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10.03.2011 | (rsn) – Auf der 4. Etappe von Paris-Nizza hat es für Thomas Voeckler (Europcar) endlich gereicht. Der Französische Meister feierte nach vielen vergeblichen Versuchen seinen ersten Tagessieg bei der „Fahrt in die Sonne“. Schon auf der 3. Etappe hatte es 31-Jährige mit einer späten Attacke probiert, war aber nach wenigen Kilometern wieder gestellt worden.
Am Mittwoch ging Voeckler früh in die Offensive. Bereits nach sechs Kilometern setzte er sich gemeinsam mit dem Belgier Thomas de Gendt (Vacansoleil-DCM) ab. Später stießen noch seine Landsleute Rémi Pauriol (FDJ) und Rémy Di Gregorio (Astana) sowie der Belgier Francis de Greef (Omega Pharma-Lotto) hinzu. Die im Finale auf vier Fahrer geschrumpfte Gruppe behauptete sich zäh gegen die Verfolger und rettete einen kleinen Vorsprung ins Ziel.
„Ich habe jetzt schon einige Jahre lang hier entscheidende Ausreißergruppen initiiert, aber das hat nicht bedeutet, dass am Ende ein Sieg für mich raussprang“, erklärte Voeckler nach seinem Triumph. „Wir haben unsere Kräfte ziemlich gut eingeteilt. Wir haben vereinbart, dass wir erst nach dem letzten Anstieg Tempo machen, es sei denn, unser Vorsprung würde auf unter zwei Minuten sinken. So kam es dann auch, so dass wir den Anstieg ziemlich hart gefahren sind.“
Voeckler selber wollte nichts anderes als den Tagessieg. „Das war mein einziges Ziel. Ich wollte nicht das Gepunktete Trikot, weil ich es schon 2007 hier gewinnen habe und es hat mein Leben nicht verändert“, erklärte er. Auch die Gesamtwertung ist für den 31-Jährigen kein Thema. Voeckler: „Ich bin zwar jetzt Zweiter im Gesamtklassement und werde im Zeitfahren alles geben. Aber ich bleibe realistisch. Ich bin keine ’Zeitfahrmaschine’ wie Tony Martin oder Bradley Wiggins. Ich bewege mich im Kampf gegen die Uhr nicht in ihrer Kategorie. Ich werde bis zum Ende des Rennens mein Bestes geben, aber dieses Paris-Nizza ist jetzt schon ein Erfolg für mich.“ Darüber hinaus erklärte Voeckler – angesichts von drei Saisonsiegen – dieses Frühjahr als „das bisher Beste in meiner Karriere.“
Der Europcar-Kapitän will zudem mit seinen Erfolgen auch zum Wiederaufstieg seines Teams beitragen, das seit diesem Jahr mit einer Professional Continental-Lizenz unterwegs ist, „Wir hoffen, dass wir wieder in die erste Divison des Radsports zurückkehren, aber das geht nur über gute Resultate“, sagte der Elsässer, der über seine gesamt Karriere hin dem Rennstall von Jean-René Bernaudeau die Treue gehalten hat.
Es braucht aber vor allem gute Resultate in großen Rennen, um 2011 wieder erstklassig fahren zu können. Dabei ist das Team auf Wildcards angewiesen. Bei Paris-Nizza, der Flandern-Rundfahrt und der Tour de France ist das Team aus der Vendeé dabei. Nicht aber bei Lüttich-Bastogne-Lüttich, was Voeckler ärgert. “Ich war letztes Jahr als bester Franzose dort Zehnter”, sagte er. “deshalb ist es eine große Enttäuschung für mich, diesmal nicht dabei zu sein. Aber wir wissen, wie es läuft. Die Organisatoren haben keine Verpflichtungen uns gegenüber.” Sollte Voeckler in diesem Jahr weitere große Siege einfahren, dürfte aber die Rückkehr in die erste Liga kein Problem darstellen.
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