Interview

Bas Giling: Endlich auf eigene Rechnung fahren

Von Christoph Adamietz

24.01.2007  |  Nach zwei Jahren bei T-Mobile fährt der Niederländer Bas Giling nun für den Zweitdivisionär Wiesenhof-Felt. Radsport aktiv sprach mit dem 24-jährigen Klassikertalent am Rande der Wiesenhof-Teampräsentation über seine Teamsuche im Winter und seine Ziele für die neue Saison.

Bas, was sind deine Ziele für die Saison 2007?

Giling: Ich konzentriere mich in erster Linie auf das Frühjahr. In der Zeit von Het Volk und Kuurne-Brüssel-Kuurne bis hin zu Paris-Roubaix oder Amstel Gold Race möchte ich gute Rennen fahren. Dann schaue ich, wie es weiter geht.

Du zählst zu den großen Klassikertalenten. War es für dich überraschend, dass du bei T-Mobile keinen neuen Vertrag bekommen hast?

Giling: Ich war schon überrascht. Eigentlich war alles klar, dass ich bleiben sollte. Aber dann, im September, hat man mir auf einmal gesagt, dass ich doch nicht bleiben kann.

Wie ging es dann nach dieser Nachricht für dich weiter?

Giling: Ich habe mit vielen Mannschaften Gespräche geführt, aber Ende September war es natürlich schwer, noch einen Platz in einer ProTour Mannschaft zu bekommen, weil die meisten Plätze zu dieser Zeit schon besetzt waren.

Dann kam der Kontakt zu Wiesenhof?

Giling: Ja genau. Wiesenhof war für mich immer eine Option gewesen, aber die Verhandlungen haben sich noch ganz schön hingezogen. Aber schlussendlich hat es geklappt. Jetzt bin ich happy.

Siehst du Wiesenhof für dich eher als Zwischenstation oder kannst du dir vorstellen, mit dem Team zu wachsen und mit Wiesenhof irgendwann einmal ProTour zu fahren?

Giling: Für mich ist es eigentlich sogar ganz gut, bei Wiesenhof gelandet zu sein. Hier kann ich auch auf eigene Rechnung fahren. Es macht mir hier sehr viel Spaß und ich bin guter Hoffnung, dass wir ein wirklich gutes Jahr haben werden.

Ist dein neuer und alter Teamkollege, Klassikerspezialist Steffen Wesemann, eine Art Vorbild für dich?

Giling: Natürlich, ich habe seinen Sieg bei der Flandern-Rundfahrt am Fernsehen verfolgt. Es ist toll, mit ihm weiterhin in einer Mannschaft fahren zu können.

Im Normalfall setzen die deutschen Teams eher weniger auf die Klassiker. Wieso hast du, ein Klassikerfahrer, dich trotzdem für die deutschen Teams entschieden?

Giling: Jetzt werden die deutschen Mannschaften auch mehr auf die Klassiker setzen. Wir sind voll konzentriert auf die Rennen in Belgien und Nord-Frankreich. Auch in der Zeit bei T-Mobile habe ich mich in Deutschland sehr wohl gefühlt.

Willst du dich voll und ganz auf die Klassiker konzentrieren oder hast du dir auch etwas für die Rundfahrten vorgenommen?

Giling: Die Klassiker haben für mich höchste Priorität. Wenn bei den Rundfahrten noch etwas für mich heraussprint, dann wäre das aber auch toll.

Wenn du dir ein Rennen in dieser Saison herauspicken könntest, um zu gewinnen oder auf dem Podium zu landen, welches wäre das?

Giling: Das ist schwer zu beantworten. Bei den ganz großen Rennen wie Flandern oder Roubaix wäre es nicht realistisch, wenn ich dort auf Sieg fahren wollte. Aber bei Het Volk, Dwars Door Vlaanderen oder Scheldeprijs, da könnte für mich was gehen.

Mit Bas Giling sprach Christoph Adamietz

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