinttrikot zu erobern. Aber hier wird eben anders gewertet“, so Degenkolb, der hinter Alejandro Valverde (Movistar), Joaquim Rodriguez (Katusha) und Gesamtsieger Alberto Contador (Saxo Bank-Tinkoff Bank) auf dem vierten Rang landete.

Auch am letzten Tag der Spanien-Rundfahrt 2012 konnte sich der Argos-Kapitän wieder einmal auf seine ganz auf ihn ausgerichtete Mannschaft verlassen. Trotzdem war eine Energieleistung nötig, um den fünften Coup perfekt zu machen. „Der Sieg heute war ganz viel Kopfsache“, erklärte Degenkolb. „Am letzten Tag einer so schweren Rundfahrt sind alle erledigt. Man muss die Gedanken an das Ziel und die Heimat ausblenden und sich voll konzentrieren. Mir ist das heute gut gelungen. Der Kopf war klar und so konnte ich die letzten Reserven aus meinen Muskeln rauskitzeln. Es ist ein tolles Gefühl, einen Sprint von vorne zu fahren und es kommt einfach keiner mehr vorbei.“

Bevor es am heutigen Montag gen Heimat ging, waren für den 23 Jahre alten Thüringer und seine Teamkollegen aber noch einige ausgelassene Stunden angesagt. „Zur Belohnung und als Dank lade ich die Jungs jetzt in Madrid zum Essen ein und dann werden wir feiern. Mal sehen, wie viel Stunden Schlaf es noch werden, ehe wir morgen 10 Uhr in den Flieger steigen“, schrieb Degenkolb.

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