Prellungen, Schnittwunden, Erkältung

Knees: Durchquälen machte keinen Sinn mehr

13.03.2008  |  (rsn) - Team Milram ist bei der 66. Austragung von Paris-Nizza vom Sturzpech verfolgt. Besonders die 2. Etappe am Dienstag entwickelte sich für den deutschen ProTour-Rennstall zu einem regelrechten Sturzfestival: Sechs von acht Milram-Fahrern stürzten im Verlauf der Etappe. Am Schlimmsten erwischte es dabei Christian Knees, der zwar zunächst weiterfahren konnte, aber am Mittwoch auf der 3. Etappe nach rund 40km das Rennen aufgeben musste.

"Vor mir rutschten Andrea Moletta in einer Linkskurve auf regennassem Untergrund die Laufräder weg. Ich hatte keine Chance mehr zu reagieren, bin ebenfalls gestürzt und mit dem Kopf hart auf die Straße geknallt. Dabei ist mein Helm zu Bruch gegangen", schilderte Knees im Gespräch mit Radsport news den Crash. Fazit: Nackenschmerzen, tiefe Schnittwunden am Ellenbogen, Prellungen an der Hüfte und an den Rippen. "Jedes für sich genommen wäre nicht so schlimm gewesen, dass ich hätte aufgeben müssen", so der 27-jährige Bornheimer,"aber alles zusammen plus der Erkältung, mit der ich mich rumschlage, hat dazu geführt, dass ich sagte: Es macht keinen Sinn mehr, sich bis zum Ende hier durchzuquälen. Schade, denn ich bin zu dem Rennen in richtig guter Form angetreten und hatte mir auch was vorgenommen."

Jetzt will sich Knees, der am Donnerstag noch nach Hause fliegt, von den Sturzfolgen erholen und noch einmal gründlich untersuchen lassen, bevor er sich auf seinen nächsten Renneinsatz vorbereitet, den Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo. "Ich denke, dass ich bis dahin wieder fit bin", so Knees zuversichtlich.

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